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Hochzeitstag

Veröffentlicht: 28.05.2026

Grenze
Ungarn → Rumänien
Radtour
Balmazújváros → Oradea
Ungarn → Rumänien
Unterkunft
Unterkunft in Oradea
Oradea
Essen
Restaurant in der Altstadt
$$ · Abendessen

Tag #27

Mittwoch, der 27.05.

Von Balmazújváros bis Oradea

Land: Ungarn / Rumänien

Der frühe Vogel kann mich mal.

Ja, ich wollte früh aufstehen, um zeitig in Oradea anzukommen.

4 Uhr hab ich nie erwähnt.

Ist den Vögeln egal, und so begrüßen wir gemeinsam den Sonnenaufgang.

Es bleibt dabei, sei vorsichtig mit deinen Wünschen.

Deswegen auch als erstes nach den Ohrenstöpseln greifen, um die Lautstärke auf ein erträgliches Maß zu dimmen.

Und dann der Frau meiner Träume, und meines Lebens, zum Hochzeitstag gratulieren.

Es ist eine lange Zeit, die ich unterwegs bin, und ich bin unendlich dankbar für die Unterstützung, die ich durch sie erfahre und welche Erlebnisse ich erfahren kann.

Und wenn ich schon wach bin, kann ich die Zeit auch nutzen und ganz optimistisch schon einmal eine Unterkunft buchen.

In Rumänien.

Doch bevor ich alles abbauen kann, muss zwingend das Tarp geputzt werden.

Darunter habe ich auch erstmal gefrühstückt, bevor es als letztes in den Taschen verschwindet.

Eine vorbeiziehende Kutsche macht nochmal deutlich, dass die Uhren hier anders ticken.

Ich schwing mich auf meinen Drahtesel und verlasse das Krähenfeld.

Wasser besorgen ist Priorität #1.

Bin seit der Abfahrt komplett trocken, doch der nächste Ort ist nur wenige Kilometer entfernt.

Wusste ich und war eingeplant.

Später finde ich noch eine Trinkstelle, welch Wohltat Wasser über den Kopf laufen lassen zu können.

Die Sonne ballert auf mich herab und vor dem Mittag sind's bereits über 30 Grad.

Entsprechend verdörrt ist das Gras.

Alles gelb. Aber geschnitten.

Goldgelb sind auch bereits die Weizenfelder, an denen ich vorbeikomme.

Es gibt überraschend viele Radwege entlang der Landstraßen.

Meistens sogar mit Mittelstreifen.

Und so kämpfe ich mich auf gutem Asphalt gegen den Wind durch die Gegend.

Der fehlende Schatten macht mir zur schaffen und erschwert es einen Pausenplatz zu finden.

Gut, halt noch ein paar Kilometer oben drauf setzen.

Bringt mich alles der nächsten Grenze näher.

Die Orte sind hübsch und es gibt viele Storchennester auf den Laternen oder Strommasten.

Zwischendurch habe ich ein krasses Deja Vu.

Zwei Typen grüßen mich überschwänglich aus einem Biergarten heraus.

Dann, die selben Typen, die selbe Situation, 30 km weiter.

Muss an der Matrix liegen.

Was definitiv kein Fehler in der Matrix ist, die nächste Grenze.

Und dann der Schock, wo ist die Zeit geblieben?

Bis zur Erkenntnis, andere Zeitzone.

Wusste ich theoretisch mit der Uhrumstellung, und war trotzdem nochmal ein Augenöffner.

So sehr es zeigt, dass ich weit weg bin von Zuhause, ist es auch ein krasses Gefühl, schon so weit gekommen zu sein.

Im Land, das bereits an das Schwarze Meer grenzt.

Bis Oradea ist es dann nur noch ums Eck und nach einem Rast im Stadtkern heißt's einchecken.

Und Dreck, Schweiß und Sonnencreme des Tages abspülen.

Waschen im Wald tut's auch, fließend Wasser ist eine Errungenschaft.

Toller Plan früh zu starten, um früh anzukommen, so bin ich nach der neuen Zeitrechnung wenigstens am frühen Abend in der Altstadt unterwegs.

Sie ist sehr hübsch, mit großen Plätzen und prunkvollen Fassaden.

Alles ist sehr sauber, fast schon steril.

Was ichbfeststelle ist, dass sich die Plätze beginne zu füllen, wenn es Kühler wird.

Dementsprechend muss ich auch was Zeit überbrücken, bis ich einen freien Platz im ausgewählten Restaurant bekomme.

Kein Problem, es gibt genug zu sehen und einfach mal sitzen und die Tage Revue passieren lassen ist auch sinnvoll.

Eine Jacke wäre doch gut gewesen, es wird windig und merklich kühler.

Doch das ist jammern auf sehr hohem Niveau und so genieße ich das Sein.

Nach dem Essen und einer kleinen Abschlussrunde geht's in die Unterkunft.

Und morgen wieder in die Steigungen.

Freu ich mich nach der Monotonie der letzten Tage sogar drauf.

Wohlweislich, dass die Steigungen in den Karpaten ihren Höhepunkt erreichen werden.

Und nach der kurzen letzten Nacht bin ich sogar vielleicht schon eingeschlafen, bevor der Kopf das Kissen berührt.


Fazit zu Ungarn:

Der Donauradweg war schön, wenn auch im dem kurzen ungarischen Teil, schon sehr besiedelt.

Budapest war sehr schön. Sollte man bei Gelegenheit unbedingt hinfahren, wenn sich die Gelegenheit ergibt und ein eigenes Bild machen.

Allein schon wegen des Sziget Festivals steht's bei mir auf der Liste zukünftiger Ziele.

Die Tiefebene war weniger eintönig, als ich es erwartet habe und eine interessante Erfahrung mit den ausgedehnten Feldern und Viehherden.

Mit Gegenwind wäre es wahrscheinlich eine andere Sichtweise.

Dafür gäbe es ja noch ausreichend weitere Landesteile zu erkunden.

Song des Tages:

Hillbilly Moon Explosion - My Love for Evermore

Auf einen Blick

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Wetter
Sommer · 30°C
AbenteuerlichKulturell
  • Sonnenaufgang unterwegs
  • Grenzübertritt von Ungarn nach Rumänien
  • Ankunft in Oradea
  • Abend in der Altstadt
  • Essen im ausgewählten Restaurant
OhrenstöpselTarp
StadtRoadtripTransitKulturEssen
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