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Ich bin Julia und mache gerne Radtouren. Hier möchte ich euch von älteren und aktuellen Rad- und Wandertrips berichten.

Lahnradweg: Von Limburg nach Koblenz

Freitag, 5.6.2020

Heute Morgen frühstückten wir ausführlich und sehr edel in der Pizzaria von gestern Abend. Am Nebentisch saß eine seltsame Kombination von unsympatischen Menschen, die so laut redeten, dass jeder unfreiwillig Zeuge ihres Gesprächs wurde. Beim Frühstück an sihc war alles dabei, sogar Melonen!

Dann holten wir unsere Räder aus dem Keller und machten uns erstmal auf den Weg zur Post, um die Postkarte für Oma und Opa einzuwerfen. Danach suchten wir den Anfang der heutigen Etappe. Das war gar nicht so einfach, weil Feuerwehrschläuche den Weg versperrten. Anscheinend wurde Wasser aus der Lahn gepumpt. Vorbei an einem alten Mühlrad und hinten am Limburger Dom (der direkt auf einem Felsen stand) vorbei, ging es schließlich Richtung Lahnstein.

Relativ bald, bei Diez, ging es erstmals steil bergauf und wir fuhren mehr oder weniger durch den Ort, bevor wir auf der anderen Lahnseite dann am Waldrand entlang fuhren und den Lahnanblick genossen. Immer wieder sahen wir hübsche Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster auf allen Hängen. Die waren mittlerweile nämlich auch zahlreich und hoch. Alles war bewaldet und - wie Mama auffiel - waren auch hier wie bei uns zu Hause quasi alle Fichten dürr.

Bei Geilnau dann trennte sich der Weg. Der Hauptweg wäre sehr steil gewesen, die ausgeschilderte Variante aber auch. Deswegen wollten Mama und ich eine ausdrücklich verbotene Variante fahren. Genau da kam uns das ältere Ehepaar von gestern entgegen. ENTGEGEN! Das verwirrte uns sehr. Trotzdem hielten wir an unserem Plan fest und fuhren in das Tal hinein. Dann befuhren wir den "unbefahrbaren" Weg. Das war ein Trampelpfad direkt neben der wilden Lahn. Sehr schön! Einmal war tatsächlich der Hang heruntergekommen, da mussten wir drüber schieben. Ansonsten war aber alles auch mit normalen Fahrrädern leicht zu befahren.

In Laurenburg trafen wir wieder auf die Hauptroute: wieder nah an der Straße und der Lahn ging es weiter bis Oberhof,  wo wir eine sehr sehr steile Steigung hinauf zu einem Kloster mussten. Ab dann ging es mit einem tollen Blick auf die Lahn bergauf, bergab. Vor allem Mama hat das geschlaucht. Aber es war alles sehr still und ruhig und naturbelassen.

In Nassau machten wir am Marktplatz Mittag. Direkt neben einer sehr gut besuchten Metzgerei, wo Mama Leberkäs- und Fleischpflanzerlsemmel kaufte (was da aber ganz ander hieß). Und weil direkt dahinter noch ein Obstladen war, kaufte ich noch frische Erdbeeren. Aber mit der Zeit wurde es recht frisch und wir fuhren bald weiter.

In Dausenau verfuhren wir uns aus Versehen ins Dorf hinein und sahen dort den alten Ortskern mit Rathaus und schiefem Turm. Dann ging es weiter nach Bad Ems. Das ist wirklich ein imposanter Kurort mit weißen Gebäuden und einer überdimensionalen Fußgängerbrücke. Das Kurgebäude war riesig, sogar einen eigenen Konzertsaal gab es.

Dann ging es nicht mehr so ländlich weiter, wir durchfuhren zahlreiche Campingplätze etc. Es begann zu regnen und wir näherten uns dem Ende der Lahn und bei Lahnstein mündete sie schließlich in den Rhein. Im Regen ging es einen sehr städtischen Teil des Rheins entlang. Richtig schön wars nicht.

Über eine Brücke erreichten wir schließlich die Koblenzer Innenstadt im Nieselregen. Wir schoben ein bisschen hindurch, aber im Vergleich zu den vorherigen Städtchen war Koblenz eher ein bisschen enttäuschend. Im Stehen gönnten wir uns einen Kaffee und Crepes. Und dann machten wir uns auf die Suche nach der Touristeninfo. In einem sehr großen, modernen Bau wurden wir schließlich fündig. Dort buchten wir eine Unterkunft, die wir auch gleich suchten, denn jetzt schüttete es wie aus Kübeln. Bis wir im Zimmer waren, waren wir bis auf die Haut nass. Wir duschten und warteten auf besseres Wetter, doch es regnete ohne Unterlass. Als der Regen dann gegen 6 endlich nachließ, sahen wir uns das deutsche Eck an und die Rheinpromenade. Das war schon schön und eindrucksvoll. Danach gingen wir am deutschen Eck sehr sehr lecker Essen. Danach endete unser Tag bald.


Etappe: Von Limburg nach Koblenz

gefahrene Kilometer: 72

Wetter: bewölkt mit Nieselregen, hoher Luftfeuchtigkeit und zum Teil Wind

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