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5 Fähren - Handwäsche - Stromausfall

Donnerstag, 9.8.2018


Strecke: Donau-Radweg 3 (Eszergom - Budapest)

gefahrene Kilometer: 85

Highlight des Tages: Die zweite Fähre auf den Punkt erwischt, das ständige Wiedersehen von Leuten


Der Tag begann mit einem leckeren Frühstücksbuffet in der Unterkunft. Mit uns eine Familie mit 2 erwachsenen Kindern, die beiden aus dem Hostel in Wien, die beiden Wahrscheinlich-Spanier, die gestern mit uns eingecheckt haben und viele mehr. Dann ging’s los. Ich hatte gelesen, dass die Fähre nach Szob immer um ’35 ging. Dem war nicht so. Sie ging immer um ’50 – wir waren um Punkt 9:00 da. Wir mussten also fast eine Stunde warten. Mit uns warteten zwei ältere Herren aus Potsdam, die die Fähre um 3 Minuten verpasst hatten. Sehr nette Leute. Es kamen immer mehr Radler dazu, u.a. die 4-köpfige Familie und ein französisches Ehepaar aus der gleichen Reisegruppe wie die Potsdamer. Denen sollten wir noch ca. 8 Mal begegnen und immer grüßen, winken und später klingeln! Schließlich setzten wir doch mit der Fähre über. Die Fahrt dauerte ca. 5 Minuten.

Danach beeilten wir uns, weil wir die zweite Fähre auf jeden Fall noch (Vor-)Mittag erreichen wollten. Bald ließen wir die anderen Radler zurück und fuhren die 30 km durch. Es ging immer direkt an der Donau entlang: rechts Donau, z.T. mit Strand, links viel Wald, Bäume, Hügel und Häuser mit sehr gepflegten Gärten. Diese 30 km waren landschaftlich sehr schön! Um Punkt 12erreichten wir die Fähre in Vac, wo wir direkt mitfuhren. Außerdem noch eine Familie mit zwei ca. 8 und 10 Jahre alten Kindern. Die waren gerade erst in Vac losgefahren. Auf der anderen Seite hatte man einen guten Blick auf den Steinbruch und eben die Windungen der Donau. Ca. 5 km nach der Fähre sahen wir in dem Ort, wo wir waren einen Obststand und eine Bäckerei. Wir kauften gut ein, setzten uns einfach auf den Boden und aßen. Neben uns die Familie mit den kleinen Kindern. Wir aßen so lange, dass uns die Franzosen, die Wahrscheinlich-Spanier und die Potsdamer wieder überholt haben.

Dann ging‘s wieder weiter. Von nun an war eigentlich immer links Donau und rechts in irgendeiner Weise Stadtgebiet: manchmal direkt Häuser bzw. Promenade, aber auch kurze Wald- oder Wiesenstücke. Jetzt wurde es sehr heiß. Für die 40 km brauchten wir exakt bis 1 Min nach 5, also 4 Stunden. Im Randgebiet von Budapest sind wir auf das Sziget-Festival gestoßen, Europas größtes Festival. Leider haben wir nur Musik gehört, aber nichts gesehen. Dann sind wir auf die andere Donauseite gewechselt und ganz wirre Strecken gefahren. Aber es war schon sehr beeindruckend, am Donauufer entlang nach Budapest (Innenstadt) zu fahren. Man meint, da kommt eine ganz andere Welt mit den ganzen Prunkbauten, an dem wir dann auch vorbei gefahren sind. Leider haben wir uns nicht viel Zeit lassen können, weil der Treffpunkt mit der Zimmervermieterin auf 5 angesetzt war und wir knapp dran waren. Aber wir haben doch einiges gesehen, als wir falsch rum durch Einbahnstraßen geradelt sind (für Fahrräder war das erlaubt!)

Schließlich waren wir da. Die Unterkunft besteht aus einem gemeinschaftlichen Wohn- und Essraum mit Küche und Flur und zwei Zimmern mit jeweils eigenem Bad. Aber außer uns war keiner da, also konnten wir uns ausbreiten. Und Wäsche waschen. 2 Stunden lang war ich beschäftigt mit der Handwäsche der Sportkleidung einer Woche. Um viertel 8 war ich dann fertig (Julius hat ein bisschen geholfen, aber nicht viel, weil ich der Meinung war, dass er sich ausruhen solle, weil er immer die Räder repariert und durch die Stadt navigiert). Dann haben wir geduscht und gechillt und – schwupps – war es 9 Uhr. Ich war richtig kaputt. Also haben wir uns bloß ein bisschen was vom McDonalds geholt. Als wir zurückgekommen sind, war der Strom weg. Mir war das relativ wurscht, aber Julius wollte wieder die Klimaanlage haben. Weil die Wohnung Teil eines großen Wohnhauses ist, haben wir aber nichts machen können und irgendwann war der Strom wieder da. Dann bin ich sehr bald eingeschlafen auf dem Sofa.
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