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Montag, 6.8.2018


Strecke: Donau-Radweg 3 (Bratislava - Györ)

gefahrene Kilometer: 89

Highlight des Tages: Stadt anschauen und Essen mit Stefan und dass wir bei ihm unterkommen konnten, Pause an der Donau


Wieder sind wir um 6 aufgestanden, aber weil es in dem Hostel eh kein Frühstück gab, haben wir uns beim Bäcker was gekauft und sind somit um viertel 8 losgefahren. Die ersten 10 km sind wir durch städtisch geprägte Radwege mit vielen Joggern, Radlern und Inliner-Fahrern geradelt, links von uns die Donau. Die nächsten 10 km waren ähnlich wie am Vortag auf so einem Deich, links Wälder, durch die immer wieder die Donau gespitzt hat und rechts Wiese, ab und zu Felder und dahinter Wald. Irgendwann mussten wir laut Karte links Richtung Donau, um auf der slowakischen Seite zu bleiben. Wir habens übersehen und prompt waren wir auch schon in Ungarn. Aber Julius hat es geschnallt und dank Google maps wussten wir weiter. Da war doch tatsächlich auf dem Radweg so ein Grenzschild! Das haben wir vorher schmerzlich vermisst. Dieser eine kurze Teil in Ungarn war übrigens sehr hübsch! Wald und ein kleiner Bach, sehr schön.

Zurück in der Slowakei ging es dann über eine viel befahrene Brücke auf eine Art Donauinsel. Dort fuhren wir immer geradeaus auf dem Damm in unmittelbarer Nähe zur Donau - auf beiden Seiten. Aber Julius hat der Po weh getan und die Füße. Er hat sehr gejammert. Also haben wir direkt am Wasser eine lange Pause gemacht. Die Donau ist hier extrem breit und fließt fast gar nicht aufgrund eines riesigen Staudamms, den wir 25 km später überquerten. Davor aber verschwand die Donau rechterhand und Felder und kleine Ortschaften traten ihre Stelle. Das Gras war recht trocken und so ein kleiner Bach führte fast gar kein Wasser. Hier hat es also genauso wenig geregnet wie bei uns. Auf der anderen Donauseite nach dem Staudamm angekommen ging der Radweg wieder weiter direkt an der Donau. Und Julius ging es mittlerweile nicht mehr gut. Irgendwann hat er seinen Sattel gewechselt, dann ging's besser. Aber der Weg war schön.

Irgendwann beschlossen wir, die slowakische Seite zu verlassen und den Donauradweg in Ungarn fortzusetzen. Dazu mussten wir über eine sehr stark befahrene Brücke, die war echt lang. Man hätte einen recht guten Blick auf die Donau gehabt, wenn nicht so viel Verkehr gewesen wäre. Auf der anderen Seite mussten wir weiterhin auf der Straße bleiben und so kam die Warnweste zum Einsatz. Blöderweise führte die Straße auf die Autobahn und wir fuhren unsere Räder kurzerhand die Böschung hinunter. Mittlerweile war es sehr heiß. Zuvor, noch auf slowakischer Seite kamen wir übrigens an einem Ort direkt vorbei. Faszinierend wie die z.T. richtig neue Häuser neben solchen aus vorsowjetischer Zeit nebeneinander stehen haben! Da gibt‘s auch noch richtig alte Maschinen, alle noch in Betrieb. So, jetzt weiter im Text. In Ungarn war Julius wieder fitter, aber mich verließ die Kraft. Wir fuhren durch bebaumte Feldwege und kleine Dörfer: Ungarns Häuser sind miniglitzeklein! Die haben da z.T. eine Grundfläche von 10qm. Dann sind wir auf einer sehr verkehrsarmen Straße nach Győr hineingefahren. Aber überall auf der Straße waren die Radwege markiert. Und alle 500m war ein Kreisverkehr. So fuhren wir 7 km immer geradeaus, dann waren wir in Győr Zentrum. Da gab es einen sehr schönen Park, in dem absolut nix los war. Da haben wir Kekse, Äpfel und Erdnüsse gegessen und sind alle beide fix und fertig eingeschlafen. Aber wir sind ja auch 89 km von 7:15 bis 13:15, also 5h gefahren.

Wieder wach haben wir unsere Räder ein bisschen durch Győr geschoben. Durch breite Fußgängerstraßen, große Plätze mit Brunnen und bei denen blieben wir dann auch, damit Julius mit dem Stefan ausmachen konnte, wann/ wo/ wie wir uns treffen. Das war ein bisschen ein Geschiss. Auf einem anderen Platz haben wir noch was getrunken, bevor wir dann seine Wohnung gesucht haben. Er wohnt in so einem Audi-Haus, sehr machtig! Da haben wir auf der Terrasse erst mal geplaudert, dann geduscht. Schließlich sind wir in die Stadt zum Essen gegangen. Auf dem Weg dahin sind wir an Győrs Basilika und einem Kloster vorbei, wo Papst Johannes Paul II. schon war, und am Dom eines selig gesprochenen Bischofs. Das Restaurant war groß, schön eingerichtet und der Biergarten dazu auch. Das Essen war lecker. Es hat ca. 2.500 Huf gekostet-also ca. 8€. Und die Kugel Eis danach 250, also ca. 90ct! Voll krass! Danach haben wir auf Stefans Terrasse noch ein Bier getrunken und sind viel zu spät ins Bett.
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