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Siebter und letzter Stopp: Ghanzi

Nach einer weiteren Nacht in Maun ging es Mittwochmorgen 320km weiter nach Ghanzi zu unserem letzten Stopp. Ghanzi liegt in der Kalahari Wüste, nah an der Grenze zu Namibia. Unser Guide hatte uns schon mental auf die Hitze eingestellt und uns darauf vorbereitet, dass wir keinen Pool haben werden. Als wir in der Mittagshitze auf unserem Campingplatz ankamen merkten wir schnell, was er meinte. Die Hitze ist einfach eine völlig andere. Viel trockener und die Wärme kommt gefühlt nicht nur von oben von der Sonne sondern auch vom Boden. Zu unserer Freude hatten wir aber doch einen Pool, der scheinbar neu gebaut wurde und auch noch nicht fertig war. Der fehlende Chlor und das halb volle Becken hielten uns allerdings nicht davon ab, schwimmen zu gehen.

Am Nachmittag haben wir einen Bushwalk mit den San gemacht. Das ist ein ethnisches Volk die laut unseres Guides nach und nach aussterben und von denen es in 10-15 Jahren vermutlich keine mehr geben wird. Auch wenn solche Begegnungen ja immer eher fragwürdig und in gewisser Weise vielleicht auch gestellt sind war es für mich allein aus fotografischer Sicht sehr schön. Zehn San-People haben den Walk mit uns gemacht und uns in erster Linie gezeigt, welche Pflanzen sie als Medizin nutzen. Leider haben wir eher weniger über ihre Lebensweise und das Jagen und Sammeln erfahren. Abends hätten wir eigentlich noch einen traditionellen Tanz “buchen” können aber leider wollten es zu wenige von uns und wir mussten mindestens zu sechst sein. Das fand ich sehr sehr schade. So ging unser letzter Abend eher ruhig und unspektakulär zu Ende. Bevor Jeannie und ich ins Zelt gegangen sind haben wir allerdings nochmal den Sternenhimmel genossen. So sternenreich haben ich ihn in meinem Leben selten gesehen. Am liebsten hätten wir ohne Zelt unter diesem Himmel geschlafen doch unser Respekt vor Skorpionen, Riesenkäfern und anderen Tieren war zu groß.

Gestern Morgen um 7 Uhr haben wir dann unsere Rückweg angetreten, 600km bis Windhoek. Die Fahrt war recht kurzweilig, da ich viel gelesen und immer mal wieder geschlafen haben. Um 17 Uhr kamen wir dann wieder in Katutura an und würden herzlich empfangen. Es fühlte sich fast ein bisschen an wie nach Hause kommen. Auch wenn ich Camping liebe ist ein gemütliches Bett und saubere Kleidung doch mal wieder ganz schön.

Alles in allem war der Trip wirklich toll. Wir haben so so viel unterschiedliches gesehen, was man jetzt erstmal verarbeiten muss. Sieben verschiedene Orte in 12 Tagen sind für meinen Geschmack schon fast ein bisschen zu viel. Man kann sich schon kaum mehr an alles erinnern was man gesehen hat. Trotzdem möchte ich diese Reise natürlich nicht vermissen und werde mich noch jahrelang daran zurück erinnern.

Ich hatte euch ja glaube ich schon mal davon erzählt, dass die Reiseplanung bei mir nicht so ganz einfach ist, weshalb ich ja nächstes Wochenende schon direkt den nächsten Trip mache, der allerdings nur 3 Tage/2 Nächte lang ist. Ich hatte wirklich überlegt, den Trip wieder abzusagen, weil mir das zu viel in so kurzer Zeit ist. Aber wenn ich den Trip nicht jetzt mache, kann ich ihn gar nicht mehr machen.

Heute ist der erster Monat schon um, es ist viel passiert. Der Monat verging wie im Flug aber ich muss zugeben, dass mir schon jetzt einiges stark fehlt. Ganz oben auf der Liste steht natürlich ihr, meine Familie und Freude. Kurz darauf folgt aber auch schon das Salsa tanzen, Köln und Sport. Aber ich weiß ja, dass das alles auf mich wartet und nicht wegläuft.

Ich drücke euch von Herzen❤️

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