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Durch 1.000 Tore musst du gehen.

Veröffentlicht: 29.09.2026

Attraktion
Fushimi Inari Taisha
Kyoto, Japan
Attraktion
Inari Berg
Kyoto, Japan

Vorgestern wollten wir aufgrund des guten Wetters zum Inari Schrein auf dem gleichnamigen Berg. Dieser Schrein ist für seine 1000 roten Toren, auf dem Weg zum Schrein, berühmt. Jedes Tor wird von einer Firma oder Privatperson gespendet und dessen Namen steht dann auf der Rückseite.
Die Gottheit Inari, wird jetzt im beginnenden Herbst besonders verehrt und ist oft in der Herbstdeko zu sehen.
Inari wird als weißer Fuchs, mit roten Latz und wahlweise mit einem Schlüssel oder einem Juwel im Maul dargestellt.
Andere Quellen stellen Inari als alten Mann mit Reissack dar, der von weißen Füchsen begleitet wird, die seine Boten sind.
Wie auch immer ist Inari u.a. der Patron der Reisbauern und da im Herbst die Ernte ansteht, möchte man sich gut mit ihm stellen. Da Füchsen Mäuse fressen und damit einen Ernteverlust durch hungrige Mäuse verhindern, wird daher der Fuchs auch verehrt. Das weiße Fell bekommt der Fuchs erst nachdem er 1000 Jahre alt geworden ist und zum Himmelsfuchs wird.
Der Schrein in Kyoto ist der Hauptschrein der Gottheit, die in ganz Japan verehrt wird, verständlich wenn das Hauptnahrungsmittel Reis ist.
Am Schrein haben wir ein Gebetstab mit dem Wunsch nach Gesundheit ausgefüllt, damit Marei schnell gesund wird. Einmal im Monat werden die Stäbe verbannt und die Wünsche schweben mit dem Rauch zu den Göttern, den Kami.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Berggipfeln durch die 1000 roten Tore.
Wir waren extra früh aufgestanden um den Menschenmassen zu entgehen, was gut klappte, da unser Hotel nur 20 Minuten vom Schrein entfernt ist.
Kurz nach dem Start kamen wir an eine Kreuzung wo die alte Wurzel einer Kiefer verehrt wurde die wie ein betender Menschen aussah. Hier konnte man darum bitten von Knie- und Rückenschmerzen verschont zu werden. Als Läufer und Ralder musste ich dort natürlich um Beistand bitten. Wieder an der Kreuzung waren wir etwas ratlos wo es weiter geht, als uns ein älterer Japaner in Wanderkleidung und Rucksack (vielleicht Inari selbst?) empfahl den rechten Weg zu nehmen der zum Bambuswald führte. Dem kamen wir nach, denn eigentlich hatten wir den Wald schon abgeschrieben weil wir glaubten er wäre zu weit weg.
Was ein Glück, denn der Wald war wunderschön und zugleich für uns sehr ungewöhnlich weil der Bambus Pfeilgerade nach oben wächst und die Sicht versperrt.
Auf den Pfaden waren noch kaum Menschen unterwegs, rote Tore gab es auch keine mehr und wir waren plötzlich auf einer kleinen Wanderung.
Etliche Spinnen in allen Größen und Schmetterling könnten wir sehen, Vögel sangen, was nach dem Großstadttreiben sehr erholsam war. Am Wegesrand kamen immer wieder kleine Friedhöfe, deren Grabsteine auch von Fuchsstatuen und kleine roten Toren gesäumt waren.
Nach insgesamt 1,5 Stunden waren wir auf dem Berggipfel angekommen, der Schrein war eigentlich ziemlich unspektakulär, der Weg an sich aber um so schöner. Nun begannen wir den Abstieg wieder mit mehr Menschen und den roten Toren.
Sehr regelmäßig kamen kleine Läden am Wegesrand wo man kleine Snacks, Getränke und Souvenirs kaufen konnte.
Auch kamen immer wieder kleine oder größere Schreine.
An einem Laden trank gerade eine Katze aus einem Eimer als die Besitzerin mit Futter raus kam, was eine weitere maunzende Katze anlockte die zwischen dem Bambus hervor kam. Um die Ladenecke begann schon der nächste Schrein samt dazugehörige Laden auf dessen Theke eine weitere Katze saß die Azuki, wie die Bohne, hieß. Auch auf dem überdachten Schrein lag eine schlafende Katze. Alle hatten sehr kurze Schwänze was uns wunderte und wohl an der Züchtung der japanischen Katzen liegt. Im alten Japan glaubte man, dass aus dem Schwanz einer Katze eine Giftschlange wachsen kann.
Ich muss wohl kaum erwähnen, dass die Katzen viel Aufmerksamkeit bekamen.
Wieder am Fuße des Berges angekommen waren wir froh so früh da gewesen zu sein denn nun waren wirklich überall Menschen. Touristen, Schülergruppen und Einheimische.

Martin 

Auf einen Blick

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Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichKulturellEntspannend
  • früh zum Schrein aufgebrochen
  • durch die 1000 roten Tore gewandert
  • Bambuswald
  • kleine Schreine und Katzen am Wegesrand
  • Blick auf den Inari-Schrein und den Berggipfel
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