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Beindrückende Eindrücke - Tokio's Schreine

Veröffentlicht: 27.03.2023

Wow, .... Ich meine.... Ouuffff. Ein Tag Tokio ist auf allen Ebenen zu wenig.

Meiji-Schrein

Ich hatte bereits geahnt, dass Japan etwas inne Magisches hat. Und das habe ich auch zu spüren bekommen. Zum Start des Tages sind wir in einen Park gefahren. Betreten haben wir diesen durch ein 7 m hohes Tor aus massivem Holz. Ein beeindrucker Eintritt. Wir sind hoch geschlendert und kamen dabei an einen Brunnen vorbei. Klar, Brunnen, nichts außergewöhnliches zu sehen, bitte weitergehen. Aber warum die Welt nur mit den Augen erfassen. Richtig, auch Erfassen durch Anfassen gehört dazu. Und dabei wurde mir erst so richtig klar:

"Ach, deshalb gibt's Härtegrade!"

Ja, Wasser kann weich sein. Und hier habe ich das weicheste Wasser überhaupt spüren dürfen. An einem Brunnen, den man einfach nur dadurch verpassen kann, indem man 5 Sekunden lang WhatsApp und Instagram checked. So schnell kann das Leben mit allen seinen schönen Erlebinssen vorbeiziehen. Und das nicht nur an deinen Augen, sondern an all deinen Sinnen.
Wie viel hast du verpasst, weil du nicht an frischen, blühenden Blumen gerochen hast? Weil du mal wieder nur das gleiche Schnitzel wie beim letzten Mal genommen hast? Den gleichen Weg wie jeden Tag gefahren oder gegangen bist? Mit den gleichen Menschen gesprochen hast, Tag ein und Tag aus.
Selbst jetzt tippe ich blind auf der Tastatur (VHS Kurs for the win :D ), damit ich im Shinkansen sitzend die an uns vorbeirauschende Landschaft genießen und zwischendurch inne halten kann. Wenn auch nur für einen kurzen Moment. Nope, die Kirschblüten sind nicht nur in der Stadt. An uns ziehen hügelige und bewaldete Landschaften vorbei, gehalten in grün, gespränkelt mit rosanen Kirschblüten.

Aber ich schweife ab. Weiter geht's durc den Park, zum Schrein. Die Bäume und ihr saftiges Grün haben etwas Wohliges und Wohlwollendes. Wir betreten den Innenhof des Schreins. Ich spüre, dass dieser Ort etwas an sich hat. Nicht mit dem Kopf, sonder mit dem gesamten Körper. In der Tat, dieser Ort ist besonders. Nicht, weil es jemand anders oder mein Kopf sagen. Nein, es ist für mich spürbar.

Wir erfassen zu unserer linken unter der Überdachung etwas. Eine Prozession. Geleitet von einem Shinto-Priester. Es ist eine tradionelle Hochzeit, die durch den Schrein zieht. Wir bleiben stehen, genießen und würdigen dies zugleich.

Nach einer Weile zieht es uns zum Schrein selbst. Auf der rechten Seite sehen wir einen massiven, uralten Baum. Es braucht locker 3 Menschen, um diesen zu umfassen. Danach gehen wir in den Schrein, erbieten diesem Ort unsere Ehre.

Als wir diesen Ort verlassen, bildet sich schnell eine kleine Truppe, die einen weiteren Schrein besuchen will. Ich schließe mich an. Und spüre nach dem Übertreten der Schwelle zur Außenwelt, dass dieses magische Gefühl verschwimmt.

Asakusa-Schrein

Nun ja, was soll ich großartig dazu schreiben. Im Vergleich zum ersten Schrein stinkt der Asakusa-Schrein ab. Ist nichts Persönliches. ;) Auf dem Weg zum Schrein schlängeln wir uns durch die Menschenmassen, die sich zwischen den Händlern durchschieben.
Ich vermisse hier diesen Zauber der Andacht und Verbundenheit. Da kann man rütteln und schütteln bis die Pflaumen fallen, der Mensch ist nun mal ein Tier der Natur und seiner Natur nach ein Tier. Wenn du dich verbinden willst, geh' in den Wald. Und die Bäume, die im ersten Schrein standen, waren alt und andächtig. Haben sich dort seit vielen Jahrzehnten behauptet. Das schafft einen Platz der Einkehr. Das steht im krassen Gegensatz zu dem schnelllebigen Gewese vor dem zweiten Schrein.

Du bist wie ein klarer See. Du kannst nur auf den Grund blicken, wenn du das Wasser zur Ruhe kommen lässt.

Und wer gönnt sich heutzutage genau das? Regelmäßig? In einem angemessenen Maß?

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