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Sandcolours - Rainbow Beach / 17. und 18.11.2018

Ja, gerade ist es ziemlich gut. Man darf hier mit Autos am Strand fahren!Street Art neben unserem Hostel

Heute morgen sind Linni, Marten und ich um 5 Uhr aufgestanden, um unseren Bus um 5:50 nach Rainbow Beach zu bekommen (Marten fährt aber bis Brisbane durch). Erster Haken war, dass kein Shuttle vom Hostel fuhr, wir also mit unseren schweren Taschen eine halbe Stunde laufen mussten. Außerdem war die Küche noch nicht offen, was wir vorher natürlich nicht wussten, also mussten wir unsere Essenstasche mit allen vorgeplanten Mahlzeiten (in Rainbow Beach soll alles teuer sein) zurücklassen, was uns erstmal ordentlich schlechte Laune gemacht hat. Wir klärten aber gleich mit Jule und Michi ab, dass sie uns die Sachen am nächsten Tag hinterherbringen würden, weil sie dann auch herkommen und wir sie dafür Mittags bekochen.

Endlich am Busstopp hatten wir noch einige Minuten und legten uns nochmal kurz auf die unbequemen Stahlbänke, die dort standen. Danach ging es in den Bus und die 2 Stündige Fahrt war schnell hinter sich gebracht.

Angekommen, wurde uns erstmal kurz das riesige Gelände des Fraser Hostels in Rainbow Beach gezeigt, was eigentlich 2 Hostels in einem waren, denn das Dingos Hostel war ebenfalls auf dem Gelände und man benutzte die selben Küchen, Chillräume und es gab eine Rezeption für beide. Wir mussten aber erstmal bis 12:30 warten um einzuchecken, weil das irgendwie erst ab dieser Uhrzeit geht. Also kuschelten wir uns auf eins der bequemen Sofas im Aufenthaltsraum und ich zog mir erstmal den Weihnachtsfilm Prinzessinentausch auf Netflix rein (Richtig schöner Film!!!), allerdings erst nachdem wir hungrig wurden und bemerkten, dass wir ja kein Essen hatten.

Ich zog also zum nächsten Supermarkt los, ging hinein, schaute auf die Toastpreise, und ging schnurstracks wieder raus. Dann bemerkte ich allerdings, dass das hier in der Gegend der einzige Supermarkt war, straffte also die Schultern und lief erneut durch die offene Tür. Die Lady an der Kasse guckte mir komisch hinterher.

Ich suchte also das billigste Toast, die billigsten Nudeln, Soße und Aufstrich und kaufte für 17 Dollar ein, was normalerweise ein 7 Dollar Einkauf gewesen wäre. Es tat schon etwas weh, aber wenigstens würden wir nicht verhungern.

Nachdem wir dann in unser Zimmer konnten - ein ziemlich großes 6 Bett Zimmer, in dem schon ein Holländer namens Dustin und eine Italienerin dessen Name ich vergessen habe saßen, die auch gerade angekommen waren. Beide konnten auch Deutsch verstehen, trotzdem quatschten wir auf Englisch und die beiden waren sehr cool und nett. Die Betten waren allerdings nicht so cool, die Matratzen waren nämlich mit einer dicken harten Plastikschicht umzogen, die bei jeder Bewegung knarzte. Aber darum würden wir uns ja erst heute abend kümmern müssen.

Jetzt ging es erstmal zum 5 Minuten entfernten Strand von Rainbow Beach, zum Meer runter gab es eine total tolle bunt angemalte Treppe mit den Worten 'How good is living' auf den untersten Stufen. Und zu leben war gerade echt ziemlich cool. Dort mussten wir natürlich ein paar Fotos machen und danach liefen wir etwas am Wasser entlang und beobachteten die vorbeifahrenden Autos, denn hier durfte man auf dem Strand autofahren. 

Es gibt eine ganz schöne Legende, weshalb der Ort hier nach einem Regenbogen benannt ist. Es soll früher ein schönes Mädchen namens Murrawar gegeben haben, das sich in den Regenbogen verliebte, der immer auftauchte, wenn sie in die Hände klatschte und ihr dann beim Singen zuhörte. Eines Tages wurde Murrawar allerdings von dem bösen Mann Burwilla entführt, der sie zu einer Sklavin machte und einen tödlichen Boomerang besaß, der größer als jeder Baum war. Murrawar versuchte irgendwann zu entkommen und der böse Boomerand jagte sie die Sanddünen des Strandes hinunter, bis sie nicht mehr konnte. Der Regenbogen erschien, um sie zu retten und krachte mit dem Boomerang zusammen, was diesen tötete und den Regenbogen in den Sand zerspringen ließ. Deswegen gibt es heute auch so viele verschiedene Sandfarben am Strand. 

Es war richtig entspannt, in den kleinen Wellen zu spazieren und die bunten Felsen und Dünen in der Ferne zu betrachten. Wir gingen aber bald wieder zurück, weil wir noch ziemlich müde waren, und es fing dann plötzlich mega doll an, zu regnen. Wir kochten uns bei Donner und Blitz unsere Nudeln und danach begann der Wettlauf mit den fetten Regentropfen, die schon einige tiefe Seen auf dem Gelände gebildet hatten, denn der Weg zu unseren Zimmern zurück war etwas länger. Es war aber auch richtig lustig, sich immer neue Unterschlüpfe zu suchen, um dann weiter nass zu werden. Am Ende gingen wir dann relativ früh in den nicht so ganz bequemen Betten schlafen.

Heute wachten wir um 7 Uhr auf, um uns die Pancakes, die als Frühstück angeboten werden (allerdings nur zwischen 7 und 7:30) zu sichern. Danach wollten wir eigentlich gleich zum Strand aufbrechen, waren aber noch völlig fertig und legten uns dann nochmal in unsere Betten.

Um die Mittagszeit herum zogen wir dann endlich los, chillten uns dort auf unsere Handtücher zwischen ein paar Felsen und beschlossen, zu versuchen, unsere Bräuneränder wegzubekommen - was mit einem Sonnenbrand auf dem Bauch endete. Mission nicht so ganz completed.

Nach einiger Zeit sahen wir in der Ferne jedoch ein paar Regenwolken kommen, die schnell zu uns geweht wurden. Wir entschieden uns also, wieder zurück zu gehen und hatten plötzlich Regentropfen im Rücken und vor uns Sonnenschein. Wir wunderten uns, warum kein Regenbogen zu sehen war. Der müsste hier doch am liebsten herkommen.

Anschließend, als der Regen dann wieder kurz aufgehört hatte, holten wir Jule und Michi an der Bushaltestelle vor unserem Hostel ab und nahmen besonders glücklich unsere Essenstasche entgegen. Wir verabredeten uns in der Küche, um dann gemeinsam Pancakes zu machen. 

Die wurden richtig lecker und wir saßen noch lange am Esstisch und redeten über alles mögliche, während es wieder anfing zu schütten. Da platzte dann endgültig unser Plan, heute Nachmittag mit auf den Sunsetwalk zu gehen, der von unserem Hostel täglich inklusive Sandboarding auf den Dünen angeboten wird, was ziemlich schade war. 

Wir machten uns aber später trotzdem einen netten Abend, kochten uns gebratene Karotten - die wir in letzter Zeit öfter machten, weil Linni so drauf steht - mit Spiegelei und chillten uns mit den beiden Mädels noch ziemlich lange auf eins der Sofas im Aufenthaltsraum und redeten über unsere Weihnachtspläne.

Später packten wir noch unseren Rucksack für den Fraser Island Trip, der morgen anfängt. Darauf freuen wir uns mega, weil uns hier schon sehr viele glückliche Leute davon berichtet hatten.


Song of the day(s): Somewhere over the Rainbow von Israel Kamakawiwoʻole, weil das zu dem Stadtnamen hier passt und mich auch an meine Omi erinnert und ich ein Essenspaket von ihr brauche.

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