Verschnaufen in Gävle
Wir machen ein paar ruhige Tage vor meinem Geburtstag


Veröffentlicht: 23.06.2026




















13.06 (Museum Mannamine bei Nordingrå)
Wir stehen noch am Parkplatz des Freizeit Gebietes und entdecken spontan, dass dieses auch einen Kletterpark hat. Ich bin hin und hergerissen zwischen dem Klettern in den Bäumen und meinem ursprünglichen Plan weiter zu fahren und bei einem kuriosen Museum (?) anzuhalten. Während ich grübel, dekoriert Henry den Van und macht Frühstück. Die Entscheidung wird uns abgenommen, weil der nächste freie Slot im Kletterpark erst in 2 Stunden wäre. Dafür bin ich zu ungeduldig und möchte lieber weiter Richtung Norden fahren. Also geht es über die Högakusten Brücke weiter. Wir trinken am Aussichtspunkt noch den ersten Kaffee des Tages und genießen die Weite. Ich hadere noch etwas mit meiner Entscheidung. Irgendwie ist es als Erwachsener schwieriger Geburtstage besonders zu feiern, weil man die Planung selbst in der Hand hat.
Nach den Aussichtspunkt übernehme ich das Steuer, im meinen Kopf auszuschalten. Maps führt uns über eine lange Schotterstraße quasi durch Bullerbü. Einzelne kleine bunte Häuser stehen auf noch bunteren weiten Wiesen voller Wildblumen. Da macht es gar nichts, dass wir nur etwa 30kmh fahren können. Irgendwo im Nirgendwo erscheinen schließlich die Häuser des Museums und wir stürzen uns rein.
Das Konzept des Museums verstehe ich auch nach dem Besuch nicht. Es sind einfach extrem viele alte und weniger alte Raritäten auf einem Fleck gesammelt und halbwegs thematisch passend zusammen ausgestellt. Es gibt wenig zusätzliche Informationen, aber wir unterhalten uns gegenseitig fantastisch, indem wir uns die einzelnen Exponate zeigen und alberne Fotos machen.
Die folgenden Themen werden abgedeckt:
Wir kaufen uns zur Feier des Tages je ein schwedisches Eis. Das Ziel ist es etwas zu wählen, das es Zuhause so nicht gibt. Ich nehme ein Pipi Langstrumpf Eis, das geschmacklich stark an Kaktuseis erinnert, und Henry wählt ein großes mit Schokolade überzogenes Softeis. Zum Abschluss wollen wir noch die Kaffeerösterei besuchen, aber die hat, genau wie das hauseigene Hotel, geschlossen. Insgesamt habe ich den Eindruck dass es finanziell nicht so gut läuft... Umso mehr freue ich mich dass wir diese absurde Attraktion noch mitnehmen konnten.
Anschließend schauen wir noch beim örtlichen Supermarkt vorbei, damit ich mir nochmal ein kleines Festmahl kochen lassen kann - Halloumi Burger :)
Zum Glück ist Halloumi hier anscheinend sehr beliebt und daher günstig. Es gibt sogar eine eigene Version, 'Norrloumi', die auch gut schmeckt. Als Geburtstagskuchen nehmen wir den Klischee zuliebe Zimt Schnecken.
Wir finden auf Anhieb einen tollen Stellplatz mit Panoramablick über den örtlichen See. Zum Abschluss des Tages wird uns noch ein atemberaubender Sonnenuntergang geschenkt, der nicht enden möchte. Ich denke die Lehre aus dem Tag ist, dass man sich nicht schon morgens stressen sollte, ob ein Tag perfekt wird. In den Kleinigkeiten steckt so viel Freude und nicht alles muss an einem Tag passieren :)
