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Himmlische Burgmomente bei Ulf, Jesus und den Ziegen

Veröffentlicht: 09.02.2026

Während ich heute gemütlich im Sessel den Sonntag Vormittag genieße, spüre ich gewisses Gewusel außerhalb meines Königreichs.

Aha, ich vermute, wir starten bald zu einer Nebel Expedition.

Nun ja, i am not amused. Aber für Abenteuer verlasse ich natürlich meine Burg.

Daß ich Gedanken lesen kann ist ja sowieso klar, aber daß ich mich in Kürze auf einer wahren Burg wiederfinde, hätte ich jetzt nicht erträumt.

Also vielmehr auf den Überresten dieser Burg.

Irgendwas mit Niesen haben sie gesagt. Oder war es Niesten? Egal.

Der Weg dorthin ist einfach zu schön und aufregend, um sich mit Details zu befassen.

Frau Kati sagt immer, genau daran scheitert man so oft im Leben. Wenn man nicht auf die Details achtet. Finde ich grundsätzlich toll, aber nur wenn es geruchstechnisch wichtige Details sind.

Der Pfad durch den Nebel hindurch, inmitten pappiger Schneefelder und vielen jungen Buchen, die wohl auch Abenteuer suchen, führt uns langsam den Hügel hinauf.

Oha, wir werden doch tatsächlich gründlich gebrieft.

Von Helmi.

Helmi ist klein, grau und kalt. Der Arme, steht hier nur rum und macht Einlasskontrolle für nen Appel und ein moosiges Plätzchen.

Naja, wir lächeln höflich und ich gehe selbstverständlich bei Fuß ohne mit der Nase zu zucken.

Helmi fränkelt uns etwas der Art wie ..bassd scho.. zu und wir erreichen alsbald den Gipfel.

Nein, zunächst erreichen wir Ulf.

Was für einen Zinken er im Gesicht trägt.

Ich frage mich wie viel mehr man damit wohl riechen kann und ob das wohl Ulf so gefällt?

Schließlich wacht er seit Anbeginn über Berg und Tal, über alles Sichtbare und auch das Unsichtbare.

Sichtbar, und im Sommer bestimmt auch riechbar sind jedenfalls die vielen Ziegen, vor denen wir hier ausdrücklich gewarnt werden.

Warum eigentlich? Eher müsste die Ziegen wohl jemand vor uns warnen. Naja, vielleicht haben alle etwas davon, und darum geht es doch im Wesentlichen, meint Frau Kati ganz beseelt.

Sogar Jesus hat eine eigene Tür zum ewigen Reich, wo Ziegen wohl bei ihm im Paradies wohnen.

Zu Gesicht bekommen wir sie heute nicht, aber sie haben uns kleine Aufmerksamkeiten hinterlassen.

Diese verstecken sich, wie sich später herausstellt, perfekt getarnt im Profil von Frau Katis Wanderstiefeln.

Sie wollen wohl das gelobte Land verlassen und ein neues Leben unten am Bach beginnen.

Die Burg ist menschenleer, kein Wunder, sonntags mittags bei Wind und Wetter.

Doch Jesus hat eine Belohnung für die, die sich nicht beirren lassen und voller Glauben an das Gute, Wahre und Schöne ihren Weg bestreiten.

Manche davon sind allerdings Sackgassen.

Frau Kati meint aber, daß genau diese uns einen einzigartigen Ausblick verschaffen, und die Rückkehr auf den rechten Pfad mit einem Wunder der Selbsterkenntnis belohnen.

Unser Wunder erscheint auch pünktlich.

Der Himmel spaltet sich und die beiden Burgfriede präsentieren ein Stück vom blauen Himmel, eine entspannte und erstaunlich warme Liegepause für die Zweibeiner, sowie ein interessantes Mauseloch für mich.

Selbstverständlich ohne Bewohner.

Die sind hier oben ja schon vor hunderten Jahren ausgestorben.

Mein Fazit für die Burgruine Niesten Runde wäre fast volle Punktzahl.

Ein wenig habe ich den Frühling schon vermisst, denn ein Bad im unten fröhlich gurgelnden Bach gehört einfach zu einem perfekten Abenteuer.

Wenn man nichts erwartet, offen und neugierig bleibt, meinte Ulf übrigens als er uns zum Abschied nicht mehr ganz so grummelig zu nickte, dann findet sich in jedem einfachen Moment die Schönheit des Augenblicks.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Wimpernschlag, Eure Gretl. 





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