Von Engeln oder wie man zum eigenen Licht gelangt
Ich spüre in dem Moment als der erste Regentropfen meinen Pelz trifft: Heute wird definitiv nicht mein LieblingsEntdeckerWetter. Wir aus dem Süden mögen es gerne warm und...

Veröffentlicht: 05.02.2026
Soso... irgendwie kann ich es nicht glauben.
So lange nichts gehört von mir! Dabei waren Frau Kati und ich nicht wirklich weit weg, nur eben woanders.
Aber jetzt juckt es mich schon ein wenig unter meinem schwarzen Fellkleid.
Mal sehen ob ich die heutige Abenteuer Runde nacherzählen kann.
Es ist ja nicht so, daß wir nicht jedes Mal draußen in der Natur Erstaunliches entdecken. Heute aber haben wir Fred kennengelernt.
Unsere Runde am Bach ließ mich zunächst erstarren.
Wer ist das denn und was will er?
Frau Kati nickt freundlich dem jungen Mann zu, doch er rümpft die Nase und schnaubt verächtlich.
Könnte ja jeder kommen meint er und überhaupt, er hat Angst um seine Frisur, denn wenn Sonne und Wind seinen Standort erreichen... Prost Mahlzeit!
Wir hätten ja gut lachen ... könnten ja jederzeit weg. Er nicht.
Das macht Frau Kati fast ein wenig ehrfürchtig.
Wie Recht er doch hat. Wir können einfach gehen wenn es uns nicht gut tut. Egal was es ist, wir sind handlungsfähig. Und dafür sollte man schon dankbar sein meint Frau Kati. Sie macht Fred noch ein Kompliment und ich hinterlasse eine kleine gelbe Farbkorrektur an Freds Seite.
Wir folgen dem Gurgeln des Baches und ich genehmige mir ein Schluck in Ehren.
Doch da, da stehen sie plötzlich und beobachten uns. Ist es ein Mob?
Sie stinken ein wenig finde ich. Darf man das noch höflich sagen? Fragen über Fragen.
Noch bevor ich überlege fressen oder gefressen werden, beruhigt Frau Kati mich, die Rosenkohl People tun nix.
Die haben es auch nichts leicht. Den ganzen Winter draußen ausharren... Kinder sind auch noch dabei! Und dann der sichere Tod.
Betreten ziehen wir weiter. Diesmal rümpfen wir die Nase.
Endlich ist die Brücke erreicht. Nach meiner Ausgrabung eines längeren tödlichen Delikts und dessen Verkostung, psst, Frau Kati nix verraten, steht die plötzlich ganz elektrisiert vor dem Wasser und starrt das Spiegelbild an.
Nicht unseres, nein, das des mächtigen Baumgesellen.
Es fehlt gefühlt eine Handbreit und dann könnte das Unmögliche möglich werden. Alarm! Elektrizität und Wasser! Ob das gutgeht?
Nicht das der Biber dabei gegrillt wird. Man müsste ihn warnen. Aber obwohl .. rette sich wer kann! Ich jedenfalls krabble wieder Richtung Ufer.
Wir gehen in Deckung und warten noch etwas. Sehr zu meinem Leidwesen, denn ganz in der Nähe duftet es nach Hasenfuß.
Es passiert - nix. Gut, das hätten wir. Und nun bitte unverzüglich Richtung Langohr Duft.
Verzückt findet Frau Kati noch ein Eis -Herz in klein und gestaltet dann vor lauter Freude noch ein Schnee- Herz in groß. Ich könnte mich ja ein wenig ausruhen. Pah! Lachhaft oder?
Natürlich ist die Duftspur bis dahin verdampft, dafür darf ich aber im Baumwurz ein Stück Huhn vom Mittagessen suchen.
Das finde ich in nullkommanix, und dann auch tatsächlich noch einen Bonus. Den Hasen. Da sitzt er doch tatsächlich und versteckt sich. Muß wohl schon sehr lange dort ausharrt haben. Er ist schon steifgefroren und riechen tut er definitiv auch nach Nichts.
Frau Kati lacht überrascht, denn mit einer solchen Skulptur hat auch sie nicht gerechnet.
Welche lustige Seele wohl diesem Hasen ein neues Heim beschert hat?
Wir bahnen uns jedenfalls unseren Weg zurück durch den Schnee und lassen den Spaziergang dann noch bei einem gepflegten Nickerchen auf dem Sofa ausklingen.
Bis bald, und grüßt Fred falls Ihr ihm begegnet.
