Ostern, oder wie uns Auferstehung persönlich geschenkt wurde
Von wegen Eiersuche und Osterhase in Sicht. Meine Hoffnung wird hier leider nicht erfüllt. Das ersehnte persönliche Ostergeschenk in Form eines Hasens läuft scheinbar woanders. En

Veröffentlicht: 20.04.2026














"Kirschblüten Weg .. da müsster unbedingt ma hie!"
ham se gesacht.
DAS ultimative Erlebnis für alle Liebhaber blühender Pracht ganz in weiß.
A jeder Franke wor do scho.
Soso.
Es ist soweit. Wir kommen Pretzfeld! Allerdings in ungewohnter Formation. Doch dazu später.
Frau Katis Plan geht auf. Zumindest am Anfang. Bei schönem Wetter kann ja jeder. Deshalb stört der schöne windige regenreiche Start stets nah am Wasser nicht die Bohne.
Und wahrlich, die erste Etappe gehört den Mutigen.
Wir passieren fränkische Kultkirsch-Bäume, chinesische Synchronalleen mit identischem Schnitt. Und auch die Einzelgänger. Mal hier mal da am Wegesrand winken sie und zwinkern uns zu.
Genießen ihr Alleinstellungsmerkmal. Verständlich.
Was anfangs als Geheimtipp begann, entwickelt sich scheinbar zum high end Event für Kirschige Selfie Jäger. Laut Internet jedenfalls.
Doch zunächst Butter bei die Fische.
Free Willy. Der Fisch, der aus dem Buche kam.
Fleht er uns nicht hoffnungsvoll aus dem hiesigen Bücherschrank an?
"Nehmt mich mit! Ich kann zaubern!"
Da lässt sich Frau Kati nicht zweimal bitten. Neugierig steckt sie Willy in den Rucksack, ganz beseelt vom rauschenden Bächlein nebenan.
Die Frage die heute noch öfter beschäftigen wird: Lohnt sich Herdentrieb eigentlich oder doch lieber der eigenen Nase nach?
Man entdeckt einige mutige Kirschblüten Fanatiker, die sich allmählich zusammen rotten und Kurs aufnehmen.
Wenn schon Kirschen, mit wem eigentlich?
Frau Kati hat Glück. Großes sogar.
Zwei weltbeste Wanderbuddys begleiten sie heute. Mit denen ist wahrlich gut Kirschen Essen.
Wenn Herde, dann bitte die Stimmige.
Frau Kati hat sie jedenfalls gefunden. Für hier und heute definitiv.
Willy seufzt verzückt im Rucksack als er Freunde von ihm vorstellt. Sie leben unweit der Kirschenfamilien im sanften Lavendel Feld unweit der legendären Pretzfelder Keller.
Man legt eine Gedenkminute ein für alle Freunde des Wassers. Und wird prompt beschenkt.
Ein blauer Krater reißt den grauen Himmel auf und von weitem hört man den fröhlichen Klang der kleinen Kapelle droben am Berch.
"Tretet ein, Gott zum Gruße! Mein Platz ist klein, ich bin rein!
Herden müssen draußen warten, hier im Kirschen Gottes Garten!
Verlierst nicht euren wahren Blick, nur für einen schnellen Insta Klick!"
Welch Worte. Eins erstaunt einen hier immer wieder. Jeder ist hier Up to Date mit dem Zeitgeist.
Ich verrate Euch, ich bin heute nur virtuell dabei. Ich habe entschieden. Das ganze Herdengedöns, das brauche ich definitiv nicht.
Noch nie.
Zum Glück lassen mich alle so wie ich bin. Niemand muss immer mit. Ich darf entscheiden. Mit Frau Kati und meiner Familie ist echt gut Kirschen Essen jenseits aller Zeiten und Räume.
Während man in Menschen Kreisen nun die Tempelanlagen des Buchenblätterorden bestaunen darf, der eigens am Wegesrand Ruhepole für die ermüdeten rastlosen Kirschenfreunde aller Welt eingerichtet hat, zieht eine knorrige Tür einen förmlich in den kalten Schatten ihrer Gemäuer.
Hui hui Hui.. ein Folterkeller?
Man beschließt ein kleines Lied anzustimmen. Ein Kontrast zum grauen kalten dunklen Loch.
Manch einer wird von diesem magisch angezogen, doch Frau Katis Herde beschließt heute heiter: Diese Tür ist nicht unsere. Man darf auch einfach vorbei gehen. Nicht jeder Abgrund muß durchleuchtet werden.
Und während zart ein Kirschblüten und Tulpenduft durch die Nasen tanzt, entdecken alle, die den wahren Blick nicht verloren haben, die Vielfalt der Farben hier und heute.
Einfach Laufen und Staunen. Ganz nach meinem Motto.
Die Vielfalt der herrlichen Kuchen am Rande des Kirschblütenmeeres ist ein gelungenes Ende einer wunderbaren Menschen Freunde Runde ohne mich. Dafür mit Herdentrieb. Dem Richtigen.
Bis zum nächsten Abenteuer,
Eure Gretl!