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Lasset die Festspiele beginnen - oder haben wir etwa einen fundamentalen Stein übersehen?

Veröffentlicht: 11.03.2026

Spaziergang
Bayreuth → Wald bei Bayreuth
Bayreuth, Deutschland

Da braut sich was zusammen. In weiter Ferne ein Krachen und Gedöns.

Ich spitze meine Nase weit vor.

Gegenwind.

Ich sage es mal so, vor den Toren der goldenen Stadt - Wagnerianer werden heute auf ihre Kosten kommen - weht ein rauhes Lüftchen. 

Wo man das leise Ertönen der Fanfaren bereits erahnt. Wo Lohengrin nicht weit entfernt.

Da naht der Hügel und mit ihm auch der Sieg. Erfolg, Fundament erbaut, Festspiele ahoi!

Nun ja, es sollte anders kommen.

Wir passieren zunächst ein dezent plaziertes Warnschild.

Der Winter, die Eiszeit könne schließlich jederzeit wieder kommen, warnt man uns aus dem Gebüsch.

Und siehe da, der Weg forderte auch einige Opfer.

Eines davon ruht als Mahnmal rippig und kahl am Rande der Finsternis.

Wer losgeht wird auch so manchem Schreck trotzen müssen.

"Buh!"

Der Wildkopf aus dem Schattenreich sucht gezielt nach Nahrung. Ich knurre kurz und hinterlasse ihm ein Duftgeschenk das er so schnell nicht aus der Nase bekommen wird.

Shit happens. Jawoll.

Der Main der Main,  lässt nichts ungespiegelt sein!

Siehst Du in seine dunkle Tiefe hinein, könnte darin auch Dein Verborgenes sein.

Nimm an was Dir entgegen scheint, das Wasser es meist im Guten meint.

So, das war jetzt mein poetischer Beitrag hier, bevor ich mich der Spurensuche widme. Natürlich ohne zu fragen.

Mein Schattenreich will schließlich auch entdeckt werden.

Wie könnte es auch anders sein, alsbald finden wir uns vor den Toren Bayreuth Citys wieder.

Natürlich wird hier traditionell erstmal ein frisches kühles Kultgetränk gereicht. Davon hat die Stadt wahrlich einen Überfluss.

Wir lehnen dankend ab, schließlich haben wir Quellwasser im Bauch und Anderes vor.

Doch kurz vor dem Ziel. Stopp. Ein Horn erklingt, eine Stimme singt.

"Hört, rastet, noch ist nicht Ernte Zeit. Ewiges Leben dem, was noch wächst. Schutz und Geborgenheit, Ruhe und Zeit."

Der kleine Wagners Mann im kahlen Laub dirigiert und inspiriert. Etwas unscheinbar noch, doch Geduld und Zeit, das Orchester ist nicht mehr weit.

Wir kehren um und Frau Kati fragt sich nun: "Haben wir etwa einen Stein übersehen? Ein Fundament mit Lücke? Waren wir zu schnell?"

Die Elfen am Waldesrand flüstern uns sanft mit dem Wind.

"Seht, macht es wie Er! Das meditierende Kind!"

Buddha würde sich im Grabe umdrehen, sieht aber völlig authentisch aus. 

Seine göttliche Ruhe.

Nehmen wir.

Mit diesem Schatz im Sinn steht er plötzlich vor uns.

Der fehlende Stein.

Dankend bewundern wir sein goldgelbes Hemd und Frau Kati verspricht, die Ruhe von diesem grünen Hügel ins Fundament zu weben.

Ich finde inzwischen mein Traumhaus mit Mäusewiese all in.

Goldene Ernte, für mich definitiv heute schon am Horizont erschienen.

Bis zum nächsten Abenteuer,

Eure Gretl!

Auf einen Blick

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Wetter
Winter
Begleitung
Zu zweit (2)
Abseits der PfadeKulturellEntspannend
  • Spaziergang durch winterlichen Wald
  • Blick auf Bayreuth
  • Fund eines fehlenden Steins am Wegesrand
NaturStadtKultur
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