Go East - Mit dem Fahrrad zu Ev. Gemeinden in Osteuropa
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40. Tag - 17. August: Große Herausforderung in Plave Vozokany

Veröffentlicht: 18.08.2022

Nach der herzlichen Verabschiedung aus Hontianske Vrbica hatte ich heute nur eine kurze Strecke von 35 km zu fahren. Fast imme verlief die Straße auf Ebene Strecke. Jedoch vor meinem Tagesziel, die beschauliche Landgemeinde Plave Vozokany, war allerdings bei 35 Grad noch ein Berg mit steilem Anstieg zu überwinden. Etwas außer Puste und verschwitzt fand ich schnell die von weitem sichtbare Ev. Kirche sowie das kleine Pfarrhaus und wurde sehr freundlich von Pastorin Michaela begrüsst, die mit ihren zwei Kinden in diesem ruhigen Ort lebt, wirkt und arbeitet. Weil sie sehr gut Deutsch konnte, war die Kommunikation recht einfach. Ich erfuhr, dass sie für 3 Dörfer mit zusammen rund 330 Mitgliedern verantwortlich ist, aber erst seit 2,5 Jahren vor Ort ist. Die Coronazeit war - wie für alle Kirchengemeinden - eine beschwerliche Zeit, aber besonders für Sie, weil sie erst einige Monate da war, als die Pandemie ausbrauch.

Lange haben wir uns über die Evangelische Arbeit auf dem Lande unterhalten und gewisse Parallelen in den Gewohnheiten der Gemeindeglieder festgestellt. z.B. die Gewohnheit nur in der eigenen Kirche den Gottesdienst zu besuchen und nicht in der Nachbargemeinde oder das bei Bibelabenden wenig miteinander gesprochen wird. Zu dem Gottesdienst in ihren Ort kommen zwischen 20-25 Besucher, die Mehrzahl Ältere. Kinder kann sie fast an einer Hand abzählen.  Die Gottesdienste in einem anderen Dorf, wofür sie zuständig ist, stellt eine große Herausforderung dar. Dort - den Namen des Ortes habe ich leider vergessen -  leben überwiegend ungarisch sprechende Menschen. Deshalb  wird von ihr erwartet, den Gottesdienst in Ungarisch zu halten. Auch in ihrem Wirkungsbereich ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht einfach, weil es so wenige gibt. Aber sie hat eine Jugendliche, die meistens den Kindergottesdienst am Sonntag gestaltet. Einen Schwerpunkt setzt sie in die Hausbesuche bei den Gemeindemitgliedern, um über die Alltagssorgen der Menschen Bescheid zu wissen und mit ihnen zu beten. Trotz der mühsamen Umstände möchte sie dort bleiben und setzt sich für ihre Gemeinden ein.

Nach dem langen Gespräch haben wir uns noch die schlichte Dorfkirche und den ebenso einfachen Gemeinderaum angeschaut. Die äußeren Möglichkeiten sind recht bescheiden, so dass sie einige Gruppen, die zahlenmäßig recht überschaubar sind, in ihrem privaten Wohnzimmer durchführt. So ergaben sich heute nur wenige Fotogelegenheiten. Insgesamt stellte ich einige Parallelen zu unseren kirchlichen Gemeindeleben auf dem Lande fest. 

Nach dem leckeren Abendessen zeigte ich auch Bilder aus meiner Arbeit und wir unterhielten uns noch über manche theologische Themen und sie zeigte ihr erstes selbst geschriebenes Buch zu einer Schrift von Martin Luther. Dann wollte ich am Abend noch an meinem Bloq schreiben, doch ich wurde recht schnell müde und schlief im Kinderzimmer ihrer Kinder schnell ein.

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