Go East - Mit dem Fahrrad zu Ev. Gemeinden in Osteuropa
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3. Tag 11. Juli Von Usti an der Elbe nach Roudnice an der Elbe

Nach dem mühsamen und kräftezerrenden Anstieg vom Vortag begann der 3. Tag mit einer rasanten Abfahrt hinunter nach Usti. Die hydraulischen Bremsen, taten was sie sollten. Auf halbem Wege konnte ich am Stadtrand beim OBI-Baumarkt eine Alurohr für meine gebrochene Zeltstange kaufen und gleich passend zurechtsägen. Danach radelte ich zur Ev. Kirche, wo ich schon einmal am Vortag war. Am Abend zuvor schrieb ich den Ev. Pfarrer der Hussistischen Kirche in Usti eine E-Mail und über SMS, ob am nächsten Tag um 10 oder 12 oder 14 Uhr eine Besichtigung der Kirche möglich wäre und war gespannt. Aber um 10 Uhr kam niemand, keine E-Mailantwort und auch auf die Telefonnummer im Aushang reagierte niemand. So radelte ich zum Zentrum und kaufte etwas für den Tag ein. 12 Uhr das gleiche, keine Antwort und fuhr wieder zu dem Cafe, wo ich freies Wlan hatte, um meinen Block zu schreiben und Nachrichten zu checken. Den 14 Uhr Termin probierte ich erst garnicht und machte mich auf dem Weg immer entlang der Elbe nach Roudnice, wo es eine aktive Ev. Gemeinde der Böhmischen Brüder geben soll. Beim Zwischenstopp in Litomerice erfuhr ich das es die ehemalige Ev. Kirche nicht mehr gibt und an die Freikirche der Baptisten übergegangen ist. Der Radweg selbst war schön gelegen und führte fast immer an der Elbe entlang. In Roudnice fuhr ich sogleich zur Ev. Kirche. Im Aushang stand wieder eine E-Mail. Auf Kanuzeltplatz schrieb ich sogleich über meinen Hotspot eine E-Mail, ob am nächsten Tag eine Besichtigung und ein Gespräch über das Gemeindeleben möglich wäre. Dann machte ich beim Anblick des alten Schlosses von Roudnice mein Abendessen. Beim Essen machte es auf einmal „Bim“ und mein GMX- Programm meldete mir: „Keine Zustellung der letzten E- Mail möglich“. Etwas enttäuscht über diesen Verlauf des Tages kroch ich im Dunkeln in mein Zelt. An Schlaf war aber nicht wirklich zu denken, weil vom nahen Bahnhof auf der anderen Elbe Seite im 15 Minuten Takt ein Güterzug rumpelte. Irgendwann schlief ich dann doch ein.

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