frischauf-und-hinfort

Gude. Wir sind Yasemin und Luca und Reisen mit einem Feuerwehrauto durch Europa. Schon krass. Mitte 2019 stürmten wir euphorische in die Reisebüros. Unser Traum: Weltreise 2020 für 1 Jahr. Anfang 2020 mussten die ursprünglichen Pläne mit großer Wehmut, aufgrund der Coronapandemie, nach und nach auf Eis gelegt werden. Da bis Ende Mai die Aussichten so schlecht waren, dass wir die Weltreise vollends canceln mussten. Es war vorerst ein frustrierender Gedanke, aufgrund der Pandemie, unseren Traum dem Schicksal zu überlassen. Da wir viel Investiert haben, um Ende 2020 den Freiraum und das benötigte Geld zusammen zu bekommen, war es für uns an der Zeit nach einer Alternative Ausschau zu halten. Nach vielen Überlegungen kam Luca auf die Idee, ein altes Feuerwehrauto zu kaufen, um diesen dann zu einem Campervan umzubauen. Neuer Plan: Europatour. Neben unseren Jobs waren wir über den Sommer mit sägen, bohren und schleifen beschäftigt um Beppo startklar für die nun geplante Europareise zu machen. Mit diesem Blog möchten wir unsere Familien und Freunde dazu einladen, uns auf unserer Reise durch Europa zu begleiten. In diesem Sinne Frischauf und hinfort!

Über Umwege nach Italien

Auf nach Italien!

So lautet die Devise am Freitag morgen. Wir wollen zum Abschluss endlich nochmal in die Sonne. Die Sachen werden schnell gepackt und gegen 10Uhr brechen wir dann auf in Markdorf.

Die Route.

Über Brengenz und Feldkirch in Österreich fahren wir weiter durch Lichtenstein und die Schweiz. 280km bis Lugano und etwas mehr als 300km bis zum Laggo Maggiore.

Die ersten 200km verlaufen einwandfrei. In Österreich wird kurz getankt (Tipp: Hier ist es immer am günstigsten). In der Schweiz erhoffen wir uns mit etwas Glück noch ein wenig vom Alpenpanorama zu sehen. Leider hängen die Wolken tief und das Wetter bleibt weiterhin sehr nasskalt und neblig. Da wir trotzdem gerne abseits der Autobahn fahren wollen, verschlägt es uns bei Thusis durch die Klamm von Beverin. 

Riesige Felswände türmen sich links und rechts auf und die Straße ist grade so breit, dass zwei PKW's an einander vorbeikommen. 

Kurz vor der Autobahnauffahrt passiert dann das was zu erwarten war. Ein ausgebauter Mercedes Bus kommt uns entgegen und keine 5 Sekunden später ertönt ein lauter Schlag von krachendem Plastik gefolgt von quietschenden Reifen.

Da wo eben noch der Seitenspiegel war, hängt nur noch ein Teil der Spiegelvorrichtung. 

Wir kommen mit dem Schrecken davon, müssen aber nun unseren Durchmarsch nach Italien unterbrechen. Da wir ohne Seitenspiegel unsere Reise nicht ohne Probleme fortsetzen können, müssen wir uns irgendetwas Einfallen lassen. Beppo ist ein Oldtimer und die Ersatzteile finden sich leider nicht an jeder Straßenecke. 

Nach einigen Telefonaten mit Autowerkstätten und Ersatzteilhändlern, verschlägt es uns zurück ins 30km nördliche Chur.

Beim Autoteile Wolf finden wir zwar nicht den passenden Spiegel, aber ein sehr hilfsbereite Familie. Der Besitzer erklärt uns, dass er noch einen alten Spiegel auf Lager hat. Ein Glasschneider würde er uns auch zur Verfügung stellen. Gesagt, getan. Kurzer Hand schneiden wir uns ein Stück aus dem alten Spiegel heraus und fixieren es an den Überbleibseln der alten Spiegelvorrichtung.

Mittlerweile ist es dunkel und generell ist uns die Lust am weiterfahren vergangnen. In der Nähe von Chur finden wir einen Parkplatz. Hier bleiben wir für die folgende Nacht.

Was für ein Tag!

Es ist Samstag der 10.10. Trotz des Schreckens gestern, haben wir unser Ziel nicht aus den Augen verloren. Wir brechen wieder früh auf und fahren nun (nur über die Autobahn) nach Italien. Das Wetter ist immer noch trist und kalt doch nachdem wir den San Bernardino Tunnel passieren lacht uns endlich wieder die Sonne entgegen.

Bei Lugano fahren wir von der Autobahn ab und passieren die Grenze über die Landstraße. Die Strecke bis nach Genua ist uns für den Tag noch etwas zu weit, weshalb wir uns vorerst am Laggo Maggiore orientieren. Über weitere Zwischenstopps treibt es uns nach Angera. Eine kleines Seestädtchen im südlichen Gebiet des Laggo Maggiore. Die Rocca di Angera (eine alte Burg) wird von uns noch bestiegen und bei Sonnenuntergang gibt's Aperol und Bier am Hafen. 

Wir sind froh endlich unserem Ziel näher gekommen zu sein. Der italiensich Fahrstil ist wie immer etwas gewöhnungsbedürftig, vorallem bei den engen Straßenverhältnissen. Da uns der Seitenspiegel aber schon fehlt, haben wir hier nichtsmehr zu verlieren haha.

Kleiner Spaß. Bis dahin!

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