frischauf-und-hinfort

Gude. Wir sind Yasemin und Luca und Reisen mit einem Feuerwehrauto durch Europa. Schon krass. Mitte 2019 stürmten wir euphorische in die Reisebüros. Unser Traum: Weltreise 2020 für 1 Jahr. Anfang 2020 mussten die ursprünglichen Pläne mit großer Wehmut, aufgrund der Coronapandemie, nach und nach auf Eis gelegt werden. Da bis Ende Mai die Aussichten so schlecht waren, dass wir die Weltreise vollends canceln mussten. Es war vorerst ein frustrierender Gedanke, aufgrund der Pandemie, unseren Traum dem Schicksal zu überlassen. Da wir viel Investiert haben, um Ende 2020 den Freiraum und das benötigte Geld zusammen zu bekommen, war es für uns an der Zeit nach einer Alternative Ausschau zu halten. Nach vielen Überlegungen kam Luca auf die Idee, ein altes Feuerwehrauto zu kaufen, um diesen dann zu einem Campervan umzubauen. Neuer Plan: Europatour. Neben unseren Jobs waren wir über den Sommer mit sägen, bohren und schleifen beschäftigt um Beppo startklar für die nun geplante Europareise zu machen. Mit diesem Blog möchten wir unsere Familien und Freunde dazu einladen, uns auf unserer Reise durch Europa zu begleiten. In diesem Sinne Frischauf und hinfort!

Eine Seefahrt die ist lustig...

25.09.2020. Wir werden am Morgen feucht geweckt. Die ganze Nacht hat es geregnet und am morgen gibt es keine Anzeichen, dass es aufhören soll. Beim Bettabbau merkt Yasemin, dass unser großer Vorhang, der Fahrerraum und Laderaum trennt, komplett durchnässt ist. 

Kurz darauf entdecken wir auch die Ursache. Von der Decke überm Beifahrer tropft es im Sekundentakt (zum Glück) auf den Vorhang herunter. 

Wir schrauben die Deckenverkleidung ab und sehen, dass es durch eine Dachdurchführung leckt. 

Zum Glück haben wir die Dichtmasse mitgenommen. Kurzer Hand wird die Leckage von innen und außen abgedichtet.

Wir breiten alle nassen Tücher aus und stellen die Heizung während der Fahrt auf Vollgas. Der trübe und nasse Tag lädt dazu ein das Hörspiel zu dem Herrn der Ringe anzufangen. 

Die Prognose für den Tag lautet nass und wolkig. Unser Ziel für den Tag ist bis nach Gedser zu fahren. Hier soll morgen die Fähre Richtung Rostock absetzen.

Nach kurzem Zwischenstop an einer Frischwasserstation und einem kurzen Besuch im auf der Strecke liegendem Nykøbing Falster erreichen wir gegen 17:00 Uhr unser Ziel.

Das Südkapp Norwegens ist geziert von kleinen Klippen. Treppen führen runter an einen steinigen Strand, wo sich viele Angler tummeln. Wir spazieren den Strand. Danach nehmen wir auf Beppo platz. Bei peitschendem Wind und kalter Luft zeigt sich vor unseren Augen ein wunderschöner Sonnenuntergang am Horizont.

Der Samstag kommt uns vor wie ein Sonntag. Die Fähre legt um 13:30 Uhr ab. Da wir nur 5 Fahrminuten vom Hafen entfernt geschlafen haben, drängt uns keine Zeit. 

In Gedser kaufen wir nochmal etwas zum Snacken ein und dann hauen wir uns nochmal für eine gute Stunde hin.

Um 13:00 Uhr gehts mit Beppo ans Gate. Um kurz vor halb werden alle Autos an Bord gelassen. Während der knappen zweistündigen Fahrt vertreiben wir uns die Zeit mit kurzen Spaziergängen über die einzelnen Decks und Karten spielen.

In Rostock angekommen werden wir von schlagartigem Regen begrüßt, weshalb wir uns nichtmehr viel für den Tag vornehmen. Im südlich gelegenen Dolgen am See finden wir ein Platz für die Nacht.

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