Woche 1- Iceland is calling­čç«­čçŞ

Also, hier sind wir, Franzi und Franzi aus dem Schwabenl├Ąndle in mitten der wundersch├Ânen Natur der isl├Ąndischen Westfjorde. Aber nochmal zur├╝ck zum Anfang.

Am Sonntag, den 31.01.2020 hat uns mein lieber Bruder Marc (Gr├╝├če gehen raus- du stinkst!) zu unserem 4-monatigen Auslandspraktikum an den Frankfurter Flughafen gefahren. Dass es sich um den Frankfurter Flughafen (3h Fahrzeit) handelt und nicht der Stuttgarter Flughafen (20min Fahrzeit) ist, hat er ├╝brigens erst einen Tag vorher erfahren und uns dennoch gefahren- Danke daf├╝r!

Am Flughafen angekommen, waren wir dann doch erstmals erstaunt dar├╝ber, wie viel los ist... Naja, von braun gebrannten Frauen in kurzen Kleidern, ├╝ber schreiende Kindern und bis hin zu wild diskutierenden Italienern war auf jeden Fall alles mit dabei. Sobald wir durch die Sicherheitskontrolle waren, haben wir im Duty-Free Shop unseren Alkoholvorrat aufgestockt- was f├╝r einen sehr irritierten Blick der Verk├Ąuferin gef├╝hrt hat, auf ein "Wir fliegen nach Island" gab es lediglich ein h├Âfliches L├Ącheln, wir glauben sie h├Ąlt uns f├╝r Alkoholiker.

In Wirklichkeit haben wir uns vorab ├╝ber unsere Wahldestination informiert und von den v├Âllig ├╝berteuerten Alkoholpreisen erfahren- f├╝r ein Ma├č Bier zahlt man hier umgerechnet ├╝ber 30 Euro, da hat unser Schwabenherz kurz ausgesetzt.

Die Zeit im Flugzeug ist wortw├Ârtlich wie im Flug vergangen- ein wundersch├Ânes Gef├╝hl mal wieder ├╝ber den Wolken zu sein!

Angekommen in Reykjavik gab┬┤s den ersten "Nasenbohrer", es gibt definitiv sch├Ânere Momente aber was muss muss! Das Testergebnis kam ├╝brigens ein paar Stunden sp├Ąter direkt ├╝ber die isl├Ąndische Corona App auf unser Smartphone.

Das erste Hindernis bestand darin die Vorfahrtsregeln der Kreisverkehre zu verinnerlichen- ein Gl├╝ck, dass es davon vom Flughafen bis zu unserer Unterkunft alle 500m einen gab^^ Wie die meisten Menschen auf der Welt sind wir es gewohnt, als Fahrer auf der ├Ąu├čeren Spur im Kreisverkehr Vorfahrt zu haben- es gibt keinen Grund auf die innere Spur zu achten. Nicht so in Island: Hier hat IMMER die innere Spur eines mehrspurigen Kreisverkehrs Vorfahrt. Aufgrund des "Fettn├Ąpfchen-F├╝hrer Island" -Buches von Mama Schmidke wussten wir bereits ├╝ber die Regel Bescheid und waren deshalb besonders aufmerksam, was uns h├Âchstwahrscheinlich vor einem Unfall bewahrt hat (das Buch kann ich den Tollpatschen unter uns ├╝brigens sehr ans Herz legen!).

Zu Reykjavik l├Ąsst sich von unserer Seite nur eins sagen- wir sehen uns wieder! Also zu dieser Stadt gibt es zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt mehr...

Die Fahrt in die Westfjorde erfolgte dann am Montag, den 01. Februar 2021. Unglaublich sch├Ân, vielseitig und aufregend! F├╝r die Fahrzeit von insgesamt ~6h haben wir ├╝ber 10h gebraucht, was vor allem an unseren regelm├Ą├čigen Foto-/Pinkelpausen lag, aber auch an der Tatsache, dass wir nachdem wir die Ringstra├če verlassen haben, auf verweisten/schneebedeckten Stra├čen unterwegs waren (wie die Einheimischen hier trotzdem mit 90km/h fahren k├Ânnen bleibt uns nach wie vor ein R├Ątsel). In Isafj├Ârdur angekommen sind wir m├╝de, aber unglaublich gl├╝cklich ins Bett gefallen.

Die darauf folgenden Tage waren das eher das Gegenteil von unserer Fahrt: Spazierg├Ąnge, eingew├Âhnen, kochen und in unsere Arbeitsstelle einlesen- Quarant├Ąne halt.

Am Freitag, den 06. Februar stand nun der 2. "Nasenbohrer" an, oder wie ich es genannt habe "Das Spiel mit dem Gaumen"- keine Ahnung was sich die Frau, die den Test durchgef├╝hrt hat, dabei dachte morgens um 9 Uhr statt einen normalen Rachenabstrich zu machen, mit dem St├Ąbchen an dem Gaumen rumzuwedeln. Im Endeffekt kann sie von Gl├╝ck reden, dass wir zuvor nichts gegessen haben^^┬á 9h sp├Ąter das Ergebnis- negativ! Quarant├Ąne Ende! Freiheit! Keine 10 Minuten sp├Ąter sa├čen wir in dem Restaurant gegen├╝ber unserer Wohnung mit Burgern, Pommes, Cola und Viking Bier (das Bier war ├╝brigens fast so teuer wie die Burger selbst, aber da es f├╝r uns ein besonderer Tag war haben wir uns das einfach geg├Ânnt). Als wir nach ereignisreichen Tag ins Bett wollten, haben wir durch Zufall Nordlichter durch unser Dachfenster erblickt- raus aus dem Schlafanzug, rein in die Winterjacke und ab an den Strand. Ein richtig sch├Ânes Erlebnis, was wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Nachdem wir unsere H├Ąnde nicht mehr gesp├╝rt haben sind wir schnell zur├╝ck ins Bett.

Am n├Ąchsten Tag sind wir "kurz" zum Skigebiet gelaufen, der Weg hat sich ziemlich gezogen aber nach gut 2h kamen wir dann doch an und wurden mit einer super sch├Ânen Aussicht und sonnigem Wetter belohnt. Durch die Musik aus Lautsprechern und die vielen Menschen kamen kurz "Apress Ski" Gef├╝hle hoch. Als dann auch noch ein Isl├Ąnder auf eine hei├če Schockolade mit Schuss eingeladen hat, konnten wir beide nicht mehr aufh├Âren zu grinsen. Ein wunderbarer Moment! Was sich allerdings immer h├Ąufiger als Herausforderung herausstellt, ist zu erkl├Ąren was wir hier machen. Wenn wir sagen dass wir an der Universit├Ąt hier sind denken die meisten wir sind Studenten (was ja auch stimmt- zumindest in Deutschland): "Ja wir sind Studenten, aber wir studieren dual und arbeiten hier als Praktikanten, also hier arbeiten wir obwohl wir studieren."

Zum Abschluss unserer ersten Woche haben wir spontan noch eine Schneewanderung gemacht zusammen mit Katja (einer Deutschen die hierher ausgewandert ist). 6h unterwegs- keine Menschenseele getroffen, ein echt geniales Gef├╝hl, die Berge hat man hier einfach f├╝r sich. Ein Traum! Nach 6 sehr sportlichen Stunden mit wenig trinken (der Tee in der Thermoskanne war zu hei├č, das Wasser in der Plasikfalsche gefroren) endet nun hiermit unser 1. Blogeintrag!

Prost nach Deutschland!

"Bless" (=Tsch├╝ss)!



#reisen#auslandspraktikum #ausland#island
Kommentare

G├╝nter
Sehr interessant, die Berichte, gut beschrieben