franzi´s on tour

Island

Die "Stadt" Isafjörður

Wir leben hier in einem modern eingerichteten Apartment im Zentrum von Isafjörður (die richtige Aussprache haben wir noch nicht drauf, aber wir sind fleißig am üben- das rollende "r" und das ð sind wirklich eine Herausforderung). Isafjörður liegt zwischen den zwei Berghängen Eyrarfjall (bis 731 m) und Kirkjubólsfjall (bis 832 m).

Die Stadt bildet das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Westfjorde und ausserdem wird der Ort von einer Sandbank (isl. eyri) getragen, die immer wieder aufgeschüttet wird um Neuland zu bilden. Hätte uns vor einem Jahr mal jemand gesagt, dass wir bald für 3 Monate auf einer Sandbank leben, hätten wir wahrscheinlich an die Malediven oder Bora Bora gedacht... fast =D 

Die Halbinsel reicht heute fast von einem Ufer des Fjords zum anderen. 

Der ein oder andere könnte jetzt denken, dass wir in einem gut besiedelten Eck von Island wohnen - wie bereits erwähnt, Isaförður ist eine Stadt- aber mit seinen nicht mal 3.000 Einwohner, gleicht es eher einem Dorf/"Kaff". Dafür hat man hier aber alles was das Schwabenherz begehrt (ausser Maultaschen und schwabengerechte Preise...die fehlen hier echt): zwei Supermärkte- der "neue Netto" und der "billige Bonus", ein Schwimmbad, einen Flug- und Schiffshafen, ein Krankenhaus, eine Apotheke, Buchläden, diverse Shops, Frisöre, ein Campingplatz, ein Skigebiet, ein Langlaufgebiet, eine Grundschule und die Universität, bei der wir arbeiten. Auch einer Bar- und Kneipentour steht hier nichts im Weg (außer der mit einhergehende finanzielle Ruin), es hat ca. 5 Restaurants/Bars, man kommt sich also fast vor wie in einer Stadt.

Mit Hinblick auf die Lage ist es auch verständlich, dass es hier alles hat, denn die Westfjorde liegen ziemlich abseits der touristisch gut besuchten "Ringstraße" (siehe Bild), die einmal rund um die Insel verläuft. Auf der Fahrt hier her war teilweise weit und breit kein Haus zu sehen, gut 2h ohne eine Menschenseele zu treffen ist hier kein Problem. Oftmals ist die Straße Richtung Westfjorde wegen zu schlechten Wetterbedingungen auch einfach gesperrt. Wären wir beispielsweise am 28.01 und nicht am 31.01 geflogen, hätten wir erst mal in Reykjavik bleiben müssen, da bis zum Wochenende die Route 60 nach Isafjörður gesperrt war.

Um nochmal zu verdeutlichen: Deutschland hat eine Bevölkerungsdichte von 233 Einwohnern pro km², Island hingegen hat nur 3,5 Einwohner pro km². Das heißt in Deutschland hätte ein Mensch ca 0,6 Fussballfelder zur Verfügung, während ein Einwohner Islands ca. 40 Fussballfelder für sich zur Verfügung hätte. Diese 40 Fussballfelder müsste er sich aber mit Schafen und Papageientauchern teilen. Denn-Achtung! Fun Fact: Es gibt mehr Schafe (460.000) und Papageientaucher (4 Millionen) als Menschen (330.000).

Übrigens: Die grösste Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt Islands ist Reykjavik, hier leben mehr als 60 % der Bevölkerung. Danach folgen Kopavogur, Hafnarfjördur und Akureyri.  

Genau diese Tatsache macht die Natur hier umso schöner. Man kann  die wunderschöne Natur in vollen Zügen geniessen, ohne sich mit anderen Touristen um die besten Fotospots schlagen zu müssen. Für diejenigen unter euch die mal auf Bali waren: hier findet sich das genaue Gegenteil davon.

Wenn wir gerade schon bei Gegenteilen sind- das Wetter ist hier momentan das Gegenteil von Deutschland (18°C, Sonne): Schnee, Regen, Schneeregen, Nebel, Wind und "angenehme" -3°C bis 3°C. 

Außerdem ist es morgens immer noch ziemlich dunkel- die Sonne geht hier momentan (wenn die Wetterverhältnisse gut sind) um halb 10 auf und abends ist es eine Stunde länger "hell" als daheim. Das macht das aufstehen -vor allem für Franzi Schmidke- nicht gerade leichter. Aber in den nächsten 4-6 Wochen sieht das alles anders aus, wir können es kaum erwarten, dass die Tage länger werden.


Kommentare

H.
Wieder mal was gelernt 😍. Macht weiter so, wir verfolgen Euren Blog voller Spannung 😘

Dorothea
Diese unaussprechlichen Namen....richtig zu schreiben .... wahnsinnig toll, das will ich mal hören, wie Ihr isländisch sprechen könnt! 😉

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