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Miami Beach - der US-Ballermann

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Wir sind nach einem kurzen Flug gut in Florida gelandet, genauer gesagt am Flughafen in Fort Lauderdale. Beim Aussteigen aus dem gut klimatisierten Flugzeug ist uns sofort die drückende Hitze aufgefallen. Ohnehin ist hier gefühlt jedes Fahrzeug, jedes Haus und jede Toilette klimatisiert, sodass einem der Kontrast zwischen drinnen und draußen noch krasser vorkommt. Von Fort Lauderdale fuhren wir mit dem Tri Rail Zug zum Miami International Airport um hier unser bereits reserviertes Mietfahrzeug zu holen. Nach Flos Problemen mit der Autovermietung in Kanada hofften wir, dass diesmal alles glatt geht. Und das ging es auch! Wir bekamen einen fast neuen VW Jetta - das war sehr viel beser, als erwartet.

Nun ging es los - erstmal zum Motel. Auch über die zum Teil 6- und mehrspurigen Autobahnen und durch die Masse an hupenden, brüllenden und aggressiven Autofahrern navigierte Flo uns einwandfrei und sicher ans Ziel. Der Eindruck, den uns unser Motel vermittelte sollten wir im Laufe der nächsten eineinhalb Tage noch mehrfach erhalten: nett und vermutlich vor 20 bis 30 Jahren mal ein echtes Highlight (gewesen). Wir erkundeten dann am ersten Abend noch die Umgebung per Auto und gingen zeitig ins Bett.

Der nächste morgen trieb uns mit dem Bus in das touristische Herz Miamis: Miami Beach. Einer vorgelagerter Inseln, die über Brücken mit Miami verbunden ist und eher wie eine Stadt für sich zu betrachten ist. Wir hatten gelesen, dass man mit dem Bus gut und schnell unterwegs ist und sich die enormen Parkgebühren und eine lange Parkplatzsuche spart. Der zweite und dritte Punkt stimmten auch. Der erste eher nicht. Die Busse scheinen den Fahrplan mehr als groben Richtwert zu sehen und werden scheinbar auch von den meisten Einwohnern vermieden - das erklärt die große Zahl an Autos (und Staus). Die Busfahrt und unsere Mitreisenden beschreibt man wohl am besten als Aufeinandertreffen verschiedener Kuriositäten. Wir fühlten uns ein wenig wie in einer südamerikanischen Großstadt. Durch den spontan festgelegten Fahrweg des Busses, den wir laut Plan so nicht erwartet hatten, planten wir kurzerhand um und schauten uns zuerst den Bayside Market an. Ein "neu errichtetes" Zentrum am Wasser mit Restaurants, Läden und touristischen Einrichtungen, dass diesen Stadtteil aufwerten und für Besucher attraktiver machen sollte. Jedoch war der Lack hier schon so gut wie runter. Alles wirkte ein bisschen in die Jahre gekommen und wenig einladend, sodass wir dann zügig den nächsten Bus (nun endlich nach South Beach) nahmen. Hier genossen wir die Aussicht vom South Beach Pier auf den Strand und die Skyline der Stadt. Eigentlich hat Miami alles, was eine beeidruckende Stadt braucht: gute Verkehrsmöglichkeiten, viel Platz, eine tolle Skyline und das Meer direkt vor der Tür. Dennoch blieb für uns ein bitterer Beigeschmack. Alles wirkt ein wenig wie eine Perle der 70er und 80er Jahre, die nach ihrer Glanzzeit nur noch irgendwie aurecht erhalten wurde. Hinter den Fassaden ist es schon etwas schmuddelig und heruntergekommen. Und auch der berühmte Ocean Drive konnte uns nicht richtig überzeugen. Die Miami Vice Zeit ist schon lange vorbei. Insgesamt fühlten wir uns ein bisschen wie letztes Jahr an unserem Abend in Calla Millor auf Mallorca - auf der einen Seite der ballermannähnliche Strand mit den üblichen Besuchern, dann eine Straße, die vor allem zum Zurschaustellen aufgemotzter Karren und zum Hupen dient (warum zum Teufel tun die Leute sich das an, hier und jetzt Auto zu fahren?!) und auf der anderen Seite dann Bars, Bars, Bars und vor jeder Bar ein überfreundlicher Kellner mit einer bebilderten, übergroßen Speisekarte. Wie auch immer, die Strand- und Bargäste finden das alle scheinbar wunderbar - Sehen und Gesehen werden. Für uns persönlich ist das aber insgesamt nichts.

Beeidruckend ist hingehen das Wetter. Beim Verlassen des Motels beschlagen uns ständig die Brillen, da es bei 30 Grad so drückend, schwül und feucht ist wie in den Tropen. Am Himmel kann man immer wieder riesige Gewitter beobachten und bekommt auch mal den einen oder anderen Regenschauer ab. Der Kontrast zwischen strahlendem Sonnenschein und schwarzen Wolken ist ein echtes Naturspektakel, führt aber auch gerne zu den berüchtigten Hurricanes in der Region.

Das Abendessen gestalteten wir simpel: in einem unserer Lieblingssupermärkte stellten wir uns jeder selber ein Dinner zusammen. Was man bei uns eher aus Kantinen oder von Buffets kennt, bieten hier große Shops an. Man kann sich aus einem sehr vielseitigen Angebot selbst ein Essen zusammenstellen und zahlt dann nach Gewicht. Der Vorteil ist für uns, dass man hier auch viel Gemüse und Salat wählen kann zu moderaten Preisen, was in den USA entweder nicht angeboten wird oder sehr, sehr teuer ist. Kleine "Cafés" zum Sitzen und Essen bieten diese Shops dann auch an, sodass wir rundum versorgt sind.

Morgen geht es dann für mich (Gerdi) in ein großes Einkaufszentrum. Und ich hoffe, dass Flo nicht allzu viel "leiden" muss, wenn er mich begleitet.

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