An der Küste entlang Richtung Tsitsikamma National Park

Heute war ein wirklich sehr schöner Tag. Gleich früh am morgen bin ich von meiner Unterkunft in Addo in Richtung Küste gefahren. Direkt unter dem Addo National Park befindet sich die Woody Cape Section, diese gehört indirekt noch mit zum National Park. Der Weg dorthin scheint jedoch in privater Hand zu sein und so musste ich erstmal 5€ Eintritt zahlen. Nach ca. 4 Kilometer in Richtung Strand, befand ich mich mitten in einer riesigen Sandlandschaft und der Eintritt war jeden Cent wert. Ich lief relativ lang entlang der Küste und eroberte so einige Düne. Von dort oben hatte man dann einen super Blick. Es war extrem stürmisch und auf den Fotos kann man richtig die Sandverwehungen sehen, auch wenn es in echt noch beeindruckender war. Dazu kam, dass weit und breit niemand war. Lediglich ein drei Angler teilten mit mir den Strand. Auf dem Rückweg lief ich an einem der Angler vorbei, den ich bereits auf dem Hinweg freundlich gegrüßt hatte. Mit ihm kam ich dann ins Gespräch und er erzählte mir alles übers Angeln und welche Techniken er hier verwendet. Der Angler nutzte eine Art Drachen (Kite) an dem die Angelschnur befestigt war. So konnte er aufgrund des Windes, seine Angelschnur und den Köder weit hinaus ins Meer bringen und gleichzeitig am Himmel erkennen, ob ein Fisch gebissen hat. Eine wirklich spannende Technik. Er wollte hinter den Wellen einen Cob fangen, eine laut ihm sehr große Kabeljau Art. Beim Beobachten des Kites stellte ich eine große schwarze Fläche im Meer fest aus der eine Art Wasserfontäne in die Luft schoß. Mit der Kamera herangezoomt konnte ich dann einen Wal beobachten :) Der Angler meinte trocken nachdem ich ihm begeistert davon berichtet, dass dies hier nichts besonderes sei. Okay für mich war es das! Nachdem ich dann fast eine Stunde lang mit ihm erzählt hatte und nebenbei den Wal beobachtet hatte, ging es zurück zum Auto und weiter nach Jeffreys Bay. Ein bei Surfern beliebtes Dörfchchen an der Küste. Dort saß ich mich dann auf einen Stein am Meer und aß etwas zum Mittag. Auch hier machte ich wieder tolle Tierbeboachtungen, dieses mal war es ein Oktopus und ein Krebs. Darüberhinaus lagen dort so viele schöne Muscheln, dass ich gar nicht wusste welche ich zuerst bestauen soll. Das Örtchen, der Strand und die Küste erinnert mich sehr an Holland. Da auch alles auf holländisch ausgeschildert war und ein Großteil der Menschen hier auch holländisch spricht. Allgemeint fühlt es sich hier unten nicht mehr wie nach Afrika an. Die Townships sind inzwischen sehr klein geworden und nur noch zu sehen, wenn man nicht die Hauptstraßen fährt. Die Orte und Dörfer sind alle sehr touristisch und ähneln den Küstenorten in Europa. Ich fühle mich hier wohl und genieß die inzwischen tagsüber sehr warmen Temperaturen von 28 Grad. Nichts erinnert mehr an das südafrikanische Hinterland durch welches ich die ersten zwei Wochen gefahren bin und welches ich in meinen früheren Blogs beschrieben habe. Inzwischen gehe ich auch ganz normal in einen Supermarkt ohne mich dabei unwohl zu fühlen. Die Garden Route, die ich aktuell fahre und welche von Port Elizabeth bis nach Kapstadt führt ist ja auch eines der touristischen Highlights in Südafrika, daher bin ich nicht verwundert wie es hier ist, sondern habe das irgendwie erwartet. Aufgrund des Winters sind jedoch nicht viele Touristen unterwegs :) Mein letzter Tagespunkt heute war dann noch das Cape St. Francis. Auch hier fuhr ich vor bis ans Meer und parkte an einem sehr schönen Leuchtturm. Danach klettert ich wieder über die Steine in Richtung Meer und konnte dabei einen weiteren Wal in der Ferne erkennen. Inzwischen war es schon 16:00 Uhr und ich musste mich langsam auf den Weg in Richtung Unterkunft machen. Die letzten 100 Kilometer führten mich dann bereits etwas durch den Tsitsikamma National Park und bei dem Anblick der Landschaft, freue ich mich bereits morgen einige Wanderungen im National Park zu machen. Ein Highlight hatte der Tag aber noch übrig. Als ich an der Unterkunft ankam, empfing mich ein sehr freundlicher Gastgeber und meinte das ich heute der einzigste Gast wäre. Ich dürfte mir daher mein Zimmer aussuchen. Nachdem er mir dann einige zeigte entschied ich mich für ein sehr schönes Zimmer. Anschließend brachte er mir noch einen Cappuchino und ich genoß die letzten Sonnenstrahlen im Garten der Unterkunft. Ein wirklicher sehr schöner Tag ging langsam zu Ende.

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