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Hallo zusammen! Mein Name ist Lena, ich bin 24 Jahre jung und komme aus Deutschland, Baden-Württemberg. Ich lebe in der Nähe der Städte Heidelberg und Mannheim und habe vor einigen Jahren  meine Leidenschaft für das Reisen entdeckt. Meistens verreise ich zusammen mit meinem Freund, Luke. Wir sind beide normal arbeitende Menschen mit einer begrenzten Anzahl an Urlaubstagen im Jahr, die wir jedoch so gut es geht ausnutzen. Man kann also auch als gewöhnlicher Angestellter etwas von der Welt sehen, man muss es eben nur wollen :) Seit wir 18 sind, sind wir regelmäßig unterwegs, mittlerweile ca. 3 Mal im Jahr + den ein oder anderen Kurzurlaub. Nachdem wir mit gewöhnlichen Pauschalurlauben gestartet haben, sind wir mittlerweile eher individuell unterwegs. Dennoch kann man auch einen Pauschalurlaub interessant gestalten und muss deswegen nicht die ganze Zeit hinter den Hotelmauern verbringen. Im Laufe der Jahre hat sich da schon so etwas wie eine Reisesucht entwickelt ;) In diesem Sinne: Nach der Reise ist vor der Reise!

Phi Phi Inseln 2.0 - Massentourismus wie man ihn nur selten erlebt

Ja, die Phi Phi Inseln! Sie gelten als eine der schönsten Inselgruppen in ganz Thailand. Eigentlich zurecht - wären da nur nicht die ganzen Touristen! Wir hatten die Phi Phi Islands bereits bei unseren ersten Thailandurlaub von Khao Lak aus besucht und waren begeistert. Da die Inseln von Krabi aus viel schneller zu erreichen sind, wollten wir uns dieses Paradies gerne noch einmal anschauen. Zu erwähnen ist dabei allerdings, dass wir beim ersten mal in der Nebensaison, im Oktober, hier waren. Uns war zwar bewusst, dass wir dieses mal wohl mit etwas mehr Menschen rechnen müssen, was wir erlebten übertraf allerdings alle unsere Erwartungen.

Natürlich, das erste Problem besteht schon mal darin, dass wir in der Hauptsaison aller Hauptsaisons unterwegs waren: nämlich über Weihnachten. Ein weiteres Problem ist, dass die Phi Phi Inseln sowohl von Phuket aus als auch von Krabi aus als beliebtes Ausflugsziel angeboten werden. Und so strömen tagtäglich tausende von Touristen die kleinen inseln.

Aber fangen wir mal von vorne an. Gebucht hatte ich die Tour bereits von Deutschland aus und zwar bei einem Anbieter, der mit kleinen Gruppen wirbt. Kleine Gruppen sind bei solchen Ausflügen das A und O! Lieber ein wenig mehr Geld investieren und dafür mehr vom Tag haben. Die Gruppe bestand letzten Endes aus ca. 20 Personen aller Nationen, was für eine Speedboot-Tour völlig in Ordnung ist. Um 10 Uhr in der Früh fuhren wir los und schon bald sind wir an unserem Ziel angekommen. Der erste Halt ist der berühmte Monkey Beach. Bereits hier erwarten uns die Vorboten von dem, was uns den ganzen Tag über begleiten wird: Massentourismus. Aber vom Feinsten! Schon beim Anfahren sieht man den Strand vor lauter Booten nicht mehr und als wir die Menschenmassen erblicken, die sich bereits auf dem Strand tummeln, wollen wir eigentlich gar nicht erst aussteigen. Uns bleibt jedoch nichts anderes übrig und so stürzen wir uns ins Getümmel. Hinzu kommen dann noch die ganzen Affen, vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Überall sind Warnungen angebracht, seine Habseligkeiten nicht herumliegen zu lassen. Natürlich wird das von diversen Touristengruppen dezent übergangen und sich dann darüber geärgert, dass die Affen sich an den Sachen zu schaffen machen. Was soll man dazu noch sagen? Zum Glück halten wir uns hier nicht sehr lange auf und fahren schon bald weiter.

Vorbei an der Viking Cave geht es zu einer Lagune, die ich vom letzten mal eigentlich noch als sehr schön und idyllisch in Erinnerung hatte. Damals waren außer uns allerdings gerade mal zwei weitere Boote in der Bucht. Heute sind es sicher weit über 50. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass hier mit Ruhe und Idylle nicht zu rechnen war. Laut knatternde Longtailboote und Partyboote, auf denen wummernde Musik dröhnte, zerstörten so ziemlich alles, was diese Lagune eigentlich ausmachen sollte. Wir schwammen hier ein wenig, wirklich Freude machte das aber nicht. Spätestens hier waren wir von den Massen an Menschen wirklich schockiert. Dass hier in der Weihnachtszeit mehr los sein würde, als damals im Oktober war natürlich vorauszusehen aber mit SOWAS hatten wir tatsächlich nicht gerechnet.

Zeit für das Mittagessen! Dieses nehmen wir an einem kleinen Strand ein, der natürlich mal wieder zu klein für die vielen Menschen ist. Als wir ankommen, ist er zum Glück aber noch relativ leer, sodass wir unsere Matten, die wir vom Veranstalter erhalten, im Schatten ausbreiten und auf die Fütterung warten können. Das Essen gibt es in Form eines kleinen Buffets mit verschiedenen Thaigerichten, die alle sehr lecker sind! Nach dem Essen ist sogar noch ein wenig Zeit zum Relaxen am Strand. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass die Strände auf den Phi Phi Inseln ansich wirklich ein Traum sind. Allerdings einer, den man sich mit sehr sehr vielen anderen Menschen teilen muss...

Dann endlich kommen die Schnorchelstopps, auf die wir schon so lange gewartet hatten! Wir sehen wieder viele bunte Fische und dieses mal auch ein echtes Highlight: Haie! Das ist das erste mal, dass wir beim Schnorcheln Haie sehen. Echt super! Das Schnorcheln hier gefällt uns auch dieses mal wieder sehr gut, was uns allerdings auffällt ist einiges an Müll, der durch die Gegend schwimmt. Das ist uns beim letzten irgendwie gar nicht so aufgefallen.

Als nächstes besuchen wir Maya Bay. Dieser Strand wurde durch den Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio berühmt. Und zwar so berühmt, dass wir heute nur einen Fotostopp einlegen und den Strand vom Weiten fotografieren. Konnten wir den Strand vor 4 Jahren noch betreten, ist er heute wegen des Massentourismus gesperrt. Das Ökosystem ist dermaßen zerstört, dass es sich erst mal wieder erholen muss. Eine Maßnahme, deren Grund wirklich bedenklich ist. Zwar ist es löblich, dass die Regierung zu solch einer Maßnahme greift, der Nutzen davon sei jedoch mal dahingestellt. So wird dieser Strand zwar verschont, allerdings verteilen sich die ganzen Besucher dann eben auf die anderen Strände...auch nicht gerade Sinn der Sache. Es gibt uns zu denken, wie sehr Massentourismus unsere Natur zerstört. Und wir tragen genau in diesem Moment dazu bei...

Den Tag lassen wir an einem kleinen Strand ausklingen, an dem sogar gar nicht so viel los ist. Hier dösen wir noch ein wenig bevor wir uns wieder auf den Rückweg nach Ao Nang machen.

Über den Massentourismus habe ich mir hier ja bereits mehrmals ausgelassen und ich denke es ist klar, dass uns das ziemlich schockiert hat. Trotz der Schönheit der Phi Phi Inseln würden wir einen Ausflug in der Hauptsaison wohl kein zweites Mal machen. Dann lieber in der Nebensaison, wenn weniger los ist oder man sucht sich eine weniger besuchte Alternative. Wir haben jetzt jedenfalls erst mal genug von den Phi Phi Inseln.

#thailand#krabi#phphiislands#schnorcheln#massentourismus

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