farfromhome

Hallo zusammen! Mein Name ist Lena, ich bin 24 Jahre jung und komme aus Deutschland, Baden-Württemberg. Ich lebe in der Nähe der Städte Heidelberg und Mannheim und habe vor einigen Jahren  meine Leidenschaft für das Reisen entdeckt. Meistens verreise ich zusammen mit meinem Freund, Luke. Wir sind beide normal arbeitende Menschen mit einer begrenzten Anzahl an Urlaubstagen im Jahr, die wir jedoch so gut es geht ausnutzen. Man kann also auch als gewöhnlicher Angestellter etwas von der Welt sehen, man muss es eben nur wollen :) Seit wir 18 sind, sind wir regelmäßig unterwegs, mittlerweile ca. 3 Mal im Jahr + den ein oder anderen Kurzurlaub. Nachdem wir mit gewöhnlichen Pauschalurlauben gestartet haben, sind wir mittlerweile eher individuell unterwegs. Dennoch kann man auch einen Pauschalurlaub interessant gestalten und muss deswegen nicht die ganze Zeit hinter den Hotelmauern verbringen. Im Laufe der Jahre hat sich da schon so etwas wie eine Reisesucht entwickelt ;) In diesem Sinne: Nach der Reise ist vor der Reise!

Ausflug nach Koh Hong

Zeit für einen Ausflug! Heute charten wir uns ein Longtailboot, welches uns nach Koh Hong bringen soll. Lustigerweise ist gerade eine ehemalige Kollegin von mir ebenfalls in Krabi. Und so haben wir uns für 9 Uhr am Ticketschalter verabredet. Das Longtailboot kostet für den kompletten Tag 2.500 Bhat. Da die Kollegin mit einer Freundin unterwegs ist, können wir uns den Preis durch vier teilen. Das Ticket ist genauso unkompliziert gekauft wie am Vortag das zum Railay Beach und genauso schnell geht es dann auch los. Wir steigen direkt ein und nach ca. 45 Minuten Fahrt sind wir da.

Zunächste machen wir halt in einer Lagune, wo wir ein wenig schwimmen können. Trotz der anderen Boote ist es schön hier, es ist noch nicht zu viel los. Nach dem kurzen Stopp geht es weiter zum Strand von Koh Hong. Hier ist bereits einiges los, später soll es allerdings noch voller werden. Die obligatorischen Chinesen, die wir liebevoll Rotwesten getauft haben, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Selbstverständlich nur mit Schwimmwesten, die sie dauerhaft zu tragen scheinen, selbst an Land. Der erste Eindruck lässt eigentlich ein wahres Paradies vermuten. Der Sand ist schneeweiß, das Wasser glasklar. Eine richtige Perle - wären da nicht die vielen Touristen. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen am Ende des Strandes. Dann kühlen wir uns erst einmal im Wasser ab. So glasklar wie zunächst vermutet ist es dann aber leider doch nicht. Unsere Schnorchelausrüstung hätten wir im Hotel lassen können. Aufgrund der vielen Menschen ist das Wasser viel zu trüb, um etwas sehen zu können. Wer hier also schnorcheln möchte: Fehlanzeige!

Mittlerweile waren wir umgeben von Menschen. Entspannt seinen Tag genießen ist hier also nicht. Zwischendurch durften wir dann noch eine Übung der thailändischen Rettungsschwimmer bewundern. Auf jeden Fall lustig mit anzusehen, solange man nicht selbst auf Rettung angewiesen ist...Irgendwann wird es uns zu laut und wir beschließen, den Naturetrail zu laufen, der sich direkt hinter uns befindet. Dieser ist allerdings weder sonderlich lang noch sehr sehenswert und so sind wir ziemlich schnell durch. Wir laufen am Strand zurück zu unserem Platz und sind wirklich schockiert, von dem Massentourismus, der hier stattfindet. Natürlich haben wir auch hier keinen einsamen Strand erwartet, immerhin erfreut sich Koh Hong besonderer Beliebtheit. Aber DAS war dann doch wirklich heftig. Kaum noch ein freies Fleckchen.

Wir harrten dennoch bis zum späten Nachmittag aus. Und unsere Hartnäckigkeit wurde belohnt: gegen 15 Uhr verließen die meisten Ausflugsboote die Insel und auch viele der individual angereisten Touristen schienen den Strand wieder zu verlassen. So hatten wir den Strand gegen Ende des Tages tatsächlich fast für uns alleine. Hier zeigte sich die Insel dann endlich als das, was sie eigentlich ist: ein wunderschönes Paradies in einer faszinierenden Landschaft. Aufgrund der Ebbe war der Strand nun auch bereiter. Auch die Fische wollten sich nun eher zeigen und so fand ich mich im Wasser inmitten eines bunten Fischschwarms wieder. Wir genossen noch ein wenig die Ruhe, schossen ein paar Fotos von der jetzt fast leeren Bucht, bevor wir uns langsam zurück zu unserem Boot begeben mussten. Denn gegen 16 Uhr müssen wir wieder zurück am Ao Nang Beach sein. Wir waren mitunter eine der letzten, die Koh Hong an diesem Tag verließen.

Unser Fazit: Koh Hong ist wirklich ein wahres Paradies, welches allerdings durch die Touristenmassen vollkommen zerstört wird. Hier kann ich eigentlich nur dazu raten, sich dementsprechend auf die Menschenmassen vorzubereiten und mit entsprechenden Erwartungen in den Ausflug zu starten. Um den Touristenmassen zumindest halbwegs aus dem Weg zu gehen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich ein privates Longtailboot zu mieten und von irgendwelchen geführten Ausflügen abzusehen. Entweder man kommt hier sehr früh oder erst spät am Nachmittag. In der Nebensaison wird es sicher ebenfalls nochmal um einiges ruhiger sein. Wer einen entspannten Strandtag abseits der Menschenmassen verbringen möchte, sollte wohl von diesem Ausflug absehen.


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