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Nochmals La Paz

Veröffentlicht: 12.12.2021

10.12. Ohne Zmorge fahren wir die restlichen zwei Stunden nach La Paz ins reiche Viertel Calacoto wo wir in zwei Tagen unser Auto zurückgeben müssen. Calacoto kann man vom Baustil und den Möglichkeiten in etwa mit einer spanischen Stadt vergleichen, es hat einfach alles. Da wir erst um 12:00 einchecken können fahren wir an den Stadtrand zum Valle des Animas einem wunderschönen Tal das mit spitzigen Felszacken gespickt ist. Eine rund eineinhalbstündge Wanderung lässt uns über die Formen staunen. Unser Hotel ist ein die Jahre gekommener, einst moderner Bau mit nicht funktionierender Sauna und einem nicht so anmächeligem Pool. Die Reception macht uns einen Termin für die PCR Tests, doch wir erfahren dass wir schon heute antraben müssen! Also fahren wir hin und merken dass die Info so nicht stimmte: da es evtl. Einreiseprobleme geben könnte wegen den 72h die der Test alt sein darf, beschliessen wir doch morgen früh wieder zu kommen. Wir Essen spät zu Mittag in einem Brewhouse dass nur bolivianische Biere führt. Die Burger sind sehr lecker! Danach lassen wir den Abend im Hotelzimmer ausklingen.

11.12. Heute ist unser alles-was-noch-offen-ist-erledig-Tag. Wir starten morgens um 7:30 Uhr mit dem PCR-Test. Alles ist sehr gut organisiert und nach knapp einer halben Stunde sind wir getestet und können zurück ins Hotel. Nach dem Frühstück suchen wir im Quartier nach einer Lavanderia, was im 3. Anlauf auch klappt. Und wenn wir schon von Waschen reden: Jeanie muss auch dringendst geputzt werden. Der Jeep hat nochmals ordentlich gelitten nach Uyuni und war bis unters Dach mit Dreck gesprenkelt („mir Wildsöi ;) Obschon es sehr viele Autowaschstellen hat, fahren wir auch hier ca. 4 verschiedene an. Einschliesslich eines Stunden-Motels, welches ich wegen den grossen Plastikvorhängen als Autowaschanlage umdeute. Der nette Herr an der „Reception“ verneint schmunzelnd meine Frage ob wir hier unser Auto waschen können… Nun denn.

Nach dem auch dieses Unterfangen erfolgreich erledigt ist, geht es zum Tanken. Die Betreiber der Tankstelle sind sehr hilfsbereit und erfinderisch wenn es darum geht das restliche Benzin aus dem Kanister auch noch in den Tank zu füllen. Wir sind ihnen sehr dankbar! Im Anschluss geht es zurück ins Hotel zum Ausfüllen des Gesundheitsformulars für Chile. Diese Dokumnete nehmen doch immer recht viel Zeit in Anspruch. Mittlerweile ist es Nachmittag und wir genehmigen uns ein Bier im Quartierpub. Wir haben keine grosse Lust mehr die Stadt unsicher zu machen und nehmen es gemütlich. Abends geht es los ins Gustu, ein Restaurant das die bolivianische Küche und Esstradition zeitgenössisch interpretiert. Vom Cocktail bis zum Dessert werden wir immer wieder von den zum Teil gewagten Kreationen überrascht – ein wahres Fest für alle Sinne! Am meisten schmecken mir die Kaktusherz-Spaghetti mit Bananenbalsamico, ein Traum, hingegen hätte ich aufs Algeneiscrème verzichten können. ;)

Selig, glücklich und kugelrund von den 8 Gängen spazieren wir durchs Quartier nach „Hause“ – gute Nacht.

12.12. Nach dem Frühstück wird in aller Ruhe gepackt. Wir kontrollieren nochmals alle unsere Unterlagen und bringen danach Jeanie zu ihrem rechtmässigen Besitzer imbex rental Cars zurück. Byebye little Jeep – du warst zwar oft langsam, dafür aber hart im Nehmen! Die Rückgabe verläuft rasch und problemlos. Ein Taxi bringt uns hoch nach El Alto, wo wir unsere letzte Nacht nahe vom Flughafen verbringen. Alle Bolivianer warnen uns, das El Alto kein sicheres Pflaster sei und wir jaaa nicht das Mobiltelefon zücken sollen in der Öffentlichkeit, das werde sonst geklaut. Der Taxifahrer meint, das liege an den vielen peruanischen Einwanderern… hmmm, glauben wir nicht. 

Mutig fährt er uns durchs Gewusel und von Autos völlig verstopften Strassen. Autofahren in El Alto braucht Nerven und Geschick. Wir checken im Hotel ein, unser Zimmer liegt im 9. Stock und belohnt uns mit einer wahnsinnig schönen Aussicht über das ganze Stadtviertel bis hin zum 2. Höchsten Berg Boliviens. Wir geniessen den Ausblick und bestellen uns unser Mittagessen aufs Zimmer (haben wir beide noch nie im Leben gemacht!) – kein Restaurant könnte hier mit einem vergleichbaren Panorama punkten.

Später machen wir noch einen Spaziergang durchs Viertel und über den Markt, was gut tut und Spass macht, es ist ein Abschied nehmen von Bolivien.

Die Nacht wird kurz werden, da unser Flug nach Lima früh um halb 6 Uhr los geht. Also fackeln wir nicht lange rum und gehen zeitig schlafen. 

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