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Tag 8 - Ho-Chi-Minh-City: Ein verrückter Weihnachtsabend in der Grossstadt

Veröffentlicht: 26.12.2024

Heute habe ich etwas gemacht, das ich während meiner gesamten Reise schmerzlich vermisst habe: Ausschlafen! Und glaubt mir, nach all den frühen Weckern der letzten Tage war das absolut himmlisch. Aber irgendwann rief die Neugier, und es war Zeit, meine neue Stadt zu entdecken.

Zum Einstieg dachte ich mir: „Hey, so ein Hop-On-Hop-Off-Bus ist perfekt, um einen Überblick zu bekommen.“ Und das war auch richtig gut – aber ich wollte die Stadt noch intensiver erkunden. Also schnürte ich meine Schuhe und lief los. Großer Fehler!  Diese Stadt ist riesig. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf der Stelle trete, während um mich herum ein endloser Verkehrsstrom tobt.

Ein Taxi? Keine Chance. Bei dem Chaos hätte ich schneller laufen können. Aber dann hatte ich eine brillante Idee: Roller-Taxi über Grab. Ja, ich habe mich tatsächlich getraut, auf den Rücksitz eines Motorrads zu springen. Keine Sorge, ich würde in diesem Verkehr niemals selbst fahren. Aber diese Rollerfahrer? Wahre Künstler der Straßenakrobatik! Sie schlängelten sich durch den Verkehr wie Ninja-Schattenkrieger auf zwei Rädern, während ich mich hinten festklammerte und innerlich ein Stoßgebet nach dem anderen sprach.

Trotz des Adrenalins war es einfach super, so schnell und effizient von A nach B zu kommen. Die Stadt wurde für mich plötzlich kleiner – und aufregender!

Irgendwann hatte ich die glorreiche Idee, Postkarten zu verschicken. An meine Lieben zu Hause, versteht sich. Wann sie ankommen? Naja, ich hoffe, noch vor Ostern. Aber immerhin habe ich an sie gedacht – das zählt doch, oder?

Am Abend war es Zeit für eine Night Tour. Leute, ich sage es euch: Als kleines Landei aus der Schweiz haut mich die Lichtershow der Großstadt einfach immer wieder um. Alles blinkt, funkelt und strahlt. Es ist, als hätte jemand den Himmel voller Sterne auf den Boden gekippt und gesagt: „Habt Spaß damit!“

Aber dann kam der Weihnachtsabend, und ich wusste nicht, wie mir geschah. Überall waren Menschen auf der Straße – sie saßen in Gruppen, aßen gemeinsam, lachten und sangen. Es war, als hätte die Stadt beschlossen, Weihnachten auf die coolste und verrückteste Art zu feiern.

Es gab Weihnachtsbeleuchtung und Bling-Bling ohne Ende. Leute trugen Weihnachtsmützen, Haarreifen mit Tannenbäumen und manchmal auch einfach komplettes Rentier-Outfit. Überall lief Musik, und Schaumkanonen sorgten für künstlichen Schnee – mitten in den Tropen! Es war wie eine riesige, glitzernde Weihnachts-Disco unter freiem Himmel.

Mein kleines Einhorn Ursula war natürlich völlig aus dem Häuschen. Sie hat sich sofort in die Lichter der Großstadt verliebt und hättesich am liebsten ein Bett aus Weihnachtskugeln gebaut.

Später kroch ich völlig erschöpft, aber überglücklich ins Bett. Noch ein Anruf aus der Heimat, ein paar weihnachtliche Gedanken – und dann war ich weg.

Diese Stadt hat mich absolut geflasht. Sie ist riesig, modern, grün und einfach nur verrückt. Und Weihnachten hier? Das ist keine stille Nacht – das ist ein leuchtendes, blinkendes, schäumendes Fest der Extraklasse.

Mal schauen, was der morgige Tag bringt, aber eines weiß ich schon jetzt: Diese Stadt und ihr verrücktes Weihnachtschaos werde ich nie vergessen. Fröhliche Weihnachten – auf die vietnamesische Art!

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