Heute war ein eher ruhiger Tag für mein Einhorn Ursula und mich. Ausschlafen stand ganz oben auf dem Programm. Nach unserem Beauty-Schlaf ging’s erstmal gemütlich los: ein Hibiskustee und ein Croissant zum Frühstück. Ja, französisches Flair in Vietnam – die Kolonialgeschichte sei Dank! Ursula bestand darauf, dass das Croissant ihr gehörte, aber wie immer habe ich die Oberhand (und das letzte Stück) behalten.
Nach dem Frühstück war Schluss mit lustig – wir entschieden uns für einen Besuch im Kriegsreste-Museum. Ja, dieser düstere Teil der Geschichte gehört auch zu Vietnam, und wenn man schon mal hier ist, sollte man sich damit auseinandersetzen. Ursula Und ich waren fassungslos, als wir die Bilder und Geschichten sahen – Ursula wollte gar nicht glauben, wie grausam Menschen sein können. Ich glaube, sie hätte am liebsten Glitzerstaub gestreut um die Bilder etwas erträglicher zu machen. Nach so vielen Eindrücken war klar: Wir brauchen eine Pause.
Also ab in ein kleines Café am Rande eines Parks. Dort ließen wir uns mit einem Tee nieder und beobachteten das geschäftige Treiben der Stadt. Ursula wurde langsam wieder entspannter und versuchte sogar, mit einer Taube Freundschaft zu schließen, due aber wohl mehr an meinem Kuchen interessiert war. Danach ein kurzer Zwischenstopp im Hotel: Ich brauchte dringend andere Kleider, und Ursula wollte sich mit frischem Glitzerstaub und einer Hornpolitur aufhübschen – denn der Abend versprach etwas ganz Besonderes!
Um 18:00 Uhr hieß es: Showtime! Die A O Show stand auf dem Plan – eine atemberaubende Mischung aus Akrobatik, Tanz, Theater und Musik, inspiriert von vietnamesischer Kultur und Alltag. Leute, was soll ich sagen? Die Performance war einfach magisch. Die Bühne verwandelte sich mit Bambus, Körben und fantastischer Beleuchtung in Reisfelder, Dörfer und Großstadttrubel. Ursula war hin und weg, vor allem von den akrobatischen Einlagen. Sie wollte natürlich gleich mitmachen, aber ich musste sie davon überzeugen, dass ihre Hornpolitur nicht Bühnentauglichkeit bedeutet. Leider war Fotografieren verboten, aber ich lade euch ein paar Bilder von Google hoch, damit ihr einen Eindruck bekommt. Gänsehaut pur!
Nach so viel Kultur und Emotion hatte ich Heißhunger. Und nicht auf Pho oder Reis – nein, es musste was Westliches sein! Zum Glück hatte ich am Nachmittag ein deutsches Restaurant entdeckt. Also auf dorthin. Und Leute, was soll ich sagen? Ein paniertes Schnitzel mit Kartoffelsalat hat noch nie so gut geschmeckt. Ursula verstand nicht ganz, warum ich plötzlich so begeistert war. Aber das lag daran, dass meine Mama mir vor ein paar Tagen am Telefon ihre Schnitzel gezeigt hatte, die es bei ihnen zum Mittagessen gab. Seitdem schwebten die Dinger in meinem Kopf herum. Problem gelöst.
Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang zurück zum Hotel, um das Schnitzel zu verdauen und die letzten Lichter der Stadt zu genießen. Ursula summte fröhlich vor sich hin – ich glaube, die Hornpolitur war ein voller Erfolg. Morgen wird der Wecker wieder gnadenlos früh klingeln, denn ein neuer Ausflug steht auf dem Plan. Wohin? Bleibt dran und lasst euch überraschen!
Bis dahin: Glitzernde Grüße aus Ho-Chi-Minh-Stadt!