Tag 29: Mount St. Helens
Nach dem Frühstück erkunden wir den Paradise Point State Park mit einer kurzen Wanderung. Versprochen wird ein Wasserfall und ein Weg entlang des Flusses. Der Wasserfall ist ein...


Veröffentlicht: 04.07.2018
Wir verzichten auf eine Tour durch den Seaquest State Park und starten gleich die 2 stündige Tour zum Mount Rainier. Der Nationalpark um den Berg ist 1899 gegründet worden, um ihn für die Öffentlichkeit zu erhalten. Er ist 4.392 Meter hoch. Fast so wie der Mont Blanc. Er ist der höchste Vulkan des Kasakadengebirges und der am stärksten vergletscherte Gipfel der kontinentalen Vereinigten Staaten. Basaltsäulen und andere Relikte frühzeitlicher Vulkanausbrüche und Lavaströme deuten auf die lange Geschichte des Mount Rainier hin. Kurz nach der Einfahrt über den westlichen Eingang beginnen wir eine Wanderung durch einen alt gewachsen Wald. Der Trail ist einfach und führt an einem klaren Bergfluss entlang. Die Besonderheit sind die 1000 jährigen Bäume wie western redcedar und Fir- Douglasie. Sehr beeindruckend zu sehen wie breit und hoch sie sind. Teilweise sind sie umgekippt und so schauen wir das Würzelwerk an. Auch hier zeigt sich der Kreislauf des Lebens, der alte, große Baum liegt am Boden und der kleine junge Baum wächst auf ihm. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Zum überqueren des Flusses ist eine Hängebrücke installiert. Man soll einzeln die Brücke nutzen. Viele Familien gehen zusammen. Wir auch, als wir eine Gruppe von ca. 10 Leuten sehen, zweifeln wir kurz ob das hält. Glücklicherweise bleibt alles ganz. Nach einer Stunde und knapp 2 Kilometern sind wir wieder beim Auto. Nun folgt eine Stunde Fahrt hoch zum Berg. Wir sehen Schluchten, Wasserfälle, Nadelbäume und einen Teil des Berges. Leider ist der Gipfel mit Wolken verhangen. Paradise ist ein Ort und mit 1647 Metern der höchste Punkt am Berg, der mit dem Auto erreichbar ist. Das Besuchercentrum verfügt über eine kleine Ausstellung und Erik malt Tiere im Junior Park Ranger Buch an. Nun ist noch ein Trail zu laufen. Wir wählen den 1,2 Meilen - 1,92 Km langen Rundweg. Schnee ziert die Gegend und so liegt auf dem gewählten Weg auch Schnee und das nicht wenig. Teilweise kann die Strecke nur mittels Schneestäben erkannt werden. Wir passen auf nicht wegzurutschen, denn es geht auch bergauf oder -ab. Auf der Hälfte der Strecke werden wir mit einem Blick auf den Nisqually Gletscher belohnt. Der Berg verfügt ganzjährig über Gletschereis. Erik hat eine Menge Spaß, denn ca. 80% des Weges ist mit Schnee bedeckt. Nach einer Stunde erreichen wir das Visitorcenter. Wir füllen die restliche Aufgabe aus und Erik schwört erneut dem Park zu schützen. Es ist wieder 17 Uhr und der Tag vergeht so schnell. Auf dem Weg zum Auto sprechen wir mit zwei Rangern. Sie gehören einer Spezialeinheit an. Ihre Aufgaben sind die Bergrettung und Sicherheit. Sie sind freundlich und zeigen ihre Ausrüstungen wie Eishammer, Bergsteigerset, Polizeiweste. Sehr interessant die verschiedenen Aufgaben von Rangern zu erleben. Wir fahren nur kurz zum Campingplatz, unterwegs hagelt und regnet es. Ein Glück bei unserem Wanderungen scheint sogar die Sonne. Der Platz liegt auf 920 Meter im Wald. Wir grillen Hamburger und ziehen uns in den Camper zurück. Es ist uns zu kalt.