Thomas in der Welt
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Zuletzt in Marokko

Marrakesch (1)

Veröffentlicht: 25.10.2026

Flug
Air France · Economy
Attraktion
Bahia Palace
Marrakesch, Marokko
Attraktion
Gräber der Saadier
Marrakesch, Marokko
Attraktion
Koutoubia Minarett
Marrakesch, Marokko
Sehenswert
Gueliz
Marrakesch, Marokko
Attraktion
Jardin Secret
Marrakesch, Marokko
Park
Cyber Park
Marrakesch, Marokko

Salam Aleikum zu meinem Reisetagebuch. Ziel dieses Jahr: Marokko. Die Reise startet in Marrakesch und endet in Tanger, dazwischen liegen 21 unbekannte Tage. Los geht es diesmal einen Tag vor Abflug mit dem Zug nach Nürnberg. Alles pünktlich, Hostel war sehr gut. Der Flug am Dienstag verlief ohne Probleme, es hätte mehr zu essen geben können und ein Unterhaltungsprogramm. Aber für 280 € beide Richtungen sollte ich auch keine Ansprüche haben. Flughafen Charles de Gaulle ist ein fantastischer Flughafen, sogar Playstation 5 kann man spielen. In Marrakesch hab ich gleich den richtigen Bus gefunden und mich auf dem Weg zum Hostel nicht verlaufen (dank Google Maps). So gut vorbereitet war ich noch nie, war eine sehr entspannte Anreise. Vorgenommen habe ich mir, entspannter zu reisen und etwas weniger detailreich zu schreiben. Der erste Punkt hat schon ganz gut geklappt.

Der erste Eindruck: Das ist kein schweres Reiseland. Sehr viele Touristen hier. Es ist ein bisschen trubeliger auf den Straßen, aber es scheint sehr sicher zu sein. Ein paar Bettler, nicht aggressiv, und etwas Armut sieht man, aber alles harmlos. Auch die Touristen-Tricks sind selten. Kommunikation ist kein Problem, hier wird zwar sehr viel Französisch gesprochen, aber mit Englisch geht es ganz gut. Und ein paar Brocken kann ich noch Französisch.

Die Medina, also die Innenstadt, ist sehr verwinkelt. Eine Theorie ist, dass das potenzielle Angreifer verwirren soll. Autos gibt es da keine. Trotz meiner allgemein schlechten Orientierung habe ich keine Probleme. Ich habe direkt alles am Abend erledigt: Internet, Geld gewechselt und bisschen was eingekauft. Absolute Routine. Mein erstes Essen war Tajine Hühnchen mit Gemüse, dafür hat mein Französisch gereicht. Und man bekommt fast immer Tee, der ist viel zu süß. Im Flugzeug hatte ich mir von einer Frau erklären lassen, was man alles probieren muss. Klang alles lecker.
Der erste richtige Tag, Mittwoch. Als Einstieg hatte ich eine kurze Stadtführung geplant, aber über Nacht kam eine Mail, dass diese um einen Tag verschoben wird. Das brauche ich nicht, also mache ich mich selber auf den Weg. Bahia Palace ist das erste Ziel, ein Königspalast aus dem 19. Jahrhundert, noch nicht so alt. Schöne Architektur, alles mit Innenhöfen und viel Verzierungen. Den Palast vom aktuellen König kann man nicht besuchen. Zweite Station danach waren die Gräber der Saadier, einer Dynastie aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auf dem Weg zurück gab es noch die Stadtmauer, ein Stadttor und das Koutoubia Minarett zu sehen. In Marrakesch gibt es kaum Hochhäuser und diesen zentralen Turm sieht man von überall aus. Moscheen darf man grundsätzlich als Nichtmuslim nicht betreten. Den Ruf der Muezzin hört man und man sieht immer mal verschleierte Frauen oder ein paar Menschen beten, fällt mir aber kaum auf. Was auffällt, sind die vielen Katzen, meist in einem schlechten Zustand. Wilde Hunde gibt es zum Glück kaum. Im Hostel gab es nette Gespräche, teils mit holpriger Kommunikation. Ich buche überwiegend sehr günstige Hostels, deswegen verzeihe ich auch, wenn es mal nicht ganz so hygienisch ist.

Am Abend habe ich Mohamad zum Tee getroffen. Wir haben uns gut unterhalten, er nimmt seine Religion schon ernst. Ein Freund von ihm war noch dazu gestoßen, der konnte sogar etwas Deutsch, weil er in Deutschland studieren wollte. Jetzt sind viele hier im Tourismus aktiv. Wir sind noch durch den neuen Stadtteil Gueliz gelaufen, alles schick, viele neue Gebäude, teure Geschäfte und Restaurants. Danach gab es eine kleine Tour mit seinem Motorrad durch die Stadt und wir haben am Ende irgendwo Kebab gegessen: Rind, Hühnchen, Lamm, Leber. Richtig gutes Essen. Sehr lustiges Kerlchen.

Es ist Donnerstag, nach dem Frühstück geht es zum Jardin Secret. Ein wiederentdeckter Garten in Riad Form. Ein Teil ist ein botanischer Garten und ein Teil ein klassischer, muslimischer Garten. Wunderbar, man kann dort sitzen und die Pflanzen genießen. Es wird erklärt und gezeigt, wie das Bewässerungssystem funktioniert hat. Das Wasser kam aus dem Atlasgebirge und es gab keine Pumpen. Also musste man mit Gravitation arbeiten. Sehr ausgeklügeltes System für Bewässerung und Brunnen. Ich saß eine ganze Weile in dem Garten, trotz der vielen Touristen. Zweite Station war der Cyber Park, ein öffentlicher, sehr gepflegter Park. Auch schön zum Entspannen. Mittag gab es in einem Straßenimbiss und dort bin ich mit Ali ins Gespräch gekommen. Der ist ein Berber aus der Wüste und Touristenführer. Gab viele Informationen und das Essen war wieder sehr gut. Hier isst man mit den Händen, was etwas komisch ist. Es gibt ein Fladenbrot, von dem man Stücke abmacht und damit das Essen schaufelt. Gekonnt verzehrt Ali damit sein Hühnchen, ich nehme dann doch Besteck.

Auf einen Blick

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Dauer
21 Tage
Wetter am Reisetag
Sonnig · 17–30 °C
Begleitung
Allein
Wetterdaten © OpenWeather
AbenteuerlichKulturellKulinarischEntspannendSparsam
  • Schöne Architektur im Bahia Palace
  • Die Gräber der Saadier
  • Entspannen im Jardin Secret und Cyber Park
  • Tajine, Kebab und Essen im Straßenimbiss
StadtKulturArchitekturGeschichteEssenTransit
  • Flug für beide Richtungen280 €
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