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Tag 6: Merzouga / Hassilabied - Abenteuer in der Wüste

Veröffentlicht: 22.10.2026

Tour
Buggy-Tour durch die Erg Chebbi Wüste
Tour · 1h · Desert ATV Quad & Buggy Tours
Tour
Kamelritt durch die Wüste
Tour
Unterkunft
Kasbah Hotel Kanz Erremal
Hotel · Merzouga
Essen
Hotel Kanz Erremal
$$ · Abendessen
Essen
Sand Rock Cafe
$ · Snack
Attraktion
Erg Chebbi
Merzouga, Marokko
Fahrt
Hassilabied → Merzouga
18 km


1.04.26

Highlights des Tages:

· Kamelritt durch die Wüste

· Buggytour zur höchsten Düne der Erg Chebbi Wüste

· Wüstenhotel

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und behalten nur die wichtigsten Sachen wie Pässe und Geld bei uns, geben alles andere dem Fahrer und starten dann per Kamel durch die kleine Dünenlandschaft zu unserem Auto (zumindest hoffen wir das). Außer uns möchte scheinbar niemand per Kamel zurück, wir sind die Einzigen und dürfen aus den 8 Kamelen, die widerkäuend vor dem Camp liegen, zwei auswählen.

Kurz noch die Bezahlung abklären (wir haben das ja gebucht und schon bezahlt, der junge Kameltreiber möchte aber nochmal Geld von uns haben und kann so gut wie kein Englisch 🤨🙈), nachdem alles geklärt ist, geht’s aufs Kamel. Der Gatte wählt natürlich das einzige weiße Kamel, ich entscheide mich für das größte Kamel (bessere Aussicht 😂😂). Beim Aufstehen des Kamels muss man aufpassen, dass man nicht direkt wieder vorne runterfällt, da ja die Hinterbeine zuerst in die Höhe gehen – ich kenne darüber viiiiiele gemeine Videos – und dann geht’s langsam im Passgang Richtung Dünen. Hinter meinem Kamel läuft noch ein weißes kleineres Kamel und ein hellbraunes junges Kamel, angebunden an meinen Kamelsattel, hinterher. Bisher hatte ich bei Kamelen nicht viele optische Unterschiede gesehen, aber unsere Drei sind wirklich Hingucker. Das große weiße Kamel sowieso, meins ist – ok – einfach groß, aber das kleine weiße Kamel hinter mir hat ganz hellblaue Augen. Noch nie gesehen.Bewundernswert ist, wie leichtfüßig unser junger Kameltreiber vorne weg läuft. Wenn ich überlege, wie schwerfällig wir da gestern durch den Sand auf die Dünen gestapft sind und wie einfach es bei dem jungen Kerl da unten aussieht…

Auf der höchsten Düne machen wir Fotos – der junge Mann weiß genau, wie er uns am besten in Szene setzen kann – dann geht’s weiter auf die andere Seite der Dünenlandschaft, weiter in Richtung Siedlung. Wir dürfen absteigen (Achtung! Kamel knickt plötzlich nach vorne ein 😂), dann preist er uns noch seine kleinen Steinkamele und Sandrosen an – wir nehmen für die „Kids“ zu Hause je ein Andenken mit und warten auf unseren Fahrer, der uns hoffentlich zurück zu unserem Auto bringt, was der Gatte ja gestern spät abends noch mal umparken musste…

Der Fahrer bringt uns zu einem verlassenen Wüstencamp, vor dem unsere Autos stehen. Im Gegensatz zu unserem Camp liegt dieses hier direkt an den Dünen, auch wenn es quasi auf der anderen Seite an der Siedlung liegt.

Bevor wir losfahren, schauen wir uns das Camp an. Scheinbar sind die Gäste alle schon weg. Einige Zelte sind offen und man sieht benutzte Betten, die Glut vom Feuer ist noch warm.

Wahrscheinlich war hier eine ganze Bustour unterwegs, die ganz früh am Morgen weitergefahren ist. Aber wir wissen es nicht.

Mit dem Auto fahren wir zurück durch das Gewirr von Sandpisten, Schlaglöchern und Geröll in Richtung asphaltierte Straße bei Hassilabied. Das Wetter ist auch heute mega – Sonne satt bei +21 Grad – die gefühlten Temperaturen in der Sonne sind allerdings deutlich höher.

Gestern war der bisher wärmste Tag mit +27 Grad.

Endlich auf der Straße angekommen, fahren wir Richtung Merzouga. Unsere Unterkunft für heute liegt genau zwischen Hassilabied und Merzouga. Von Weitem sehen wir schon auf beiden Straßenseiten einen ATV Verleih, die Quads stehen in langen Riehen neben der Straße und aus der Wüste sehen wir eine Buggy-Tour zurückkommen.

Wir halten spontan bei „Desert ATV Quad & Buggy Tours“ auf der linken Straßenseite an und erkundigen uns nach einer möglichen Tour.

Eigentlich wollen wir mit dem Quad fahren, aber ich habe nicht wirklich Lust, selbst zu fahren. Die Lösung: eine 1 stündige Buggy-Tour. Wir bekommen eine private Tour und können sofort starten – cool!

Ein fetter Helm sorgt für Sicherheit (ich schwitze jetzt schon), kurze Erklärung, wie so ein Buggy fährt und schon geht’s los. Unser Guide flitzt im Quad vor uns los, wir im Buggy hinterher.

Noch finde ich das alles witzig. Wir heizen in die Dünen, rasen diese hinauf und hinunter (zu schnell!!!!), der Gatte jauchzt vor Freude und ich bin froh, als wir die höchste Düne erreicht haben und eine Pause einlegen. Nach dem Fotoshooting gehst weiter. Ich möchte nach wie vor nicht selbst fahren (hätte ich das vielleicht doch mal getan), also rasen wir weiter durch die Dünen, an Kamelen und anderen Touris vorbei bis zu einem ganz besonderen Spot. Unser Guide stoppt abrupt und zeigt nach rechts auf einen kleinen Felsen im Sand. Ich sehe nix…

Bei genauem Hinsehen aber, erkennen wir einen kleinen Wüstenfuchs! Wow! Wie cool ist das denn????

Handyzoom ist nicht optimal, aber man kann ihn erkennen.

Unser Guide ist aus dem Häuschen, sagt, das sei extrem selten, dass man den Fuchs zu sehen bekäme.

Check! Sehr gut.

Die letzten Minuten zurück zur Station sind dann die Schlimmsten… ich bin „reisekrank“, mir ist kotzübel und versuche ein drohendes „Übergeben“ wegzumeditieren.

Hätten wir ein Foto bei Ankunft gemacht, ich wäre wohl grün im Gesicht gewesen.

Der Gatte ist immer noch im Geschwindigkeitsrausch, während ich langsam wieder eine gesündere Gesichtsfarbe bekomme. Helm aus, die Klamotten per Luftdruckdüse vom Sand befreien und weiter geht’s Richtung Merzouga.

In Hassilabied stoppen wir im „Sand Rock Cafe“ und trinken etwas - mit schönem Blick von der Dachterrasse. So langsam geht’s mir besser.

Unser nächster Übernachtungsstopp ist das Hotel Kanz Erremal. Ich habe lange hin und her überlegt, ob eine zweite Nacht in der Wüste Sinn macht und wenn ja, wo wir sie dann verbringen sollen. Ausschlaggebend war die Lage – scheinbar direkt an den Dünen – und auch ein Pool – direkt an den Dünen!? Außerdem war es so unfassbar günstig, dass ich gar nicht „Nein“ sagen konnte und gleichzeitig verunsichert war, ob ich hier was „Gescheites“ gebucht habe….

Wir haben nämlich (allerdings mit Online-Rabatt) gerade mal 20 € pro Nase inkl. Frühstück hier gezahlt…. also ich bin gespannt.

Über eine Sandpiste erreichen wir das Kasbah Hotel Kanz Erremal, welches im Stil eines alten marokkanischen Kashbas gebaut wurde. Wir sind erstaunt, wie kühl es im inneren des Gebäudes ist – so ganz ohne Klimaanlage. Die Eingangshalle ist mit Tischen und Sofas versehen, am Ende eine große Rezeption und daneben eine Tür mich Blick – ja wie krass ist das denn – direkt auf die Dünen!

Ich bin jetzt schon begeistert!

Wir bekommen unseren Zimmerschlüssel und beziehen im 1. Stock das beste Zimmer mit Dünenblick! Der Stil ist landestypisch – gefällt uns gut. Im Bad ist aber alles hypermodern, gemixt mit landestypischem Stil. Vor unserem Zimmer befindet sich ein riesiger Panoramabalkon mit Blick auf die Dünen. Leider nicht vom Zimmer aus zugänglich und – wie wir später feststellen – wenn jemand auf dem Balkonsofa unter unserem Badfenster sitzt, hört er alles 😅

Draußen erwartet uns dann das Highlight: der Pool direkt an der Wüste!

Zum Schwimmen finden wir es zu frisch, aber zum Chillen im Schatten auf der Liege, mit Wüstenblick – mega!

Die anderen Touris, die danach zum Pool kommen, sind nicht so verweichlicht wie wir und schwimmen & planschen ausgiebig im Pool.

Wir verbringen hier den Nachmittag und erkunden 1 h vor Sonnenuntergang die Wüste. Auch hier starten Kameltouren, die Kamele haben hier ihren Sammelplatz und sind am Fressen.

Wir klettern auf eine der höheren Dünen und beobachten das wilde Treiben von Quadtouren, Kameltouren und 4WD Jeeps, die versuchen, auf die höchste Düne zu fahren.

Hier ist was los…. Jetzt bin ich tatsächlich froh darüber, nur in den „kleinen“ Dünen im Wüstencamp gewesen zu sein. Dort war es deutlich privater und viel weniger los.

Wir genießen den Sunset und laufen dann zurück, während eine riesige Jeep Kolonne (Dachzeltcamper inklusive) sich ihren Weg durch die Dünen bahnt. Scheinbar wollen die irgendwo in den Dünen übernachten.

Zurück im Hotel essen wir zu Abend (das Hotel bietet Abendessen). Ich bekomme ein vegetarisches Berber-Omelett (Eier mit Tomate, Gewürzen und dazu Fladenbrot), der Gatte eine Dattel-Hühnchen-Tajine. Dazu gönnen wir uns eine Flasche Wein, vorab gabs Salat und als Nachtisch Obst. Sehr lecker!

Wir erkunden später noch die Dachterrasse und sehen immer noch viele Lichter in den Dünen.

Was für ein cooler Tag heute! Ich bin schon traurig, dass es morgen wieder weiter geht. Die Dünen sind schon sehr faszinierend!


Für die Statistik:

Gefahren: 18 km 

Gelaufen: 15.616 Schritte 

Wetter: 26 Grad, trocken & sonnig (nachts 11 Grad) 

Unterkunft: Hotel Kanz Erremal (DZ, Ü/Fr)

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Frühling · 11–26°C
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichEntspannendKulinarisch
  • Kamelritt durch die Dünen
  • Private Buggytour zur höchsten Düne
  • Wüstenfuchs in den Dünen gesehen
  • Sonnenuntergang in der Wüste
  • Abendessen im Hotel Kanz Erremal
NaturAbenteuerTierweltEssen
  • Hotel Kanz Erremal, pro Person inklusive Frühstück20 €
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