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Ifrane und Rabat

Veröffentlicht: 05.11.2026

Tour
Tour nach Ifrane
Tour
Sehenswert
Ifrane
Ifrane, Marokko
Attraktion
Kasbah des Oudaïas
Rabat, Marokko
Park
Jardin Jnane Sbil
Fès, Marokko
Attraktion
Andalusische Gärten
Rabat, Marokko
Attraktion
Hassan-Turm
Rabat, Marokko
Attraktion
Mausoleum von Mohammed dem Fünften
Rabat, Marokko
Zug
Bahnhof Marrakesch → Bahnhof Rabat
ONCF
Zug
Bahnhof Rabat → Bahnhof Tanger
ONCF
Taxi
Bahnhof Tanger → Tanger
Tanger, Marokko

Frühstück ist hier immer spät. Immer nach dem Start der Tagestouren. Bisschen nervig. Die für heute gebuchte Tour geht nach Ifrane. Eine Stadt im mittleren Atlas, die von französischen Siedlern gegründet wurde. Erster Halt auf dem Weg ist eine Höhle, die als Wohnung für die Berber gedient hat. Der Mann dort wurde angeblich noch in der Höhle geboren und hat die ersten Jahre dort gelebt. Die Berber waren halbnomadisch, im Winter in der Höhle und den Rest des Jahres Landwirtschaft und Viehzucht in den Bergen, mehr als 1000 Jahre lang. Es ist wirklich kalt und es regnet viel. Ifrane ist sehr klein und sieht aus wie eine europäische Stadt. Ich bin wenig beeindruckt, nur die Affen passen nicht ins Bild. Von denen gibt es nach der Mittagspause noch mehr. Wir fahren in einen Nationalpark, und da sind Dutzende Berbermakaken. Und riesige, alte Zedernbäume. Mir gefällt es dort, nur einen Pullover hätte ich mal einpacken sollen. Diese Touren hier sind eher na ja. Abends treffe ich mich mit Tristan aus Quebec zum Essen und Quatschen. Der ist Entwickler an einer Alternative zu Couchsurfing, spricht 7 Sprachen und ist bald einen Monat in Berlin. Vielleicht sieht man sich nochmal. Die Lammtajine mit Pflaumen war unglaublich gut.

Ich habe Nachtbusse nach Merzouga gefunden. Aber jetzt ist es zu spät und zu stressig. Also wie die restlichen Tage verbringen? Ich wollte es ja ruhiger angehen lassen. Ich werde kurz Rabat besuchen und dann den Rest in Tanger verbringen. Rabat ist zwar die Hauptstadt, aber da gibt es nicht viel zu tun.

Vor dem Frühstück gehe ich in den Park Jnane Sbil. Was ist mit mir los? Es war mal ein königlicher Garten, der jetzt für alle zugänglich ist. An diesem Mittwoch regnet es immer mal wieder. Das Wetter wird allgemein schlechter und kühler. Egal, was ich vorher über ONCF geschrieben habe, heute war der Zug nach Rabat eine Stunde zu spät. Rabat macht einen sehr sauberen, aufgeräumten Eindruck. Viel moderner als Marrakesch und Fes, es gibt eine Straßenbahn. Hostel war noch einmal schwerer zu finden, aber ein netter Mann hat gesehen, dass ich nicht klarkomme, und geholfen. Außerhalb der Tourizentren sind die Menschen wirklich nett. Viel Zeit bis zum Sonnenuntergang bleibt nicht, ich gehe zur Kasbah des Oudaïas, dem ältesten Stadtteil von Rabat an der Küste. Viele kleine weiße Häuser und eine Art Burg. Daneben kann man noch die andalusischen Gärten anschauen. Alles schick. Mohamed holt mich ab und wir sitzen in einem Park und erzählen. Er hat Campingstühle dabei. Zum Abschluss gibt es noch Kuchen.

Tag 2 in Rabat. Straßenbahn zu fahren ist wirklich einfach. Ich besuche den Hassan-Turm und das Mausoleum von Mohammed dem Fünften. Da wird ganz viel Nationalstolz präsentiert. Wachsoldaten auf Pferden und in Kostümen, riesige Flaggen und Schulklassen in einheitlichen Uniformen. Er war der erste König nach der Unabhängigkeit von Frankreich. Ob man jemanden so verehren muss, der nur per Geburt in so eine Position gekommen ist? Nein. Ich mache mich noch auf zum historischen Museum, dort gibt es Ausstellungsstücke der Römer und Karthager. Aber erstaunlich wenige. Hatte ich mehr erwartet.

Offenbar hatte ich den falschen Zug gebucht und bin am falschen Bahnhof gestartet. Ich musste die halbe Strecke nach Tanger mit einem normalen, überfüllten Zug zurücklegen. Erst dann bin ich in den Hochgeschwindigkeitszug umgestiegen. In Tanger habe ich die App inDrive probiert, sowas wie Uber, nur nicht ganz legal. Aber klappt. Das Hostel ist wieder gut versteckt, aber ein Haschischhändler hilft gerne. Tanger wirkt noch einmal moderner als Rabat, viele neue Hochhäuser. Und man sieht den spanischen Einfluss. Wieder treffe ich abends jemanden: Omar aus Tanger. Und wieder gibt es zum Abschluss süßes Gebäck. Das mögen die hier. All die Jüngeren aus den Städten haben Pläne, in ein anderes Land zu gehen. Das ist schon auffällig. Mit Omar verabrede ich mich für den nächsten Tag.


Auf einen Blick

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Wetter am Reisetag
Regen · 8–18 °C
Begleitung
Allein
Wetterdaten © OpenWeather
KulturellAbseits der Pfade
  • Berberhöhle als früherer Wohnort
  • Berbermakaken und alte Zedern im Nationalpark
  • Kasbah des Oudaïas und andalusische Gärten in Rabat
  • Hassan-Turm und Mausoleum von Mohammed dem Fünften
Pullover
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