Thomas in der Welt
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Nha Trang, Saigon/HCMC und Ende

Veröffentlicht: 06.12.2025

Bus
Saigon → Nha Trang
Vietnam
Unterkunft
Hostel in Nha Trang
Hostel · Nha Trang
Attraktion
Po Nagar
Nha Trang, Vietnam
Attraktion
Thap Ba Hot Springs
Nha Trang, Vietnam
Essen
Straßenimbiss bei Po Nagar
$ · Mittagessen
Tour
Tauchausflug vor Nha Trang
Wassersport · Binh
Bus
Nha Trang → Saigon
Vietnam
Unterkunft
Hostel in Saigon
3 Nächte · Hostel · Ho-Chi-Minh-Stadt
Tour
Monkey Mountain / Mangrovenwald Tour
Tour · 2h
Essen
teuerstes Restaurant der Reise
$$$$ · Abendessen

Montag, die letzte Woche bricht an. Nochmal Gas geben oder ruhiger werden? Keine schwere Entscheidung, mein Infekt hat sich zur Bindehautentzündung entwickelt. Ich verabschiede mich von Kristine. Sie macht eine 6 Tage/5 Nächte Motorradtour mit Fahrer nach Saigon. Leichte Zweifel sind zu vernehmen, ob das die beste Idee war. Ich nehme den Bus nach Nha Trang, einer Stadt, berühmt für ihre Strände. Es dauert lange, über 5 Stunden. Sind eigentlich nur 88 km, aber wir nehmen einen Umweg. Wahrscheinlich, weil die Straße nicht für den Bus geeignet ist. Ich döse immer wieder weg und zocke zwischendurch. Vor Nha Trang fallen die Schuttberge auf, die Gegend war am meisten betroffen von den Fluten. 30 Grad, habe schon keine Lust mehr. Im Hostel ist die Aircondition tagsüber aus, brütend heiß im Zimmer. Auf zur Apotheke, lächerlich billig im Vergleich zu Deutschland. Nachmittags kaufe ich die restlichen Souvenirs, ist das auch erledigt. Geld wechselt man am besten bei Juwelieren, die bieten Kurse höher als den offiziellen Kurs an. Nha Trang ist nicht klein und nur auf Badetourismus ausgerichtet. Nur Koreaner und Russen hier, ich weiß noch nicht so richtig. Den Rest des Tages entspanne ich, meine Augen sind blutrot. Ich habe den Tauchgang auf Mittwoch verschoben, so lässt mich keiner tauchen. Nebeninfo: 38 Tage Internet, 3 GB pro Tag, kosten 99000 Dong (3,30 €).

Dienstag, der zweite Dezember. Es ist heiß, feucht und die potenziell tödliche Sonne nervt. Ich kann nicht verstehen, was Menschen daran finden, sich bei dem Wetter einzuschmieren, zu schwitzen und am Strand zu langweilen. Ich starte ruhig in den Tag, schaue mir die hinduistischen Ruinen von Po Nagar an und wollte Mittag an einem Straßenimbiss essen. Bestellt hatte ich eine Art Pfannkuchen, aber der war mit Tintenfischköpfen belegt. Ich bin ja am Meer. Ohne einen Bissen bezahle ich und gehe. Auf geht's zu den heißen Quellen von Tha Ba, schön gemacht, man kann gut dort Zeit verbringen. Fast nur dicke Russen dort. Ein älterer Vietnamese will mir irgendwas über Fußmassage zeigen, das war ein bisschen komisch. Ich gehe noch die Strandpromenade entlang und abends plane ich den Rest der Reise. Erleichternd, dass das erledigt ist.

Der nächste Tag, die Medikamente wirken und meine Augen sehen wieder normal aus. Wie immer geht es zu früh los. Binh holt mich mit dem Motorrad ab. Ich bin sein einziger Kunde und wir fahren auf dem Schiff eines anderen Anbieters mit. Es ist bedeckt, was ich gut finde, aber das Wasser ist etwas aufgewühlt, man kann nicht sehr weit sehen. Beim ersten Tauchgang bin ich noch etwas unsicher, es geht zu einem versunkenen Schiff. Viel verrostetes Metall. Der zweite Tauchgang ist besser, ein kleines Korallenriff. Bunte Fische und viele andere Meeresbewohner sind zu sehen. Wir sehen ein paar Fischer, die haben aber wenig Glück an dem Tag. Früher Nachmittag sind wir zurück. Die Tauchschule sieht es nicht so eng mit den Regeln, habe auch keinen PADI-Nachweis bekommen. Ein Tropensturm zieht auf, die Ausläufer des letzten Taifuns. Also bleibe ich im Hostel. Abends werde ich vom Kleinbus abgeholt und es geht zum Nachtbus nach Saigon. Nha Trang muss man, bis auf das Tauchen, nicht gesehen haben.

Donnerstag, Tag 35. Die Busfahrt dauert ewig und ich habe eine sehr kleine Kabine. Mir wurde gesagt, um 7 sind wir in Saigon. Tatsächlich war ich um 12 am Hostel. Die Zeitangaben kann man nicht wirklich ernst nehmen. Ich dachte mir schon sowas, der Verkehr in der Metropole ist Dauerstau. Bus ist meistens die einzige Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Manchmal gibt es auch Züge, aber die sind nicht von Hostel zu Hostel. Mein Plan mit Can Tho geht nicht auf, also bleibe ich 3 Nächte hier. Nicht optimal, mag die Stadt nicht besonders, schlechte Luft, feucht und heiß, zu viel Verkehr. Viel verändert hat sich in den letzten 6 Jahren nicht, ich erkenne die Orte wieder, die gleichen Geschäfte und auch die Ernst-Thälmann-Schule kommt mir bekannt vor. Eigentlich werde ich fauler, treffe mich aber dann doch mit Rama aus Indien zum Essen und durch die Stadt laufen. Die Partymeile ist genauso laut und unangenehm wie vor 6 Jahren.

Heute habe ich eine letzte Tour gebucht. Wie praktisch, dass es in jeder Stadt einen Monkey Mountain oder eine Monkey Island gibt. 2 Stunden Fahrt, mit der Fähre über einen Arm des Mekong. Wir kommen an und dutzende Affen sitzen schon dort, schreien und rennen umher und die mit den dicken Eiern vögeln rum. Komische Tiere. Füttern ist verboten, aber jeder Reiseführer verteilt Erdnüsse. Uns wird klar gesagt, dass die Affen alles klauen. Ein Koreaner in der Gruppe ist sehr schwer von Verstand, ihm wird 2 Mal die Brille geklaut und einmal die Mütze. Die Brille können die Vietnamesen mit Bestechung in Form von Früchten zurückbekommen, die Mütze ist weg. Dann zeigt man uns Salzwasserkrokodile, die sich gar nicht bewegen, und wir gehen durch einen Mangrovenwald zu einem nachgebauten Stützpunkt der Vietcong. Der Tourguide erzählt nicht viel und lässt uns 45 Minuten Zeit, dort herumzulaufen. 1000 der Vietcong wurden von Krokodilen gefressen, man hat US-Bomben geborgen, die im Schlamm stecken geblieben sind, um das Schießpulver zu bekommen. Insgesamt nicht so angenehm, dort zu leben. Die Krokodile hat man später mit Enten bekämpft, an denen Sprengsätze befestigt wurden. Vermutlich effektiv. Eine kurze Bootsfahrt durch den Mangrovenwald zum Mittagessen. Schon wieder Seafood, muss das wirklich sein? Dann eine Stunde Pause, vermutlich um Zeit zu schinden, und dann zurück. Werden nicht am Hostel abgesetzt, sondern am alten Markt. Die Tour war nicht gut gemacht. Aber mein Hostel ist gut, Frühstück und ein Bier am Abend sind inbegriffen. Tiki ist immer gut gelaunt und hilfsbereit. Am Abend wollte ich jemanden beim Urban Street Festival treffen, die Person war aber unzuverlässig. Das Festival war nichts. Sowas passiert auch ab und an. Die Vorfreude auf Jena wächst.

Samstag, der letzte Tag und Rückreise. Ich treffe mich noch einmal mit Bill, den ich in Mai Chau getroffen habe. Wir essen was in dem bisher teuersten Restaurant der Reise und reden viel. Es ist der letzte Tag, also warum nicht schon nachmittags ein paar Bier trinken? Gut gelaunt begleitet mich Bill mit zum Schuhmarkt, der ist neben der Schuhstraße. Ich kaufe ein paar gefälschte Schuhe und fast alle Dong sind ausgegeben. Bill und ich verabschieden uns und ich packe meine Sachen. Er bleibt noch einen Monat. Im Hostel treffe ich an der Bar noch ein paar nette Menschen zum Biertrinken. Gegen 21 Uhr verabschiede ich mich, 2:45 Uhr stehe ich auf. Laune ist sehr schlecht. Ich warte vor dem Hostel auf mein Taxi und die anderen kommen gerade von der Partymeile. Scheint lustig gewesen zu sein.

Die Rückreise bis Istanbul verläuft wie geplant. Dann verlässt mich mein Glück. Mein Anschlussflug verspätet sich um 1,5 Stunden. Zu kurz für eine Entschädigung, zu lang, um noch meinen Zug zu erwischen. Es gibt noch einen ICE von München nach Berlin, der ist schnell, kostet aber. Schade, der fällt heute aus. Also den nächstbesten Zug gebucht, 86 €, die nicht geplant waren, um wenigstens vor Mitternacht zurück zu sein. Der Vorbereich des Bahnhofs ist kein schöner Anblick: Alkies, Junkies und sonstige verlorene Seelen. Ich bin keine 5 Minuten im Zug, da kommt die Nachricht, dass die Strecke gesperrt ist wegen polizeilicher Maßnahmen. Tiefpunkt der Stimmung an diesem Tag. Der Zug fährt von Fürth zurück nach Nürnberg und dann einen langen Umweg nach Würzburg. Verspätung: 70 Minuten. Weiter geht es über Fulda nach Erfurt. Ich bekomme den allerletzten Zug nach Jena. Mit Bus und Straßenbahn bin ich dann um 1:40 Uhr zu Hause, nach 26 Stunden unterwegs. Klar ist Turkish Airways Schuld, aber der Fernverkehr nach Jena ist sehr schlecht.

Vielen Dank an alle, die mich bei der Reise unterstützt haben, durch Pflanzen gießen, Rucksack bereitstellen und Kühlschrank auffüllen. Und danke an alle Leserinnen und Leser. Vietnam von Nord nach Süd, die Reise war super und eine tolle Erfahrung. Vielleicht eine Woche zu lange. Ohne ICE waren es ungefähr 1700 € an Kosten. Die nächste Reise kommt bestimmt, Jordanien kann ich mir gerade gut vorstellen. Bis dahin.

Auf einen Blick

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Dauer
35 Tage
Budget
1.700 € gesamt
Wetter
Sommer · 30–30°C
Begleitung
Mit Freunden (2)
Abseits der PfadeKulturell
  • Bus nach Nha Trang
  • Po Nagar
  • Thap Ba heiße Quellen
  • Affen-/Mangroventour bei Saigon
  • Rückreise mit Verspätungen und Zugausfall
TauchausrüstungHostelBusNachtbusTaxi
StadtTransitKulturEssenNatur
  • Internet 38 Tage, 3 GB pro Tag99.000 ₫
  • Zugticket wegen Ausfall/Umweg86 €
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