Die Namibwüste - ein Meer aus Sand
Vom Süden Namibias tasten wir uns mit unserem Mietwagen immer weiter nach Norden vor. Wir wollen ins Zentrum der Namibwüste. Sie ist die älteste Wüste der Welt! Namibia wurde...


Veröffentlicht: 28.04.2025



















Der Weg führt durch eine felsig-grüne Natur mit imposanten Felsformationen. Es handelt sich hier um eine sehr ruhigen Nebenstrecke, wir genießen die Idylle!
In einem grünen Tal machen wir bei einer Farm Station. Das Gelände ist riesig und wirkt fast wie das Auenland der Hobbits. Unsere Gastgeber, ein deutschsprachiges namibisches Ehepaar, erzählen uns viel über das Farmleben und die Natur. Auch hier haben wir Glück, die gesamte Landschaft ist dank des vielen Regens der letzten Wochen überall grün - was so sonst nur alle paar Jahre vorkommt.
Am nächsten Tag brechen wir auf zum Nationalpark in der Hoffnung auch Zebras zu sehen. Das Areal gilt als technisch-anspruchsvoll! Der Olive-Trail ist der kürzeste Weg. Die 11 km klingen gut machbar, die Schätzungen für die Dauer schwanken zwischen 3 und 4,5 Stunden.
Es wird wirklich knackig, aber die Natur ist unfassbar schön. 😍 Wir erklimmen das Hochplateau und sehen überall blühende Wiesen zwischen den Felshängen. Der weitere Weg führt dann für gute 2 Stunden über Geröll und große Steine einen langgezogenen Canyon hinunter! Wir sind erleichtert, als wir es schließlich geschafft haben.
Die absolute Krönung bekommen wir kurz vor Ende unserer Wanderung am späten Nachmittag ganz unverhofft geboten: Plötzlich sehen wir einige Bergzebras über das grüne Tal hinweg an uns vorbei traben - wie aus dem Nichts, einfach magisch 🤩
Unterwegs fallen uns immer wieder etliche große Nester in Bäumen oder an Strommasten auf. Sie sind das Zuhause der faszinierenden Siedelweber! Die kleinen Vögel kommen in Afrika südlich der Sahara vor und sie sind wahre Baumeister.🤩 Die Männchen fertigen geschickt und eifrig Nester an und versuchen bei der Balz auf diese Weise, Weibchen zu beeindrucken.
Die Siedelweber arbeiten gemeinsam an der Nestarchitektur, um eine riesige hängende „Stadt“ zu erschaffen - oft ein metergroßes Gebilde. Es haben mehrere hundert Vögel darin Platz! An der Unterseite befinden sich die Zugänge für die Bewohner.
Unser nächster Stopp: Die Amateursternwarte "Hakos" in den Bergen!
Der Sternenhimmel in Namibia ist sehr imposant und wir konnten schon die Milchstraße bewundern, denn es gibt hier verständlicher Weise keine Lichtverschmutzung. Die Sternwarte wird von Deutschen betrieben und bietet vielen externen Hobbyastronomen die Möglichkeit, eigenes Equipment vor Ort zu lassen. Die Aufnahmen vom Sternenhimmel lassen sich remote aus der Ferne erledigen und die Fotos werden online abgerufen. Die Personen müssen also nur selten wegen ihrer Leidenschaft wirklich vor Ort in Namibia sein.
Wir haben leider Pech! Die geplante Sternenbeobachtung müssen wir canceln: Die gesamte Woche ist Regen angesagt und die dichte Wolkendecke erlaubt keinen Blick nach oben 😢 Zumindest erhalten wir eine Führung durch die Anlage und bekommen die Technik erklärt.
Per Schiebe- oder Kuppeldach lassen sich die Teleskope für die Nacht per Fernsteuerung „freilegen“. Ob Vibrationen oder Temperaturschwankungen, an alles muss gedacht werden!
Trotz fehlenden Sternenhimmels ist der Besuch der Sternwarte interessant für uns! Wegen des vielen Regens reisen wir nicht in den Westen, da dort alles unter Wasser steht. Stattdessen fahren wir direkt zum Etosha-Nationalpark in den Norden.
