Veröffentlicht: 30.11.2025






























Hier stürzt der Viktoria-Nil durch eine nur sieben Meter breite Schlucht 43 Meter in die Tiefe und bildet dabei einen der mächtigsten Wasserfälle Afrikas.
Bevor wir allerdings den Nil entlang schippern, fahren wir erstmal an den Rand der Murchison Falls. Zu Fuß erkunden wir die Stromschnellen des Nils, die zwischen Felskanten hinunterdonnern und eine riesige Gischtwolke erzeugen.
Der Sprühnebel sorgt für eine erfrischende Dusche, die uns von den Rangern am Parkplatz bereits angekündigt wurde! In nur wenigen Sekunden sind wir klatschnass 😁
Nach diesem kleinen Abstecher ruhen wir uns kurz in unserer Unterkunft aus. Das Red Chilli Rest Camp ist wunderbar gelegen und bietet einen Ausblick nicht weit oberhalb des Nils.
Und schon stürzen wir uns ins nächste Abenteuer. Mit einer Rangerin auf dem Rücksitz brechen wir auf zu einer Nachtsafari. Mit Gewehr und einer starken Lampe ausgerüstet, weist sie uns den Weg weit in den Park hinein. Ziel ist es, eines der Löwenrudel zu entdecken! Zunächst bekommen wir relativ wenige Tiere zu Gesicht: Die Landschaft ist unglaublich grün, doch dadurch verschwinden viele Tiere in der dichten Vegetation. Jedoch gelingt es Büffeln und Giraffen kaum, sich zu verstecken 😁
Die Rangerin fährt mit uns zu mehreren Plätzen, wo sich häufiger Löwen aufhalten. Und tatsächlich! Nach kurzer Suche stoßen wir auf erste ausgewachsene Löwinnen direkt vor uns auf einem kleinen Feldweg.
Kurz dahinter halten sich außerdem mehrere Mütter mit ihren Löwenjungen auf. Wir beobachten die Szenerie fasziniert, bevor wir wieder umdrehen und dem Rudel ihre Ruhe lassen…
Erschöpft fallen wir in unsere Betten, doch an Schlaf ist erstmal nicht zu denken! Ein heftiges Gewitter wütet um uns herum, das Camp steht schon nach kürzester Zeit unter Wasser… Ein Glück, dass wir ein festes Häuschen, anstatt eines Zeltes gebucht hatten. Auf einmal spüren wir von innen einen heftigen Schlag aufs Mauerwerk. Ein kleinerer Baum ist durch das Unwetter umgestürzt und hat unsere Hütte gestreift. So können wir beruhigt schlafen, es hätte schlimmer kommen können!
Am nächsten Morgen starten wir schon früh mit Lunch-Paketen: Wir wollen einen morgendlichen Gamedrive unternehmen! Nach dem nächtlichen Gewitter ist der Boden allerdings stark aufgeweicht und der Weg in den Park ist wirklich abenteuerlich. Nach kurzer Rutschpartie an einer Anhöhe fahren wir uns beinahe fest. Der Wagen hängt schon am Wegesrand kurz neben dem Graben. Mit Hilfe von mehreren Leuten können wir den Wagen zum Glück wieder in Position bringen.
Zumindest Kuhantilopen und Warzenschweine sehen wir nicht weit vom Weg entfernt.
Nachdem wir auf der anderen Seite der Hauptstraße ein ähnliches Erlebnis haben, reicht es uns! Von der sicheren Asphaltstraße aus lassen sich noch ein paar Tiere sichten!
Als Nächstes starten wir eine Bootstour den Nil hinauf. Der Anleger ist direkt unterhalb des Red Chili Camps. Ziel ist es, einen Blick auf die Murchison Falls von unterhalb der Stromschnellen zu erhaschen!
Auf dem Weg dorthin sehen wir zahlreiche Nilpferde und Nilkrokodile am Uferrand liegen.
Die Krokodile können in seltenen Fällen sogar über 6 m lang werden. Ein Männchen kriegt auch schon mal ein Gewicht von 1000 kg auf die Waage…
Gerade für Vogelliebhaber ist die Fahrt auf dem Nil ein wahres Paradies! Ohne dickes Objektiv kommen wir allerdings nicht sehr nah ran, doch der stattliche Fischadler ist immer wieder gut zu erkennen!
Nach diesen einmaligen Erlebnissen brettern wir los. Wir wollen innerhalb von zwei Tagen noch in den äußersten Osten des Landes kommen.
