Veröffentlicht: 06.11.2025





















Die Hauptstraßen im Westen Ugandas sind in top Zustand und wir kommen gut voran! Überall ist es sehr grün und uns wird erzählt, dass auch der Boden sehr fruchtbar ist und gut geeignet für alle möglichen Gemüsesorten.
Das gesamte Land liegt auf einem Hochplateau zwischen 1000 m und 1500 m Höhe. Wir sehen viele Bananenplantagen, aber auch Getreidefelder und Viehweiden.
Kurz vor Ende unserer ersten Strecke fällt uns auf, dass unser Auspuff beinahe abfällt 🙈 In Uganda kommen alle paar Meter Rüttelwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Obwohl wir angepasst fahren, hängt der Auspuff schon nach wenigen Stunden Fahrt komplett schief. Doch schnell wird der Schaden für uns repariert.
In der Nähe einer Teegegend besuchen wir den Kalinzu Forest. Neben mehreren Affenarten lassen sich hier auch unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, beobachten. Sie leben in gemeinschaftlichen Gruppen, meist mit einem Alpha-Männchen an der Spitze. In freier Wildbahn können sie 40 bis 50 Jahre alt werden.
In Uganda leben etwa 5000 Tiere, verteilt in verschiedenen Schutzgebieten.
Im Kalinzu Forest sollen 300 Tiere leben, 50 davon sind an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Es gibt Spotter, die die Schimpansen aufspüren.
Besonders berühmt sind übrigens die Berggorillas in Uganda und auch im Nachbarland Ruanda. Allerdings kostet das Abenteuer rund 1000 $, das ist uns leider zu teuer… Im Kalinzu Forest zahlen wir hingegen 120 $ pro Person.
Mit unserem Guide und einem bewaffneten Ranger marschieren wir los in den Wald. Schon nach kurzer Zeit treffen wir auf eine Schimpansen-Familie.
Die Tiere laufen kontinuierlich über den Waldboden, meist hintereinander. Nur kurz stoppen sie zwischendurch und schauen sich um. Unser Guide erklärt uns, dass die Schimpansen nachmittags auf der Suche nach Futter für den nächsten Morgen sind. Sie inspizieren verschiedene Früchte tragende Bäume, vorzugsweise Feigenbäume. Dann laufen sie direkt weiter, quer durch den Wald. Wir haben Mühe, mit dem Tempo der Schimpansen-Familie Schritt zu halten.
Es geht durchs Dickicht, stellenweise muss unser Guide mit der Machete uns den Weg bahnen. Erst nach gut einer Stunde machen die Affen auch mal Halt 😁 Einzelne Tiere klettern in die Bäumen.
Nach diesem beeindruckenden Erlebnis legen wir Zwischenstopp nahe dem Queen-Elizabeth-Nationalpark ein. Unsere Unterkunft ist strategisch günstig gelegen und unterstützt dazu noch eine benachbarte Schule. Wir fühlen uns hier sehr wohl.
In dieser Gegend gibt es zahlreiche Kraterseen. Wir unternehmen eine Wanderung zu den Twin Lakes in der Nähe. Auf dem Weg besuchen wir eine Familie, die eine Vanilleschoten- und Kakaoplantage bewirtschaftet. Auf ihrem Grundstück sehen wir viele Kakaobäume. Es werden verschiedene Sorten angepflanzt und geerntet.
Auch wachsen Vanilleschoten zwischen den Bäumen.
Im Anschluss erklimmen wir eine Anhöhe und umrunden die Twin Lakes in sehr idyllischer Umgebung! Erstaunlicherweise sind die Wasserpegel der beiden Seen auf ganz unterschiedlichen Höhen, obwohl sie direkt nebeneinander liegen.
Als Nächstes wollen wir den bekannten Queen-Elisabeth-Nationalpark besuchen. 🤩
