Nach halbwegs gutem Schlaf đ€ und einer immer noch kalten Dusche, haben wir die Nummer hier in BogotĂĄ mal im Hellen angeschaut - geht doch! Wir haben uns rausgetraut, um ein paar HĂ€user weiter zu frĂŒhstĂŒcken. Alles hell und bunt und keine Polizeibusse mehr, die ununterbrochen durch die StraĂen patrouillieren. Wir kommen ja nochmal fĂŒr 3 oder 4 NĂ€chte nach BogotĂĄ, dann werden wir das mal genauestens unter die Lupe nehmen.
Ein Uber gerufen und ab zum Flughafen âEl Doradoâ. Heute geht es ins Amazonasgebiet, genau ins DreilĂ€ndereck Kolumbien đšđŽ Brasilien đ§đ· Peru đ”đȘ. Ab morgen starten wir eine 3-tĂ€gige Amazonas-Tour, wird hoffentlich sehr aufregend.
Hier am Flughafen stellte sich heraus, dass wir Business fliegen. Uuups ... da hatte ich wohl beim Buchen auf den falschen Knopf gedrĂŒckt đ.
Auf jeden Fall gabâs das komplette Programm mit Lounge, GetrĂ€nke aller Art, Schnittchen, Obst đ und NĂŒsschen. Nach dem gestrigen Tag hatten wir uns das auch verdient
Landung in Leticia. Wir wurden abgeholt vom Organisator unserer Amazonas-Tour. Bei ihm haben wir bezahlt und Gummistiefel anprobiert - der Rest der Einweisung bezĂŒglich Schlangen, Spinnen, Piranhas usw. kommt morgen - vielleichtđ
Danach mussten wir einen sogenannten Visa-Run machen. Die Tour hier war vom Datum genau so geplant, weil Juliaâs Studentenvisum ablöuft. Bisschen kompliziert zu erklĂ€ren, aber wir (Julia) brauchte ein paar Stempel - Ein-, Ausreise und so weiter.
Also offizielle Ausreise aus Kolumbien - viele Stempel in unsere PĂ€sse, danach mit dem Boot ĂŒber den Amazonas nach Peru. Von dort mit dem Tuck-Tuck zur offiziellen Einwanderungsbehörde Perus. Eigentlich unvorstellbar - ein halbwegs ordentliches Haus zwischen Bretterbuden - und im dicksten Morast. Dort sind wir dann fĂŒr maximal 10 Tage in Peru eingereist - hochoffiziell mit Touristenvisum. Die ganze Nummer (Tuck-Tuck, Boot) zurĂŒck, nur in Kolumbien ohne Stempel eingereist. Wir sind also aktuell illegal in Kolumbien. Ich weiĂ, dass das jetzt keiner von euch kapiert, aber wir kommen uns vor wie James Bond đȘđ
Hier ist es brutal warm und schwĂŒl, wir kleben mal wieder am ganzen Körper. Ich freue mich schon jetzt auf 3 Tage Gummistiefel - puh đ
Der Ort Leticia ist ĂŒbrigens gröĂer als gedacht und hat gefĂŒhlt 4 Mopeds auf jeden Einwohner. Aber auĂer Dschungel ist hier eigentlich nichts - hier lebt wahrscheinlich jeder irgendwie vom Grenzverkehr. Wir sind hier am sĂŒdlichsten Punkt Kolumbiens. Nach Brasilien muss man ĂŒbrigens noch nicht mal Boot fahren. Den Grenzort Tabatinga kann man zu FuĂ erreichen, mal eben auf nen Bier. Und warum fahren die doofen Adamis umstĂ€ndlich nach Peru fĂŒr die Stempel? Weil wir uns schlau gemacht haben und die Brasilianer wohl manchmal etwas âunangenehmeâ Fragen stellen.
So Freunde, morgen frĂŒh um 6 gehtâs los. Ihr werdet wahrscheinlich bis Nikolaus đ
nichts von uns hören - verdammt schlechte Netzabdeckung hier. Es wird aber alles nachgereicht - versprochen.