Chemieschaf on Tour 🐑
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Whangarei - Hundertwasser und Wasserfall

Veröffentlicht: 07.02.2025

In Whangarei gibt es viel Wasser: Den Town Basin am Hatea River, mindestens einen Wasserfall und ein Hundertwasser-Haus und Museum. Wusstet ihr, dass der Österreicher Hundertwasser in Neuseeland beerdigt ist und Whangarei ein Hundertwasser Art Center besitzt... Ich wusste das vorher nicht und fühle mich kurz wie in Wien. Damit ich meine geplante Wanderung schaffe, stiefle ich bereits um kurz nach 6 Uhr morgens los in Richtung Whangarei Falls. Meine Tour hat etwa 13km und mein Bus fährt um 11:30 Uhr zurück nach Auckland. Der Weg ist, nachdem ich die Straße verlassen habe, so schön, so grün, so friedlich und still, wie es der Morgen so häufig mit sich bringt. Vielleicht mag ich ihn deshalb so gerne - wenn so vieles noch schläft, außer die Vögel die Zwitschern, ist es nicht so schwer, die Musik der Welt zu hören. 

Auf dem Weg beschnuppert mich ein Hund (zum Glück diesmal nicht als Sicherheitskontrolle), mache ich eine Käsesemmel-Frühstückspause am Wasserfall (so typisch deutsch...) und höre zwischendurch den Stimmen von Freunden in Sprachnachrichten zu (und Politikpodcasts, aber ich will mich hier gerade auf das Schöne konzentrieren). Das ist eine gute Begleitung auf einem beruhigenden Weg und ich komme sehr entspannt wieder zur Straße zurück. Da ich sogar früher zurück bin, als gedacht, kann ich mir noch einen Kaffee an einem Fenstercafé holen, an dem es endlich auch mal vegetarische Pies gibt, so dass das Mittagessen auch erledigt ist. Zudem ist der Verkäufer so nett und mit so viel positiver Energie erfüllt, dass ich mich gleich aufgetankt fühle. Solltet ihr mal nach Whangarei kommen: Hello Pickle - großartiger Kaffee und ein wunderbares Gefühl inklusive! Mein Bus ist pünktlich und ich fahre etwa 3,5 Stunden bis Auckland. Dort hole ich meinen vergessenen Schlafanzug aus meinem ersten Hotel dort ab, beziehe mein Hostelzimmer und wasche Wäsche. Dann setze ich ein Vorhaben dieses Jahres in die Tat um: Ich gehe alleine ins Kino und schaue einen Film an, von dem mir erst beim Schauen bewusst wird, dass ich bereits einen Artikel über ihn gelesen habe. Das Kino ist klein, schnuckelig, ich bekomme kostenloses Popcorn und die Sitze kann man elektronisch so verstellen, dass man einen Liegesessel hat. Großartig! In der Umgebung des Kinos finde ich zudem einen "Womans Bookstore", der zwar leider schon geschlossen aber auch Angela Merkels Biographie in der Auslage hat. Am nächsten Tag nutze ich meine letzte Nacht Einzelzimmer bis zum letzten Moment, schlafe aus, kaufen neue Wanderschuhe und lese ein bisschen im Albert Park. Am Nachmittag lerne ich die ersten Mitreisenden meiner neuen Gruppe kennen und besteigen den Mount Eden, einen Aussichtsberg in Auckland. Am Abend trifft dann die gesamte Gruppe zusammen, wir sind nur 8 Personen in einer großen Spannweite: vom 20-Jährigen, der sein Studium geschmissen hat (und der Hahn im Korb ist) zur 69-jährigen US-Amerikanerin ohne jegliches elektronisches Gerät. Unser Guide Clinton ist ein bisschen überfordert, aber wir bekommen alles geplant und gedeichselt, so dass wir mit Vorfreude aufs neue Abenteuer ins Bett fallen.

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