Canada Diary - Valentina
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Zuletzt in Kanada

Chapter five đŸ«‚

Veröffentlicht: 14.07.2025

Sehenswert
Chinatown
Vancouver, Kanada
Sehenswert
Village Mall
Vancouver, Kanada
Sehenswert
Mister Wells
Vancouver, Kanada
Attraktion
Lynn Canyon Park
Vancouver, Kanada
Attraktion
Lynn Canyon Suspension Bridge
Vancouver, Kanada
Sehenswert
Strand
Vancouver, Kanada
Sehenswert
Kanada
Kanada

Jeden einzelnen Tag der vier Tage zu beschreiben, wĂ€re zu lang, deshalb habe ich mich fĂŒr eine kurze Zusammenfassung entschieden. Doch vorher möchte ich kurz von meinem Office-Termin erzĂ€hlen. Am 08.07. fuhr ich nach Chinatown in die Village Mall, wo ich Mister Wells traf. Er sollte mir beim Ankommen in Kanada und mit dem formellen Kram fĂŒr das Work and Travel helfen.

Wir unterhielten uns nett, und ich hatte mein erstes lĂ€ngeres GesprĂ€ch auf Englisch, was mir erstaunlicherweise besser gelang, als ich es mir selbst zugestanden hĂ€tte. Ich erinnere mich, wie ich anfangs nervös war und mir Gedanken ĂŒber meine Wortwahl machte. Doch je lĂ€nger wir sprachen, desto mehr fĂŒhlte ich mich sicherer. Mister Wells zeigte mir Videos und hĂ€ndigte mir ein kleines Prospekt mit allen wichtigen Informationen aus. Wir redeten ĂŒber meine PlĂ€ne, die noch nicht ganz ausgereift sind, und er zeigte mir einige gute Orte auf meiner Kanada-Karte.

Nach einer Stunde verließ ich das BĂŒro mit der Aufgabe, meine Steuer-ID und mein Bankkonto zu beantragen. Was ich mehr aus dem GesprĂ€ch mitnehmen kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht, da es sich fĂŒr mich nach einer großen Reise zu mir selbst anfĂŒhlt, in der eine Jobsuche zurzeit noch ausgeschlossen beziehungsweise nicht greifbar ist. 

Nun denn, legen wir mal los. Von Dienstag bis Freitag war ich mit GĂŒde, Noah und Rouven unterwegs. Kristin reiste leider schon am Mittwoch wieder ab, weshalb sie sich keinen exklusiven Platz in der von GĂŒde ernannten „Kartoffelgruppe“ sichern konnte. Dennoch hatten wir an einem Abend die Gelegenheit, alle zusammen zu sitzen, Karten zu spielen und Musik zu hören. Es war eine schöne Zeit. 

An den anderen Abenden erlebten GĂŒde, Rouven, Noah und ich ebenfalls einige schöne und lustige Momente. Rouven stellte uns ein paar tiefgrĂŒndige Fragen, die es uns ermöglichten, uns zu öffnen und ĂŒber unsere Gedanken und GefĂŒhle zu sprechen. Und Noah prĂ€sentierte uns seinen besten Witz, der uns alle absolut nicht zum lachen brachte. Das war aber kein Problem, da ich meinen Lachflash schon vor der Vorstellung absolvierte. 

Ein besonderes Highlight war mein Ausflug mit Rouven und Noah in die Tiefen des Lynn Canyon Parks. Ich erinnere mich an den Moment, als wir ĂŒber die Bridge gingen – das GefĂŒhl, ĂŒber den Abgrund zu schauen, war aufregend. Wir hielten an, um Fotos zu machen, und ich konnte nicht anders, als zu lachen, als Noah versuchte, einen dramatischen Sprung zu machen und dabei fast das Gleichgewicht verlor.

Mit GĂŒde und Noah besuchte ich auch die Suspension Bridge und ließ den letzten Abend am Strand ausklingen. Rouven war bereits einen Tag vorher nach Japan geflogen. 

Wir  schauten den Wellen zu, wĂ€hrend wir ĂŒber unsere Erlebnisse sprachen. Es war ein perfekter Abschluss fĂŒr eine aufregende Woche voller neuer EindrĂŒcke und Freundschaften.

Um die Menschen zu wĂŒrdigen, die ich treffe, möchte ich gerne hier zu jedem Einzelnen etwas schreiben. 

Ladies first.

**GĂŒde:** Sie ist 20 und war der Grund, warum ich mit meinem Alter geflunkert hatte. Doch wie das so oft tĂ€uscht, hat das Alter so gar nichts zu sagen. GĂŒde versteht meinen Humor, und sie hat die FĂ€higkeit, Geschichten so zu erzĂ€hlen, dass sie lebendig werden. Es ist unmöglich, sich in ihrer NĂ€he nicht wohlzufĂŒhlen. Mit ihr kann man einfach lachen und die Zeit vergessen, wĂ€hrend sie mit einem Augenzwinkern die kleinen Dinge des Lebens in den Mittelpunkt rĂŒckt.

**Noah:** Noah ist jemand, mit dem ich im  „echten“ Leben wahrscheinlich nicht direkt den Tisch geteilt hĂ€tte. Doch trotz unserer Unterschiede erinnert er mich mit seiner sarkastischen, trockenen Art an meinen besten Freund, was mir sofort eine Verbundenheit zu ihm brachte. Er ist sehr intelligent und brachte oft unerwartete Perspektiven in die GesprĂ€che ein. Seine FĂ€higkeit, selbst in den banalsten Situationen Humor zu finden, sorgt dafĂŒr, dass man sich immer wieder ĂŒber die kleinen Dinge des Lebens amĂŒsiert. Außerdem hat er ein großes Herz und war sehr hilfsbereit. 

**Rouven:** Jemand in meinem Alter! Kennt ihr die Menschen, die zu jedem Thema etwas zu sagen haben, VerstĂ€ndnis zeigen und mit denen man diskutieren kann, ohne dass es unangenehm wird? So jemand ist Rouven. Er hat eine beeindruckende Allgemeinbildung und kann ununterbrochen interessante Dinge erzĂ€hlen. Das beste war dann irgendwie, dass ich jetzt ein paar mehr Lieder auf meinem Handy habe. Aber Rouven, ich hab nicht vergessen, dass du mir noch 5 Dollar fĂŒr die Waschmaschine geben darfst – wobei wir, denke ich, quitt sind, nachdem ich dein GemĂŒse und deine Nudeln gegessen habe! :-)

Ich hab unsere GesprÀche sehr genossen. 


PĂŒnktlich zu dem Zeitpunkt, an dem ich neue Leute kennenlerne, bin ich froh, dieses Kapitel geschrieben zu haben. Ich werde in den kommenden Tagen im neuen Hostel die vergangenen zwei Tage alleine, Revue passieren lassen und sicherlich einige RĂŒckschlĂŒsse ziehen können. Doch selbst in der Einsamkeit passieren Dinge, die man sofort erzĂ€hlen möchte. Sei es, dass meine Unterhose fast im Abfluss verschwunden wĂ€re oder dass ich die SpĂŒlung der Toilette reparieren musste – und das war alles andere als appetitlich! Aber darĂŒber gibt es dann beim nĂ€chsten Mal mehr zu berichten.




Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
4 Tage
Begleitung
Mit Freunden (4)
KulturellEntspannendSolo
  • Office-Termin in Chinatown in der Village Mall
  • Lynn Canyon Park
  • Suspension Bridge
  • Abend am Strand
  • Zeit mit GĂŒde, Noah und Rouven
StadtNaturTransitKultur
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