Tempel in Bagan
Über unseren Aufenthalt in Bagan gibt es nicht ganz so viel zu berichten. Bagan besteht aus drei kleinen Dörfern, die ein ca. 40km² großes Feld umgeben, auf dem über 4000 Tempel...


Veröffentlicht: 30.10.2017















Von Bagan aus sind wir wieder mit dem Nachtbus nach Yangon gefahren. Dies war mit 10 Stunden Fahrtzeit die längste Strecke. Leider diesmal unerwarteterweise ohne Essenspause. Wir hatten extra mittags nur eine Kleinigkeit gegessen, da das Essen in den Restaurants, bei denen die Busse halten, eigentlich immer recht gut und preiswert ist. Wir sind dann am nächsten Morgen gegen 7 Uhr in unserem Hotel angekommen und konnten direkt unser Zimmer beziehen. Dann war wieder erstmal schlafen angesagt.
Bogyoke Markt und Junction City
Nachmittags ging es dann erstmals in die City. Die Innenstadt von Yangon ist schon ein großer Kontrast zu den anderen Orten, die wir in Myanmar gesehen haben. Mit über 7 Millionen Einwohnern ist sie mit Abstand die größte Stadt des Landes und die ehemalige Hauptstadt. Die City besteht aus Hochhäusern und vielen hochmodernen und riesengroßen Shopping-Centern. Und was in Mandalay die Roller sind, sind in Yangon die Taxis. Besonders der Feierabendverkehr ist eine Katastrophe. Die Straßen sind völlig überfüllt und überall wird gehupt. Autos und Busse können sich nur im Schneckentempo fortbewegen.
Unser erster Stopp war der Bogyoke Markt. Das ist der älteste und bekannteste Markt in der Stadt. Hier kann man vor allem Souvenirs und Schmuck bekommen. Es gibt auch einen kleinen Foodcourt, wo wir sehr günstig leckeres Streetfood gegessen haben.
Um uns dem Trubel des Marktes zu entziehen sind wir dann durch das nebenan gelegene Junction City Shopping-Center geschlendert. Hier gab es auf 4 Etagen auch wirklich alles. Selbst Autos. Das Beste war, dass es in einer Bäckerei richtige Brötchen gab und im Supermarkt auch Käse, so dass wir dann nach über 2 Wochen das erste Mal wieder ein gewohntes Abendessen hatten:-)
Circular Train, liegender Buddah und Shwedagon Pagode
Am nächsten Morgen sind wir dann zum Bahnhof gegangen und sind mit dem Circular Train gefahren. Dieser Zug fährt über 20 mal täglich im Kreis durch die ganze Stadt. Die Strecke ist ca. 45 km lang und dauert 3 Stunden. Hier hat man dann die andere Seite von Yangon gesehen. In den Außenbezirken der Stadt herrscht bittere Armut. Die Menschen leben nur in Holzhütten und es ist sehr vermüllt. Im Zug herrschte ein reges Treiben. Unzählige Händler versuchten während der Fahrt ihre Waren zu verkaufen. Man konnte zum Beispiel Obst, Eier und auch Nudeln kaufen, welche im Übrigen sehr lecker waren.
Der nächste Stop war dann die Pagode mit dem liegenden Buddha. Die Statue hat ein Länge von 71 Metern und macht einen imposanten Eindruck.
Als letzte Station stand dann die Shwedagon-Pagode auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um das Wahrzeichen Myanmars und die größte Pagode im ganzen Land. Sie befindet sich auf einer 60.000m² großen Plattform und ist von vielen kleinen Tempeln und Pagoden umgeben. Die Pagode ist 105m hoch und komplett mit Blattgold umhüllt.
Abends wollten wir dann eigentlich noch nach Chinatown zum Essen. Aber entweder waren wir in der falschen Straße oder es gibt gar kein richtiges Chinatown in Yangon. Wir haben es auf jeden Fall nicht gefunden, dafür aber diese Delikatesse ;-) Knusprige Heuschrecken. Wir haben uns dann aber doch für etwas anderes entschieden.
Leider hat es den nächsten Tag fast durchgehend geregnet, so dass wir die meiste Zeit in unserem Hotel verbracht haben. Zwischendurch haben wir einen kurzen Spaziergang durch den Stadtpark gemacht, was bei dem Wetter aber nicht so viel Spaß gemacht hat.
Hlawga Nationalpark
Unser letztes Ziel in Yangon war der Hlawga Nationalpark. Nachdem wir aufgrund von Verständigungsproblemen nach einiger Zeit im richtigen Bus saßen, konnte der Ausflug losgehen. Der Park besteht zum einen aus einem Minizoo, in dem es ein paar Bären, Krokodile, Schildkröten und viele freilaufende Affen gibt. Hier ist man jedoch nach kurzer Zeit durch. Danach ging es dann für uns mit dem Buggy durch den Nationalpark. Dort gibt es einige Picknickplätze und man kann aussteigen und einsteigen wo man will. Zuerst haben wir einige Wasserbüffel und leider angekettete Elefanten gesehen. Ausgestiegen sind wir dann an einem kleinen Gehege, wo es ein Flusspferd zu sehen gab. Dieses machte leider nicht wirklich einen glücklichen Eindruck. Die Hauptattraktion des Parks sind aber die Affen. Es gab hunderte davon. An einer Stelle mussten wir zu Fuß durch einen ganzen Haufen Affen laufen. Da hatten wir schon ein mulmiges Gefühl, da die Affen teilweise einen leicht aggressiven Eindruck gemacht haben. Der Park ist wirklich ganz schön, mehr als einen halben Tag braucht man dafür aber nicht einplanen.
Ngwe Saung Beach
Bevor wir Myanmar dann verlassen haben, haben wir noch einen Abstecher zum Strand gemacht. Dort haben wir in einem schönen kleinen Bungalow übernachtet und versucht so viel Zeit wie möglich am Strand zu verbringen. Leider war auch hier anfangs das Wetter nicht so gut, aber an den letzten beiden Tagen hatten wir dann fast durchgehend strahlenden Sonnenschein. Der Strand war wirklich sehr schön und da wir in der Nebensaison da waren, war es auch sehr leer. Nach diesen vier Tagen ging es dann wieder für eine Nacht nach Yangon, von wo aus wir am nächsten Tag dann nach Laos geflogen sind.