Vientiane und 4000 Inseln
Von Vang Vieng sind wir wieder mit dem Mini-Van weiter nach Vientiane gefahren. Das ist die Hauptstadt von Laos, welche touristisch aber nicht wirklich viel zu bieten hat, wie...


Veröffentlicht: 23.11.2017
Unsere Reise durch Vietnam startete in Ho Chi Minh City, der mit über 8 Millionen Einwohnern größten Stadt des Landes. Vor allem der Verkehr ist hier noch eine Ecke schlimmer als in Yangon. Jeder fährt mit dem Roller und es ist einfach nicht mehr genug Platz auf den Straßen, so dass die Bürgersteige mitbenutzt werden. Für Fußgänger ist das natürlich nicht so cool.
Unser Guesthouse lag direkt im Backpackerviertel, eine Vergnügungsmeile voller Restaurants und Bars. Abends war hier wirklich die Hölle los.
Nach unserer Ankunft sind wir mal direkt in die Innenstadt gegangen und dann relativ schnell im ersten Shopping Center gelandet. Man kann wirklich überall shoppen. Von teurer Markenware bis ganzen Shopping Centern für nachgemachte Sachen. Viel mehr haben wir dann am ersten Tag auch nicht mehr gemacht.
Cu Chi Tunnel und Kriegsreliktemuseum
Am zweiten Tag stand eine Tour zu den Cu Chi Tunneln an. Dabei handelt es sich um einen Teil eines 250 Kilometer langen Tunnelsystems, welches die Vietnamesen sowohl im ersten Indochinakrieg gegen die Franzosen, als auch im Vietnamkrieg als Versteck verwendet haben. Hier konnten wir verschiedene Fallen begutachten, durch einen Tunnel kriechen (was mit aufgrund des schmalen Wegs doch relativ schwer gefallen ist) und es gab sogar die Möglichkeit an einem Schießstand selber die Waffen aus dem Krieg auszuprobieren. Das haben wir aber nicht gemacht. Es war zwar nur eine kurze Tour, dafür aber sehr interessant.
Auf dem Rückweg haben wir uns dann vom Busfahrer direkt am Kriegsreliktemuseum absetzen lassen, da sich das thematisch anbot. Das Museum war auch wirklich interessant. Auf dem Vorplatz waren Fahrzeuge, sowie Flugzeuge aus dem Vietnamkrieg in Originalgröße ausgestellt. Im Inneren waren dann verschiedene Aspekte des Kriegs in Themenräumen anhand von Bildergeschichten ausgestellt. Teilweise waren die Bilder auch wirklich schockierend, wie z. B. die Bilder von zerfetzten Körpern oder auch von Menschen mit Missbildungen aufgrund des Einsatzes von chemischen Waffen. Auf dem Foto ist das berühmte Bild des "Napalm Girls" zu sehen. Wenn man mehr über den Vietnamkrieg erfahren möchte ist dieses Museum absolut lohnenswert.
Sightseeing
Am nächsten Tag stand dann Sightseeing auf dem Programm. Wir sind an der Notre Dame Kathedrale angefangen. Von da aus ging es zum alten Hauptpostamt. Ein schönes Gebäude mit Geldautomaten im Telefonzellen-Look.
Anschließend haben wir den Wiedervereinigungspalast besichtigt. Ein riesengroßes, sehr luxuriöses Gebäude, in dem früher ausländische Staatsgäste empfangen und bespaßt wurden.
Letzter Stopp war der Bitexco Financial Tower, das mit 265 Metern höchste Gebäude von Vietnam. Anstatt auf die Aussichtsplattform sind wir in das im 51. Stock gelegene Skycafe gefahren, um bei absolut überteuerten Getränken die Aussicht auf die Stadt beim Sonnenuntergang zu genießen. Ursprünglicher Plan war es sich die insgesamt 16 Euro Eintritt für zwei Personen für die Aussichtsplattform zu sparen. Dafür haben wir dann 15 Euro für einen normalen Kaffee und eine lauwarme Schokolade bezahlt. Also nichts gespart, aber dafür hatten wir immerhin Getränke dabei.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft haben wir dann im Stadtpark noch bei einem Box Event vorbeigeschaut. Das war ganz lustig. Wir wurden auch sofort in den VIP Bereich direkt hinter die Punktrichter gesetzt (wo auch die anderen Touristen saßen;-)) Die Kämpfe waren jetzt nicht so super interessant. Manchmal war auch gar nicht zu erkennen, ob da jetzt Männer oder Frauen geboxt haben. Bei einem der 5 Kämpfe gab es immerhin einen KO in der ersten Runde zu sehen.
Ho Chi Minh Museum
Für unseren letzten Tag in Ho Chi Minh City hatten wir uns nicht wirklich viel vorgenommen, da wir beide durch den Wechsel von drückender Hitze draußen und den tiefgekühlten Shopping Centern etwas angeschlagen waren.
Also haben wir nur das Ho Chi Minh Museum besucht. Der Namensgeber der Stadt wird aufgrund seiner politischen Verdienste u.a. im Vietnamkrieg und seiner Nähe zu den Menschen in Vietnam fast wie ein Heiliger verehrt. In dem Museum wird seine gesamte Lebensgeschichte anhand von Bildern erzählt. Leider war die Chronologie für uns nicht immer ganz nachvollziehbar, da es ein paar mehr englische Erklärungen hätte geben können.
Am nächsten Tag stand dann die Weiterreise an. Ziel war diesmal der Cat Tien Nationalpark.