Bye Seoul, Hallo Busan
Heute hieß es früh aufstehen, alles zusammenpacken und fertig machen zum Auschecken. Zum ersten Mal in Seoul haben wir tatsächlich ganz klassisch gefrühstückt. Zwar nur Paninis,...

Veröffentlicht: 17.12.2025


















Busan scheint wirklich einiges zu bieten zu haben. Gestern den wohl schönsten Strand Südkoreas besucht, heute vermutlich einen der schönsten Tempel des Landes (steht dort, hab ich mir also nicht ausgedacht) besichtigt.
Aber ich greife vor. Für heute stand ein Besuch bei einem Küstentempel auf dem Plan: dem Haedong Yonggungsa Tempel im Osten von Busan. Dafür hieß es etwas früher aufstehen als sonst.
Nicht nur wegen der Fahrt, sondern auch, weil wir in unserem aktuellen Hotel ein kleines Frühstück aufs Zimmer bekommen haben. Also erst einmal um acht Uhr frühstücken, dann langsam fertig machen und losziehen. Gegen zehn Uhr ging es Richtung U-Bahn, danach weiter mit dem Bus – und etwa eine Stunde später standen wir schließlich vor dem Tempel.
Ein buddhistischer Tempel direkt am Meer: schönes Wetter, tolle Aussicht und frische Meeresluft. Eine Kombination, die sofort wirkt.
Im Tempelgelände selbst gab es neben der unglaublich schönen Aussicht aufs Meer mehrere buddhistische Schreine, einen riesigen Buddha und auch einen kleineren Buddha, über den man mit einer Kelle Wasser gießt. Dieses Ritual symbolisiert Reinigung und das Loslassen negativer Gedanken oder Sorgen – eine kleine Geste mit viel Bedeutung.
Außerdem gab es verschiedene Möglichkeiten, Wünsche zu äußern: zum einen über Münzen in einem Wunschbrunnen, zum anderen über bunte Lampions, an denen kleine goldene Blätter mit persönlichen Wünschen befestigt waren und die dann dort aufgehängt werden.
So ist eine Art ganzer „Wald“ aus Wünschen entstanden. Die Farben der Lampions stehen jeweils für unterschiedliche Arten von Wünschen – Rot etwa für leidenschaftliche, zielgerichtete Wünsche, Hellblau eher für solche, die mit Verantwortung und Vertrauen verbunden sind.
Nach dem Tempelbesuch haben wir uns noch einen selbstgemachten Kaffee direkt am Meer gegönnt. Bohnen, Mühle und Aeropress waren natürlich im Gepäck dabei – der Kaffeenerd war vorbereitet. Mit Blick auf das Meer schmeckt Kaffee irgendwie nochmal besser.
Anschließend ging es ein Stück zurück durch einen kleinen Bambuswald und von dort wieder Richtung Bus.
Zurück in der Stadt gab es erst einmal Mittagessen: Gimbap – quasi wie koreanisches Sushi, nur in der Größe eines kleinen Dürüms. Danach durfte natürlich auch der obligatorische Cafébesuch nicht fehlen, diesmal bei einem ganz bestimmten Röster, der wohl schon eine Meisterschaft im Rösten gewonnen hat. Bonuspunkt: Von dort hatten wir abends einen schönen Blick von oben auf einen der Häfen von Busan.
Zurück im Hotel wartete dann noch eine kleine Überraschung auf uns. Eigentlich hatten wir für diesen Tag keinen Zimmerservice gewollt – wozu auch, wenn man am nächsten Tag sowieso weiterreist. Trotzdem lag im Zimmer plötzlich ein kleines Beutelchen mit zwei Keksen und einer netten Nachricht. Eine wirklich schöne Geste.
So kann man einen Tag gut ausklingen lassen. Am Ende hieß es nur noch: Rucksäcke ordentlich packen, alles für den Flug am nächsten Tag vorbereiten – und dann war der Tag erledigt. Und wir auch.
