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Paintball, Volleyball, Skype-Date, Klausuren und ein Gottesdienst

Veröffentlicht: 26.08.2018

Hallo ihr Lieben :) Jetzt kommen relativ wahllos mal ein paar Erzählungen von Dingen, die ich in letzter Zeit so getrieben habe. Am Tag nach dem International Culture Fest waren wir Paintball spielen - eine Premiere für mich. In Deutschland ist das ziemlich teuer, da kann man schon mit 50 bis 60 Euro rechnen. Hier haben wir drei Stunden für 15 Euro gespielt. Es tut auch ein bisschen weh, wenn man von einer Farbkugel getroffen wird und am nächsten Tag hatte ich auch mehrere blaue Flecken - aber es hat sich gelohnt, es macht wirklich viel Spaß. Man hat eine Maske auf um das Gesicht zu schützen, aber einmal ist eine Kugel so auf meiner Maske aufgekommen, dass alles durch die Luftlöcher und unter der Maske durch gespritzt ist - danach sah ich aus als hätte jemand mir eine Portion Spaghetti ins Gesicht geschmissen. 
Vorher
Nachher
Am Tag nach dem Paintball, habe ich es endlich mal ins Volleyball Training an der Uni geschafft. Ich wollte schon seit Beginn der Uni gehen, aber es kam immer etwas dazwischen. Ich habe nie Volleyball im Verein gespielt, aber der Trainer hatte mir schon vorher gesagt, das sei kein Problem. Und ich hatte Lust auch mal andere Leute als die Internationals kennenzulernen. Zwei andere deutsche Mädels sind zwar dann mitgekommen, aber die Locals haben uns trotzdem ganz herzlich aufgenommen. Ich war zwar wirklich schlecht, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Meine Unterarme haben vom Baggern aber unglaublich gebrannt und die nächsten paar Tage waren sie blau und haben geschmerzt. Hoffentlich legt sich das nach ein paar Mal spielen.

Jaa und dann hatte ich endlich mal ein Skype-Date mit drei meiner Mitbewohner aus Mainz. Das war super schön und fast so, als würden wir in unserer WG-Küche sitzen und uns einfach stundenlang verquatschen anstatt zu lernen. Bei sowas kommt dann doch immer ein bisschen Sehnsucht nach zu Hause auf, wobei ich in den sieben Wochen, die ich jetzt schon hier bin, nie wirklich Heimweh hatte. Dafür passiert hier zu viel Gutes :)


Und die Klausuren... Ja, die gibt es hier tatsächlich auch, auch wenn es hier meistens so klingt, als hätte ich nur Freizeit :D Ich habe aber tatsächlich schon drei Zwischentests hinter mir und es kommen noch einige auf mich zu. Hier ist es ein bisschen anders als in Deutschland; kontinuierlich gibt es hier Abgaben und kleinere Tests, die dann in Kombination mit dem Final Exam im November, die Gesamtnote für den Kurs ergeben. Es lief auch bisher alles echt ganz gut, bis Mitte Oktober habe ich aber jetzt noch jede Woche einen Test oder eine Abgabe und dann muss man schon wieder anfangen für die Final Exams zu lernen. Also zu wenig zu tun habe ich hier definitiv nicht :)

Heute war ich bei einem Gottesdienst der Father's House Church. Ich bin eigentlich nicht sehr gläubig, die christlichen Werte teile ich absolut, aber an die Bibel und die Rolle der Kirche zu glauben, fällt mir etwas schwer. Trotzdem mag ich es auch in Deutschland ab und zu mal, in die Kirche zu gehen. Ein Gottesdienst in der Father's House Church ist aber einfach ein Erlebnis. In einer großen Halle haben ganz viele Weiße und Farbige einfach zusammen ihren Glauben gefeiert, gesungen und getanzt. Eine Band hat zu Anfang viele christliche Lieder gespielt, aber nicht so wie bei uns mit Orgel und ein paar schrägen Stimmen. Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, alles war dabei, mehrere Sänger mit tollen Stimmen. Wirklich schön. Irgendwie fühlt man dann doch etwas, wenn man dort so in der Menge steht. Dann der Pfarrer. Ein junger Typ in Lederjacke, der anekdotenreich eine absolut lebensnahe und verständliche und humorvolle Predigt hält. So ist Kirche direkt viel greifbarer, viel näher, viel spaßiger. Generell waren auch ganz viele junge Leute da, schwarz wie weiß wie colored. Aber auch ältere Menschen. Menschen, die alleine stehen, mit geschlossenen Augen und offenen Armen. Oder Menschen, die sich einfach in den Armen halten und ihren Glauben miteinander teilen. So finde ich Kirche gut. So verstehe ich Kirche. 


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