Die Reiterles Kapelle, malerisch gelegen auf 642 Metern Höhe oberhalb des Waldstetter Teilortes Tannweiler, ist ein bedeutendes historisches und kulturelles Wahrzeichen in der Nähe von Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis. Sie befindet sich an der Passhöhe zwischen dem Remstal und dem Filstal. Der Kapellenbau, dessen exaktes Entstehungsdatum nicht bekannt ist, wird auf eine Zeit weit vor dem Jahr
1714 datiert, welches als Jahr der ersten Erwähnung über dem Türsturz der Kapelle zu finden ist.Die Kapelle und ihre GeschichteDer Bau der Reiterles Kapelle ist eng mit der Verehrung des Viehpatrons St. Leonhard verbunden. Als heilige Stätte hat sie seit jeher eine religiöse Bedeutung. Über dem Eingang zur Kapelle befindet sich die Jahreszahl 1714, was auf eine zumindest teilweise Renovierung oder Wiederherstellung in diesem Jahr hindeutet. Die genaue Entstehungszeit bleibt jedoch im Dunkeln, sodass die Ursprünge vermutlich noch weiter zurückreichen.Die Reiterles Kapelle ist vor allem auch durch die Gründungssage "Der Holzbrockeler" bekannt, die eine spannende Legende rund um den Bauern Reuterle aus Tannweiler und den Winzinger Hauptmann Roth erzählt. Laut dieser Erzählung stiftete Reuterle die Kapelle, nachdem er sich aus einer gespenstischen Bedrohung befreit hatte. Die Legende, die mit mystischen und übernatürlichen Ereignissen rund um den Tod des Hauptmanns Roth verbunden ist, hat sich im Volksmund über Generationen hinweg gehalten und trägt zur kulturellen Bedeutung des Ortes bei.Das Wahrzeichen von WaldstettenDie Reiterles Kapelle hat sich über die Jahre hinweg zu einem wichtigen Wahrzeichen der Region entwickelt. Besonders hervorzuheben ist die Linde, die direkt neben der Kapelle steht und als Naturdenkmal geschützt ist. Die Kapelle und ihre Umgebung sind ein beliebtes Ziel für Wanderer, die nicht nur die religiöse Bedeutung des Ortes schätzen, sondern auch die idyllische Landschaft genießen. Früher war die Kapelle zudem ein oft besuchter Wallfahrtsort, was die Bedeutung für die lokale Bevölkerung unterstreicht.Ein Ort der Verehrung und WallfahrtBesonders markant ist auch die Inschrift „MTA“ (Mater ter Admirabilis – Dreimal wunderbare Mutter), die 1933 zur Verehrung der Gottesmutter Maria an der Stirnseite der Kapelle angebracht wurde. Diese Inschrift verweist auf die tiefe religiöse Bedeutung des Bauwerks, das nicht nur als Kapelle, sondern auch als Symbol der Spiritualität und Hingabe betrachtet wird.Heute ein Ziel für Pilger und WandererDie Reiterles Kapelle hat heute auch eine andere Funktion übernommen. Sie ist als Stempelstelle des Jakobusweges bekannt und dient damit auch als Ziel für Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela. Diese Rolle als Etappenpunkt im Pilgerweg macht die Kapelle auch international von Bedeutung. Früher war sie im Privatbesitz, mittlerweile wird sie von der Gemeinde Waldstetten betreut, die dafür sorgt, dass der historische und religiöse Wert des Ortes erhalten bleibt.Neben der Kapelle steht eine große alte Linde, die um das Jahr 1600 gepflanzt worden sein muss, also rund 100 Jahre älter als die Jahreszahl über der Tür der Kapelle.Die Reiterleskapelle ist ein wahrer Knotenpunkt für unzählige Wanderwege in der Region. Man kann zum Beispiel das Naturschutzgebiet Kaltes Feld mit Hornberg, Galgenberg und Eierberg, ein über 634ha großes Schutzgebiet um die Hochebene Kaltes Feld erreichen. Das Kalte Feld mit seinen Ausläufern Hornberg und Galgenberg ist ein Zeugenberg der Schwäbischen Alb und mit 781m die höchste Erhebung in Ostwürttemberg.Man kann von hier aber auch wunderbar ins Christental absteigen.Man könnte ebenso auch die Kohlöffelrunde, die Lautertalrunde, die Messelbergtour, zum Rötelstein, zum Messelstein, oder zu den anderen vier Kapellen auf Waldstettergemarkung: Michaelskapelle, Pieta Kapelle, Kapelle Hürbelsbach und Kapelle St. Georg.Umrahmt von den markanten Dreikaiserbergen bietet die Region rund um Waldstetten und Schwäbisch Gmünd ein wahres Wanderparadies für alle Naturfreunde. Die malerische Landschaft, unberührte Wanderpfade, spektakuläre Ausblicke, gemütliche Einkehrmöglichkeiten und zahlreiche Sehenswürdigkeiten am Wegesrand machen die Wandertouren zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben den beiden Qualitätswanderwegen „Kaltes Feld Weg“ und „Waldkugelbahn Weg“ gibt es eine Vielzahl an Routen, die sich an Geschichtsinteressierte, Kulturfreunde, Genießer sowie kleine und große Abenteurer richten. Hier ist für jeden Geschmack und jedes Wanderlevel etwas Passendes dabei!
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