7. Es geht voran und mir geht es gut…!
Ich warte viel, bekomme mit viel Hilfe die erforderlichen Dokumente zusammen und mache ein wenig Urlaub…

Veröffentlicht: 08.02.2026






Weil ich über Nacht nicht so viel Bargeld im Haus haben wollte (Rettungsdienst, bzw. die Kühlung dort und die Einäscherung müssen bar bezahlt werden), mache ich mich nach dem Frühstück auf zur Bank. Es ist nur ein Straßen-Schalter geöffnet (mein Sicherheitsbedürfnis weint), und meine EC-Karte funktioniert nicht…? Der Bankmitarbeuter bearbeitet den darauf befindlichen Chip mit einem Radiergummi (?), probiert es nochmal und dreht das Gerät mit dem Display zu mir: „invalid transaction“. Er tauscht mir das deutsche Geld, dass ich habe - das ist viel zu wenig!
Ich stehe vor dem Bankautomaten neben dem Schalter, denke mir ‚ach, was soll‘s‘, und versuche mein Glück mit der EC-Karte: „Pls contact your bank.“ Bitte was?! Was für ein Glück, dass ich eine bisher eher ungenutzte Kreditkarte besitze - und deren PIN codiert auf meinem Handy „versteckt“ habe. Mit der funktioniert‘s im zweiten Anlauf - die Menge, die ich abheben muss gibt’s nicht auf einen Schlag. Also 2x Gebühren…
Ich kaufe noch Umschläge, in die ich dann die mir mitgeteilten Summen packe, und mache mich damit und mit allen Unterlagen auf den Weg zum Rettungsdienst - zum letzten Mal… Kem rollert mir nach - sie hatte sich als Unterstützung angeboten, was ich erleichtert angenommen habe. Die Rettungszentrale ist wie gewohnt leer, aber wir müssen nicht lange warten. Formulare werden gesichtet, nach meinem Reisepass gefragt, und nach 2 Kopien (!) davon. Junge, du wirst doch wohl einen Kopierer in deinem Büro haben?! Hat er nicht, und zeigt auf einen Mix aus Geschäft & Imbiss anderen Straßenseite, an dem sehr viele Schilder hängen, auf einem von ihnen steht „Copy“. Darin bekomme ich für umgerechnet 11 Cent meine 4 Kopien, mit denen werden dann alle Dokumente vervollständigt, Udos Körper wird in den Rettungswagen geladen, und unser kleiner Convoi macht sich mit Blaulicht auf den Weg zum Tempel. Dort angekommen warten wir mal wieder, auf Mitarbeiter. Irgendwann kommen die, und die Holzkiste wird die Stufen hochgetragen, ich darf mich verabschieden, und die Einäscherung beginnt. Morgen früh um acht Uhr (warum nur so früh, an einem Sonntagmorgen?!) kann ich die Asche abholen. Ich empfinde den ganzen Prozess als sehr würdevoll und transparent, mir wurde (dank Kem) alles erklärt.
Die hat mir auch eben eine Papiertüte in die Hand gedrückt, mit einem Tuch & Blumen. Die bräuchte ich - ich bin gespannt…!
Entspannt hänge ich den Rest des Tages „zuhause“ ab, gekrönt von einem kleinen Ausflug zum Food Market (gebratene Nudeln mit Gemüse & Hähnchen, dazu ein Maracuja-Shake, und zum süßen Abschluss ein Erdnussbutter-Roti) mit meinen Nachbarn. Wir genießen bei uns noch ein kaltes Bier - wie gut, dass unser Restaurant so lange geöffnet hat! Denn da morgen Wahlen sind, gibt es den ganzen Tag ein Alkohol-Verkaufs- (& generelles Party-) Verbot…?! Sachen gibt’s! Aber wenigstens reduziert das hoffentlich ein paar der hier ständig durch die Gegend fahrenden Lautsprecher-PickUps, die akustisch sehr aufdringlich wahlweise Parties, MuayThai-Kämpfe oder eben Parteien anpreisen…
Ab ins Bett, morgen klingelt sehr früh der Wecker…!
