Wir
hatten noch eine weitere Nacht in Sofia, also heute auch noch den
ganzen Tag Zeit und den wollten wir lieber in der Natur und nicht in
der Stadt verbringen. Der größte Nationalpark Bulgariens ist der
1992 gegründete Rila Nationalpark mit einer Fläche von über 80.000
Hektar, der sich im gleichnamigen Gebirge befindet. Südlich von
Sofia an den dicht bewaldeten Hängen des Rila-Gebirges liegt das
Kloster des heiligen Ivan von Rila. Umgeben von Nebel fuhren wir
durch das Gebirge. Kurve um Kurve ging es höher und weiter ins
Gebirge rein. Plötzlich waren wir auf einem Parkplatz und vor dem
Eingang des Klosters angekommen. Wir zogen lange Hosen und eine Jacke
an, denn es war hier oben auf 1200 Metern ziemlich frisch. Wir
betraten das Kloster durch einen bogenförmigen Eingang und standen
mitten auf dem riesigen Klosterhof. Direkt vor uns eine Kirche und
ein Mittelalterlicher Turm, umgeben ist das Ganze von dem
vierstöckigen Wohnteil des Klosters, der gleichzeitig die Mauer
bildet. Besonders sehenswert sind die Fresken, Ikonen und die
Architektur des Klosters. Die Geschichte des Klosters ist mehr als
1000 Jahre alt, seit 1983 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Es ist das größte Kloster Bulgariens und eines der größten
orthodoxen Klöster der Welt und inzwischen weit über die Grenzen
Bulgariens bekannt. Trotzdem ist es immer noch ein Ort der Ruhe
inmitten der steilen Hängen des Rila-Tals. Luftlinie gar nicht weit
entfernt befinden sich die 7 Rila Seen. Mit dem Auto sind wir
allerdings eine gute Stunde unterwegs gewesen. Dann ging es 30
Minuten mit dem Sessellift auf 2.000 Meter hoch. Und dann kamen
endlich unsere Wanderschuhe zum Einsatz und durften mit uns 5 der 7
Seen entdecken. Wir hatten hier eine schöne Tour durch die
nebelig-mystische Landschaft. Wir fuhren wieder zurück nach Sofia
und hatten uns nach dem heutigen Tage ein leckeres Abenessen
verdient. Das bekamen wir in dem alten bulgarischen Restaurant „Under
the Linden“. Alle Tische bis auf zwei waren reserviert. Wir hatten
also richtig Glück und haben leckere traditionelle Gerichte
gegessen.
anne & ben um die weltFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.