Am
Nachmittag, nach unserer Foodtour, verließen wir Sarajevo. Auf sehr
holprigen, kurvigen und teilweise nicht ausgebauten Straßen ging es
nach Montenegro. Auf manchen Abschnitten kamen uns Kühe entgegen,
die seelenruhig mitten auf der Straße liefen. Wir hatten völlig
gemischtes Wetter, von Wolken in Sarajevo, über Sonne im Gebirge bis
zu Regen am Fluss Piva. Wir waren nun im Durmitor Nationalpark, dem
größten Nationalpark in Montenegro, angekommen. 1952 wurde er
gegründet und gehört inzwischen zum UNESCO-Welterbe. Ganze 50
Erhebungen, die die 2.000er-Grenze überschreiten, glasklare Bergseen
und Flüsse und die tiefste Schlucht Europas hat der Nationalpark zu
bieten. Die ersten 2 Nächte verbrachten wir direkt am Fluss Piva.
Nach der ersten Nacht war zum Glück der Regen vorüber und wir
konnten auf dem Fluss Tara zum Rafting. Wir hatten einige
Stromschnellen dabei, es war aber eher ein entspannter Tag mit etwas
paddeln und wunderschöner Natur. Am nächsten Morgen hieß es früh
aufstehen, denn wir mussten 2 Stunden zur Nevidio Schlucht fahren.
Unser Weg führte auf einer tollen Panoramastraße lang, bei der wir
verschiedenste Landschaftsformen des Nationalparks sehen konnten. Wir
waren in der Nähe der Schlucht angekommen, haben einen Neoprenanzug,
Wassersocken und -schuhe angezogen und einen Helm auf den Kopf
gesetzt. Dann ging das 4-stündige Abenteuer, in der erst 1965
entdeckten Schlucht, los. Wir rutschten, kletterten, schwammen und
sprangen aus einigen Höhen ins 12 Grad kalte Wasser. Am Ende wartete
ein Aufstieg von 40 Minuten auf uns. Es hat richtig Spaß gemacht,
war aber auch ganz schön anstrengend. Zum Abschluss der Tour gab es
ein leckeres Mittagessen und dann hatten wir zum Glück nur eine
20-minütige Autofahrt zur nächsten Unterkunft vor uns.
anne & ben um die weltFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.