Laos / Tag 63-65
Hallo ihr Lieben, heute hatte ich meinen zweiten Tag im neuen Projekt. Ich bin hier im Lao Zoo, wobei es sich seit ein paar Jahren nicht mehr nur um einen Zoo handelt, sondern vor...


Veröffentlicht: 05.11.2019



















Hallo ihr Lieben, wieder ist eine Woche im Projekt in Laos vergangen und ich habe wieder einiges Neues zu berichten. Bitte lest zuerst meinen letzten Artikel über Laos, wenn ihr das noch nicht gemacht habe, damit ihr wisst, worum es in diesem Projekt geht.
Heute möchte ich gerne über unsere Bären und Schuppentiere berichten:
Außerdem haben wir noch einen Malainbär (engl. Sun bear), mit dem Namen Missy. Diese Bärenart ist sehr vom aussterben bedroht. Daher hat unsere Missy leider keinen Gefährten. Der Malainbär gehört zu den kleinsten Bären der Welt, daher sieht man Missy auch nicht immer in ihrem Käfig, weil das Gras höher ist als sie selbst. Wenn sie aber vorne am Zaun ist, dann folgt sie einem meisten. Ganz alleine im Gehege ist sie zum Glück nicht, da noch zwei der Binturongs in dem Baum bei ihr leben. Sie kann also immer etwas Popcorn riechen wenn sie ihn ihrer nähe ist.
Jetzt kommen wir noch zu unseren Schuppentieren (engl. Pangolin). Diese Tiere sind extrem vom aussterben bedroht, da die Chinesen sie für ihre bescheuert, chinesische Medizin verwenden. Daher können wir uns sehr glücklich schätzen, dass wir zwei Riesenschuppentiere und vor allem ein chinesisches Schuppentier haben. Das chinesische Schuppentier hatte man in Laos 20 Jahre nicht gesehen, bis es letztes Jahr auf einmal in eine Botschaft in Laos spaziert ist. Die Botschaft hatte dann die Organisation umgehend informiert und sie haben das Tier abgeholt. Nachdem die chinesischen Schuppentiere sehr gerne wühlen und einen Bau in die Erde graben, wurde extra für dieses Schuppentier ein neues Haus gebaut und mit Erde gefüllt. Die zwei Riesenschuppentiere hingegen lieben es zu klettern, daher haben sie viele Äste im Gehege. Alle Schuppentiere essen Ameisen, daher müssen wir jeden Tag gefrorene Ameisen abwiegen um sie ihnen zum Essen zu geben. Da die Tiere Nachtaktiv sind, sieht man sie unter Tags kaum. Da wir die Tiere vielleicht eines Tages auswildern werden, versuchen wir den Kontakt zum Menschen so gering wie möglich zu halten. Die Tiere werden maximal zum wiegen angefasst. Das chinesische Schuppentier haben wir mit eine Pfeife schon soweit trainiert, dass es von alleine auf die Waage geht und wir es dadurch gar nicht anfassen müssen.
Ich darf leider nicht alle Fotos die ich gemacht habe, online stellen, da es hier eine sehr strickte Social-Media-Policy gibt. Alle Fotos wo Angestellte oder Volontäre in Interaktion mit Tieren zu sehen sind (wie z.B.: beim Wiegen) könnten ggf. aus dem Zusammenhang gerissen werden und man könnte glauben, dass wir dies immer machen oder dass das normal ist. Ich darf solche Fotos also nicht veröffentlichen. (An meine Freunde: Wenn ihr dennoch ein paar solcher Fotos sehen wollt, könnt ihr mir gerne bei whatsapp schreiben.)
Bis dahin.
Eure Alex
