adventures-of-life
adventures-of-life
vakantio.de/adventures-of-life

Machu Picchu & Rainbow Mountains

Veröffentlicht: 23.03.2018

Cusco begrüßte uns mit einer verspäteten, turbulenten Landung, Regen und einem Taxifahrer ohne Plan. Viel später als erwartet kamen wir in unserer ersten airbnb Unterkunft an. Hier wurden wir herzlich begrüßt und nahmen die Hürde in den 6. Stock ohne Aufzug in Angriff. Mit all unserem Gepäck die 90 Stufen hoch und das bei 3416 Höhenmetern, da waren wir erst mal platt. Das tolle Zimmer und die Gastfreundlichkeit von Eduardo und Kettlin machten das jedoch schnell wett. Bereits am nächsten Tag wollten wir nach Aguas Calientes, der Ausgangsort zum Machu Picchu. Tickets hatten wir noch keine, weder für die Hinfahrt, den Eintritt oder die Rückfahrt. Lediglich das Hostel war gebucht. Da es aber nun schon so spät war und wir nichts mehr organisieren konnten, wie eigentlich geplant, mussten wir am nächsten morgen einfach früh raus und hoffen das alles klappt.

Bereits um halb sieben standen wir parat an der Busstation die uns nach Santa Maria bringen soll. Die Mitarbeiterinnen der verschiedenen Busgesellschaften brüllten wild nach uns. Hier ging es ganz schön zu, was für ein Wettbewerb. Nach 6 Stunden Busfahrt und 1,5 Stunden Minivan-Fahrt ging es zu Fuß nochmal 2 Stunden an den Gleise entlang bis nach Aguas Calientes. Das war die günstigste Variante für uns und man sah während der Wanderung bereits Teile von Machu Pichhu zwischen den Bergen. Nun hieß es schnell zum Ticketschalter und zum Bahnhof. Überglücklich, dass es noch Tickets für den nächsten Vormittag für Machu Picchu gab, ärgerten wir uns nicht all zu sehr, dass nur noch die teuren Zugtickets für die Rückfahrt zur Verfügung standen. Zur Feier des Tages gab es Alpaka zum Abendessen - super lecker!

Um 4 Uhr klingelte uns der Wecker aus den Federn. Auf gehts, heute war es soweit und wir waren schon ganz hibbelig. Mit Stirnlampen ausgerüstet liefen wir eine halbe Stunde zum Eingang und danach ca. 2 Stunden ziemlich viele Stufen nach oben. Es fuhren immer wieder Busse an uns vorbei, doch wir wollten den Berg mit all seinen Stufen erklimmen. Wer 2 Stunden Treppen steigt, freut sich oben umso mehr! Und dann war es soweit - Machu Pichhu lag direkt vor uns. Ein wahnsinniges Gefühl! Über 4 Stunden liefen wir durch die Ruinen, das Wetter klarte nach morgendlichem Nebel auf und wir freuten uns über den sonnigen Vormittag. Die Inkastadt liegt auf 2430 Höhenmetern und wurde im 15. Jahrhundert gebaut. Schätzungen zufolge sollen hier 1000 Menschen gewohnt haben, insgesamt sind heute 216 steinerne Bauten vorhanden. Wir waren ja auf den Vergleich zwischen Kuelap und Machu Picchu gespannt. Beide Stätten sind super interessant, Mapi jedoch nicht mehr ganz so originalgetreu wie Kuelap. Vieles wurde rekonstruiert und die Wege zwischen den Ruinen sind alle "Einbahnstraßen", das machte die Erkundungstour ab und an zum Labyrinth. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Inkarail-Zug wieder zurück. Zwischen all den Bergen, immer direkt am Fluss entlang, war die Bummelfahrt (ich glaube nicht mehr als 40 km/h) wirklich schön.

Auf den Programm für den nächsten Tag stand erst einmal ausschlafen. Nach einem leckeren Frühstück von Kettlin haben wir Cusco etwas erkundet. Rund um den Plaza de Armas gab es nette Cafés, sehenswerte Kirchen und zahlreiche Bars. Wir besuchten noch das Inka-Museum, einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über Cusco und eine kleine Ruine. Zum Abschluss des Tages tranken wir mit Luisa, die wir in Kuelap kennen gelernt hatten, noch einen leckeren Absacker im Pisco Museum.

Noch früher als zum Mapi mussten wir am nächsten Tag raus. Um 3 Uhr nachts wurden wir abgeholt und es ging zu den Rainbow Mountains. Auch hier hatten wir wieder Glück, denn wir waren die einzigen Teilnehmer der Tour - kein Wunder bei der Uhrzeit. 3 Stunden später begann der Aufstieg bei 4450 m. Unser Ziel lang 12 km entfernt, auf 5035 m. An die Höhe hatten wir uns bereits gut akklimatisiert und nach einem leckeren Frühstück von unserem Guide kamen wir unter den ersten Besuchern oben an. Wir wurden mit strahlendem Sonnenschein und einem farbenprächtigen Ausblick belohnt. Es war zwar ziemlich kalt, aber bei dem Panorama hat uns da nichts so schnell runter bekommen. Nach und nach kamen die "Schlafmützen" oben an. Sowohl zu Fuß als auch auf einem Pferd war der Aufstieg möglich, uns taten die Tiere eher leid. Auf dem Rückweg fing es an etwas zu hageln, jetzt aber schnell zum Minibus zurück. Der einheimische Koch, den wir morgens unten im Dorf abgesetzt hatten, zauberte uns ein peruanisches Mittagsmenü. Den Abend verbrachten wir noch gemütlich in der Unterkunft und machten uns für die Reise nach Puno, am nächsten Morgen, parat.

adventures-of-lifeFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten