Innen luftig, außen knusprig und herrlich buttrig - und all das ohne tierische Produkte! Heute gibt es Frühstück im veganen Café Origin, und mon dieux, die können was in Sachen Croissant!
Ich sitze am Fenster, und verdrücke außerdem einen Scone mit Schokolade, einen Matcha Latte und einen frisch gepressten Saft aus Apfel, Orange, Möhre und Ingwer. Ich fühle mich direkt ein bisschen gesünder, so allgemein.
Frühstück im Café Origin
Ich spaziere durch Petit France, dieses Mal in Richtung Barrage Vauban. Das ist eine Schleusenbrücke, eine Erfindung von General Vauban. Man kann die Durchlässe in der Brücke schließen und so das Wasser anstauen, damit Feinde das Gebiet nicht durchqueren können.
Barrage Vauban
Es nieselt leicht, und ich laufe um das Museum für Moderne Kunst herum, betrachte die Murals und den Mann mit dem flatternden schwarzen Regencape, der auf einem Fahrrad vorbei fährt und vermutlich das Vorbild für die Dementoren in Harry Potter war.
Das Museum macht Mittagspause, darum entscheide ich mich gegen Kultur und für Kapitalismus. 🙈 Auf dem Weg zum Shopping gehe ich auf das sauberste öffentliche Klo ever, und dann laufe ich an einem Taco-Laden vorbei und beschließe spontan, meine Lust auf Avocado zu stillen.
Die Verkäuferinnen sind sooo lieb und sprechen sogar ziemlich gut Deutsch. Die Tacos sind super lecker, mit Reis, Salat, verschiedenen Bohnen, eingelegter Paprika, Mais und Guacamole. Auch der hausgemachte Hibiskus Eistee schmeckt sehr gut.
Lacocina Tacos
Bevor es wieder anfängt zu regnen wie aus Eimern, bin ich schon im Uniqlo Laden verschwunden - für fast zwei Stunden 😂
Anschließend wird die Beute ins Hotel gebracht und ich plündere meine Snack Vorräte, schaue Arte Dokus auf dem Handy (der Fernseher kann leider nur Französisch) und überlege, was ich mit dem restlichen Tag anfange. (Spoiler: noch mehr essen).
La cuiller a pot
In Paderborn ist der Kochlöffel eher ein Imbiss als ein Restaurant, vor allem bekannt für Burger und Grillhähnchen.
In Straßburg hingegen ist der Kochlöffel, oder La Cuiller a Pot, wie es hier heißt, ein eher vornehmes Restaurant südlich von Petit France.
Ich hatte über Google maps einen Tisch reserviert und wurde direkt mit Namen an der Tür begrüßt. Es ging eine Treppe hoch in einen gemütlichen Gastraum in dem alten Fachwerkhaus, mit Blick auf die Straße und andere Häuser. Außer mir war nur eine andere Frau da - Reservierung wäre wohl nicht nötig gewesen 😅
Ich habe mich auf die Empfehlungen des freundlichen Kellners verlassen, der übrigens auch Englisch und Deutsch sprach und erzählte, er hätte es in der Schule gelernt (und außerdem sei die deutsche Grenze ja nur wenige Minuten entfernt und daher habe man oft Gäste aus Deutschland da).
Und so gab es auf seine Empfehlung hin eine Blanc peche (Spritziger Weißwein mit Pfirsichlikör) als Aperitif, dazu ein klitzekleines Sauerkraut Küchlein als Gruß aus der Küche.
Aperitif Blanc peche
Als Hauptgericht hatte ich Saiblingsfilet mit knackigem Gemüse und Garnelen. Dazu gab es Brot und ich habe alles bis auf den letzten Krümel gegessen und gesagt, ich wollte damit ein deutliches Zeichen setzen 😅
Saiblingsfilet
Zum Nachtisch gab es Fraises a la Melba, was scheinbar die fancy französische Version von Spaghettieis mit Erdbeeren (ohne Spaghetti Form, und mit Mascarpone-Sahne) ist. Hausgemachtes Eis, ein Karamellkeks Ding oben drin, herrlich. (Und ihr wisst, wenn ich mal über süßes Essen ins Schwärmen gerate, ist es wirklich gut.)
Eigentlich wollte ich dann noch die Kathedrale bei Nacht sehen, aber es war mir zu kalt und so ging es satt, zufrieden und leicht angetüdelt direkt ins Bett.
Auf einen Blick
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Dauer
1 Tag
Wetter
Regenzeit
Stimmung
KulinarischEntspannend
Highlights
Frühstück im veganen Café Origin
Spaziergang durch Petit France zur Barrage Vauban
Tacos bei Lacocina Tacos
Abendessen im La Cuiller a Pot
Themen
StadtEssenKulturArchitektur
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