Veröffentlicht: 16.08.2025





























































27.7.2025
Highlights heute:
Heute Morgen starten wir deutlich später, als ursprünglich geplant.
Wir fahren gegen 8:15 los, erster Stopp: die Tankstelle um die Ecke.
Echt schade, dass wir das mit dem Tanken gestern verbummelt haben. Auf der Webcam des Pico war heute morgen zum Sunrise feinstes Wetter 😰
Aber gut, sich zu ärgern bringt nun auch niemanden weiter, wir machen aus dem Tag heute das Beste.
Nächster Stopp: das Nonnental.
Wir erreichen das Hotel Eira Do Serrado auf dem Berg oberhalb des Nonnetals, am Miradouro da Eira do Serra, um 9:30. Die Sonne lacht, der Ausblick ist super und schon jetzt ist es angenehm warm.
Die Tochter ergattert im Souvenir Shop eine neue Basecap, wir nutzen den Stopp für den WC Gang (da wir gerade etwas gekauft haben, wird uns der "Standard 1 Euro" für den Besuch des WCs erlassen).
Sohnemann und ich finden die Blumen rund um das Hotel total schön und wir beobachten die vielen Bienen und Hummeln, die hier auf der Nektarsuche sind.
Auf teils sehr engen und abenteuerlichen Straßen geht es weiter zu eingen Aussichtspunkten bis zum Pico do Areeio, dem zweithöchsten Berg Madeiras.
Der Parkplatz am Aussichtspunkt mit kleinem Cafe, Souvenirshop und Startpunkt der Wanderungen ist sehr klein - und rammelvoll.
Leider hat der Gatte auch überhaupt keine Geduld und entscheidet, dass wir hier oben aussteigen sollen und er das Auto auf dem unteren Wanderparkplatz Pico do Areeiro P2 zu parken und dann entweder nach oben zu laufen oder per Anhalter zu fahren. Das kann was werden... es ist sehr sonnig und sogar hier oben auf 1.818m schon +24 Grad warm, in der direkten Sonne deutlich wärmer. Um vom unteren Parkplatz ach oben zu kommen, muss man enwteder die 1,2 km lange steile Straße nach oben laufen oder die 700m lange Abkürzung (Trampelpfad quer durch die Walachei) nach oben laufen.
Laut Google Rezensionen dauert das Ganze 10-15 Minuten... keine Ahnung, ob das Trailrunner geschrieben haben, aber meiner Meinung nach sind das deutlich mehr als 10 Minuten, die man für die Strecke benötigt...
Zumindest der Gatte braucht fast 30 Minuten, allerdings nicht, weil der Weg so lang war, sondern weil er ziemlich lange als Anhalter neben der Straße stand, bis sich zwei jung Portugiesinnen erbarmt haben 🙈
Sohnemann wird von Kopfschmerzen geplagt und hat keinerlei Lust auf irgendeine Form des Laufens. Ich setze mich mit ihm auf die Aussichtsterrasse des Cafes und wir teilen uns ein Sandwich während der Gatte mit der Tochter den geöffneten Teil des Trails PR1 Vereda do Areeio laufen wollen.
Eigentlich ist der Trail deutlich länger, aber nach 1,2 km ist er gesperrt. In letzter Zeit kam es hier zu Erdrutschen und anderen Beschädigungen am Pfad durch die Berge.
Der schmale Weg führt auf dem Bergkamm über unzählige Stufen 90 Höhenmeter runter und hoch - ständiger Wechsel.
Ich passe ebenfalls - das sind für mich zu viele Stufen. 20 km Levada ist kein Thema, aber ein Endgegner Stufen zwingen mich leider in die Knie - wortwörtlich.
Die Beiden sind etwa 1h unterwegs.
Der Gatte japst ganz schön und erzählt, dass die vielen Stufen in der "dünnen" Höhenluft doch ganz schön anstrengend seien.
Wir laufen den teils steilen und staubigen Pfad nach unten zum Parkplatz - der übrigens über den Wolken liegt. Sieht schon cool aus.
Durch die Wolken geht es abwärts in dichte Wälder, wo der Nebel bzw. die Wolkendecke immer dichter wird. Wir erreichen Ribeiro Frio gegen 14 Uhr und gehen im gleichnamigen Restaurant Mittagessen. Sohnemann und ich entscheiden uns für eine traditionelle Acorda, eine Brotsuppe.
Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber wir haben es mal versucht 😂
Gatte und Tochter sind mit dem Steak Sandwich besser dran. Als Nachtisch gönnen wir uns noch einen Cappucchino/Espresso und Schokokuchen.
Das Wetter hat sich nicht verbessert. Es ist immer noch sehr nebelig, die leichten Regenschauer sind aber vorbei. Wir laufen ein Stück die Straße nach unten zum Startpunkt der Wanderung PR1 Vereda do Areeio.
Der breite Weg führt an einer Levada entlang, durch Felsformationen bis zu einem Aussichtsbalkon.
Die Infotafel verspricht am Ende der Wanderung einen Aussichtspunkt "Balcões", wo man eine grandiose Landschaft vorfindet: Täler, die vom dichten Lorbeerwald mit dem charakteristischen Grün bedeckt sind und bei guter Sicht soll man die zentrale Bergkette der Insel sehen können, aus der der Pico do Areeiro, der Pico das Torres und der Pico Ruivo.
Gut zu wissen, denn wie man sieht.....
...sieht man heute NICHTS!
Dafür gibt es wieder unzählige Vögel, die sehr zutraulich sind und auf der Suche nach Futter auf die Hand kommen.
Auf dem Weg zum Auto kommen wir noch an der Forellenzucht vorbei, wo Forellen in allen Größen in unterschiedlichen Becken schwimmen.
Über viele kurvige Straßen fahren wir zurück Richtung Calheta. Wir müssen übrigens nur wenige Kiometer fahren und schon sind wir wieder über den Wolken - in der Sonne!
Im Ferienhaus erwartet uns schon unsere "Ferienhauskatze" und kuschelt sich für den Rest des Abends auf einen Stuhl neben uns.
Für die Statistik:
Gelaufen: 10 km
Gefahren: 150 km
Übernachtung: Villa Cró in Calheta
Wetter: Sonne und Wolken, 22-27 Grad
Distanz: 1,2 km (2,4 km Hin- und Rückweg)
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 1h
Start/Ende: Pico do Areeio PR 11 Vereda dos Balcões
Höchster/Tiefster Punkt: 1.818 /1.728
Schwierigkeit: leicht Dauer: 1:30 h
Start/Ende: Landstr. 103 (Ribeiro Frio) / Balcões Höchster/Tiefster Punkt: 880 m / 870 m
