abenteuer-down-under
vakantio.de/abenteuer-down-under

29. Juni 2018

Die Nacht war ziemlich unruhig. Es stellte sich heraus, dass der Baum, unter dem wir stehen, das Zuhause hunderter Flughunde ist. Die haben nachts dermaßen Lärm gemacht, das WoMo mit irgendwelchen Früchten, Ästen etc. "beworfen", dass ich die halbe Nacht über dachte, ich hab gleich so ein Viech neben mir im Bett liegen.

Erinnerungen an unseren WoMo Trip 2010 werden wach... da haben wir eine Nacht am Grand Canyon verbracht und unsere Site auf dem Mather CG war scheinbar das inoffizielle Heim einer Herde Rehe & Hirsche. Die haben morgens ihre Hinterteile am WoMo gewetzt, dass das ganze Teil gewackelt hat, wie ein Schiff auf See.... ;-)

Das Motto des Urlaubs ist ganz klar: der frühe Vogel fängt den Wurm!
Wir haben uns den australischen Gegebenheiten angepasst, damit wir während des verhältnismäßig kurzen Tages sicher vor Einbruch der Dämmerung von A nach B kommen.

Das bedeutet: am besten VOR Sonnenaufgang aufstehen, mit dem Sonnenaufgang in den Tag starten und nicht allzu spät nach Sonnenuntergang ins Bett gehen. Da die Tage bisher sehr ereignisreich waren, fällt uns das „frühe“ ins Bett gehen weniger schwer als das frühe Aufstehen... wir sind allesamt „Langschläfer“, da sind die Kids morgens schon mal am Nörgeln, wenn ich sie scheinbar mitten in der „kühlen“ Nacht aus dem warmen Alkovenbett „werfe“. Tja, aber es hilft nichts – wir haben ja auch heute wieder einiges vor!

Guten Morgen!

Wir sind also vor dem Wecker wach - auch die Kookaburra Familie im Baum nebenan unterstützt uns beim Aufstehen, so dass wir vor dem Sonnenaufgang um 6:40 am Frühstückstisch sitzen und den heutige Tag planen. Viel zu planen gibt es heute eigentlich nicht – es ist ein reiner Fahrtag von ganz üblen 620 km über den Bruce Highway bis zum Cape Hillsborough. Ich habe von zu Hause aus alle möglichen Streckenführungen ausprobiert, aber genau diese Strecke ließ sich, nicht zuletzt mangels Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, verbessern. Freunde von uns sind die Strecke genau ein Jahr vor uns gefahren und ebenfalls durchgefahren. Allerdings andersrum. Sie sagten aber, es wäre kein Problem. Mit Fahrtagen kennen wir uns aus. Mindestens ein langer Fahrtag ist bei unseren bisherigen WoMo Touren in Kanada und USA auch immer dabei gewesen und wir haben diesen immer mit Bravour gemeistert.

Unsere Beachsite Nr. A 20

Pünktlich um 7:30 sind wir abfahrbereit. Perfekt!
Die Sonne lacht, wir verlassen unsere traumhafte Beach Site und fahren noch schnell über den "Captain Cook Drive" zum "1770 Headland Park" und machen einen Spaziergang zum "Wave Outlook".
Das "Blau" and er Womo Seite ist nun getrocknet und verblasst, aber immer noch gut sichtbar... (wenigstens stinkt es nicht mehr so schlimm ;-))

Joseph Banks & Headlands Park
Wave Lookout
1770 Headlands Park
1770 Headlands Park

Mein Mann hatte schon angekündigt, dass er auf gar keinen Fall über 600 km alleine fahren wird... Mist.... bisher habe ich mich erfolgreich vor der "Linksfahrerei" gedrückt. Das Fahren des Wohnmobils macht mir gar keine Sorgen - bin in den USA schließlich auch immer gefahren und da war das WoMo nochmal knapp 2 m länger...

Aber diese Linksfahrerei..... Hilfe!!!! ich bin erst 1 x "auf der falschen Seite" gefahren. Das war in Südafrika mitten im de Hoop Nationalpark - da gabs keinen Gegenverkehr :-)

Campervan voraus
Die Landschaft wechselt zwischen Zuckerrohrfelden, Viehweiden und gelb-grüner Grassteppe

Nach 230 km müssen wir in Rockhampton in die Stadt fahren und tanken. Als mein Gatte bezahlt hat, drückt er mir die Schlüssel in die Hand uns setzt sich auf den Beifahrersitz. Oh nein... auch noch mitten in der Stadt soll ich starten??? Mit Kreuzungen, Kreiseln und Ampeln.. alles im Linksverkehr???
Mist mist mist!
Aber gut, rauf auf den Fahrersitz und los gehts!

294 km geradeaus *ggg*

Die ersten Kilometer sind die Hölle... ich habe keine Ahnung, wo mein Wohnmobil auf der linken Seite aufhört und bin äußerst unentspannt, als es auf 3 Fahrspuren quer durch die Stadt geht. Außerhalb von Rockhampton wird es entspannter, als wir wieder auf unserem "Highway" sind.

Adventure before Dementia *ggg* So ist es!!!

Die 1 - 2 spurige Straße lässt sich gut fahren und nach 100 km kann ich auch das Lenkrad weniger verkrampft festhalten und mit 110 km/h über die teils leere Straße "heizen" :-)
Läuft! Zwar fahre ich immer brav mit dem Blick in den Beifahreraußenspiegel, aber mein Mann kann natürlich ein „Ahhhh, Graben“ nicht unterdrücken. Grumml. Natürlich fahre ich nicht in den Graben. Trotzdem ist diese Linksfahrerei nix für mich.

Zuckerrohr
Googlemaps sagte mir bei der Planung, dass wir für die Strecke über 8h benötigen würden. Das bewahrheitet sich zum Glück nicht. Wir sind etwas schneller, kommen gut durch und erreichen den Cape Hillsborough Nature Tourist Park (Campground) am frühen Nachmittag. Vor den Toren des Campground erwarten uns schon überall Wallabies links und rechts neben der Straße.

Nachdem ich das Star RV Navi 2 Tage zuvor mehrfach auf Werkseinstellungen zurückgesetzt habe, war es endlich bereit, sich mit dem GPS zu verbringen und für uns zu navigieren. Es wollte seinen Dienst vorher einfach nicht antreten und nervt uns mit dem Spruch "unter freien Himmel halten", was halt in einem Alkovenwohnmobil nicht unbedingt einfach ist - da gibts an keinem Platz der Windschutzscheibe "freie Sicht zum Himmel".

An der Campgroundinfo gib man uns einen Lageplan und die Uhrzeit für den Sonnenaufgang (6:41), mit dem Hinweis, eine ganze Weile vorher schon am Strand zu sein, um die Kägurus zu sehen. Oh prima, wieder früh aufstehen....

Mittlerweile haben wir uns aber fast daran gewöhnt, abends zwischen 20/21 Uhr ins Bett zu fallen und morgens mit der Sonne aufzustehen - oder morgen: VOR der Sonne aufzustehen...

Cape Hillsborough Nature Tourist Park
Es juckt der Pelz

Wir beziehen unsere äußerst großzügige Site 44 (dieses Mal MIT Slab) und erkunden die Umgebung. Direkt neben dem Waschhaus liegen 2 Kängurus unter der Wäschespinne *lach*, ein Campground mit Kängurus!

Unsere Site 44 auf dem Cape Hillsborough Nature Tourist Park
Känguru unter der Wäschespinne auf dem Campground
Kookaburra

Wir laufen zum Strand. Dieser ist riesig.

Cape Hillsborough NP Beach
The Beach ;-) Cape Hillsborough NP

Da gerade EBBE ist, wirkt er noch viel größer.

Wir laufen am Strand entlang und genießen die Umgebung. Es gibt wieder unzählige Krabbenkügelchen, aus den teils richtige Muster / Bilder zu erkennen sind.

Krabbenkunst Cape Hillsborough NP
Cape Hillsborough NP Palmenschaukel
Cape Hillsborough NP

Nach 1h Strandspaziergang entscheiden sich die Kids, mit dem Papa noch den Aussichtshügel zu erkunden. Ich habe keine Lust mehr auf Kletterei heute und laufe gemütlich am Strand zurück, schaue mir die Baby-Wallabies an, die auf dem Campground eingezäunt sind


Baby Wallaby
Sunset auf dem Campground - im Außenspiegel ;-)
Danach genieße den Nachmittag auf meinem Campingstuhl, wo ich dann auch promt Besuch von 2 Kängurus bekomme, die direkt vor meinen Füßen die kleinen Grasbüschel abknabbern.

Wie cool ist das denn!?

Campsite mit Känguru! Einmalig!!!
Die Kängurus knabbern das Gras rund um das WoMo und lassen sich von uns nicht stören
Njam njam



Für die Statistik:

Campground: Cape Hillsborough Nature Tourist Park
Kosten: 39 € / Powered Site mit Slab
Gefahren: 639 km
Tiersichtungen: Möwen, Kookaburras, Vögel, Kängurus
Wetter: Sonne, 25 Grad
Fazit: Kängurus auf dem Campground sind einfach klasse!!!

#capehillsborough#kängurus#beach#strand#australien#downunder#queensland#sonnenuntergang#sunset#captaincookdrive#kookaburra#wavelookout#1770
Kommentare